Trump beauftragte den Grenzbeauftragten Tom Homan mit der Übernahme der Operationen in Minnesota, was laut einem hochrangigen Beamten eine Verlagerung hin zu einem „gezielteren“ Ansatz bei der Strafverfolgung bedeuten würde. Der Kommandant der Grenzpolizei, Gregory Bovino, der konfrontative Razzien in Los Angeles, Chicago und anderen Städten leitete, wurde abgezogen und werde bald in den Ruhestand treten, berichtete Reuters.
US-Präsident Donald Trump hatte nach dem Vorfall angekündigt, in Minneapolis „ein bisschen deeskalieren“ zu wollen. Wenige Stunden später verschärfte er den Ton allerdings wieder. Trump warf dem Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, in seinem Onlinedienst Truth Social Gesetzesbruch und ein „Spiel mit dem Feuer“ vor. Der Demokraten-Politiker Frey hatte verkündet, dass die Stadt die Einwanderungsgesetze der US-Regierung nicht umsetzen werde.
Frey wies die Anschuldigungen Trumps zurück, er trage zur Eskalation bei. „Die Aufgabe unserer Polizei ist es, die Menschen zu schützen, nicht Bundes-Einwanderungsgesetze durchzusetzen“, erklärte er im Onlinedienst X. Zuvor hatte Frey Trumps Grenzschutzbeauftragten Tom Homan getroffen, den der Präsident nach Minneapolis entsandt hatte, um sich ein Bild von der Lage zu verschaffen.
Minneapolis wird seit Wochen vom gewalttätigen Vorgehen der Einsatzkräfte des Bundes erschüttert. Die meisten von ihnen gehören der Einwanderungsbehörde ICE an, die im Auftrag der Trump-Regierung Migranten ohne Papiere aufspüren soll. Unterstützt wird ICE von der Grenzschutzbehörde CBP.

