Doch verwies der Minister auf die übergeordneten europäischen Regelungen in diesem Bereich und die gesamtstaatlichen, die wiederum die europäischen übernehmen. An eine größere Freiheit in Sachen Wolfsabschüsse durch die Reform glaube er daher nicht: „Ich denke nicht, dass das der Weg sein wird. Zumal es sicherlich ein überregionales Großraubtiermanagement geben muss. Unter bestimmten Voraussetzungen hingegen gibt es bereits jetzt gesetzlichen Raum für Abschüsse, wie das Beispiel Trentino zeigt.“
Minister widerspricht Umweltverbänden
Den Sorgen mancher Umweltverbände, der Übergang der Kompetenz an die Länder könnte dem Umweltschutz abträglich sein, widersprach der Minister heftig. Solche Sorgen müsste man sich in einer Realität wie der Südtiroler nicht machen: „In Wirklichkeit ist es so, dass Südtirol mit seinem ausgeglichenen Umgang mit der Umwelt und seiner Wertschätzung für die Umwelt die Basis gelegt hat für ein Gleichgewicht zwischen Wirtschaft und Gesellschaft. Man sollte Südtirol also vielmehr als ein Vorbild für andere Provinzen nehmen.“Im Rahmen seines Südtirol-Besuches traf der Minister gestern auch mit Landeshauptmann Arno Kompatscher sowie mit den Landesräten für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz sowie Energie, Raumordnung und Sport, Peter Brunner, und für Hochbau und Vermögen, Christian Bianchi, zusammen.

