Samstag, 1. November 2025

„Wir stehen hinter Südtirols Lehrern“

Die Soziale Mitte in der Südtiroler Volkspartei (SVP) stellt sich hinter die Lehrkräfte des Landes und fordert mehr Wertschätzung – nicht nur in Worten, sondern in konkreten Maßnahmen. Angesichts der laufenden Diskussionen über Bezahlung, Arbeitsbedingungen und Verhandlungen im Bildungswesen ruft Vorsitzende Gabi Morandell zu Fairness, Dialog und gegenseitigem Vertrauen auf.

„Wir brauchen gute und gut ausgebildete Lehrer – und diese müssen auch entsprechend bezahlt werden.“ - Foto: © Shutterstock / shutterstock

„Wir brauchen gute und gut ausgebildete Lehrer – und diese müssen auch entsprechend bezahlt werden“, betont Morandell. Lehrkräfte leisteten Tag für Tag Großartiges, begleiteten Kinder auf ihrem Bildungsweg, förderten Talente und gäben Orientierung. Dafür verdienten sie nicht nur Respekt, sondern auch eine angemessene Entlohnung.

„An den Verhandlungstisch zurückzukehren, miteinander reden und Vertrauen aufbauen“

Die Soziale Mitte zeigt Verständnis für die Anliegen der Pädagoginnen und Pädagogen, die sich in Initiativen wie Bildung am Abgrund oder Qualitätsmarke Bildung Südtirol für ihren Berufsstand engagieren. Dieses Engagement belege, wie stark ihnen die Zukunft der Bildung am Herzen liege. „Nun gilt es, diesen Einsatz in konstruktive Bahnen zu lenken: an den Verhandlungstisch zurückzukehren, miteinander zu reden und Vertrauen wieder aufzubauen“, so Morandell.

Keine Protestaktionen oder „wilde Streiks“

Zugleich stellt sie sich hinter die Haltung der Landesregierung, während laufender Verhandlungen auf sozialpartnerschaftliche Spielregeln zu pochen. „Fairness bedeutet, dass in dieser Phase keine Protestaktionen oder „wilden Streiks“ stattfinden. Dieses Prinzip teilen auch wir als Soziale Mitte“, betont Morandell.

Mit den im Landeshaushalt vorgesehenen 330 Millionen Euro sieht sie eine solide Grundlage für die anstehenden Gespräche geschaffen. Die geplanten Verbesserungen – bis zu 400 Euro brutto monatlich mehr ab dem kommenden Jahr – seien ein klares Zeichen der Wertschätzung und ein gutes Fundament für weitere Schritte.

„Am Ende geht es um mehr als Kollektivverträge“

Doch finanzielle Maßnahmen allein reichten nicht aus. Morandell verweist auf die steigenden Belastungen im Schulalltag – von wachsender Bürokratie bis zu zusätzlichem Druck im Unterricht. Lehrkräfte bräuchten mehr Zeit für ihre eigentliche Aufgabe: die Arbeit mit den Kindern, für Bildung, Begegnung und Beziehung.

„Am Ende geht es um mehr als Kollektivverträge“, betont Morandell. „Es geht um Vertrauen, Respekt und das gemeinsame Ziel, unsere Bildung stark zu machen. Politik, Gewerkschaften und Lehrkräfte sitzen im selben Boot. Jetzt ist die Zeit, Brücken zu bauen statt Gräben zu vertiefen. Nur gemeinsam können wir viel für unsere Lehrkräfte erreichen.“

stol

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