Donnerstag, 2. April 2026

11 Millionen Euro Strafe für Revolut

Wegen unlauterer Geschäftspraktiken hat die italienische Wettbewerbsbehörde (AGCM) die Digitalbank Revolut mit mehreren Geldstrafen in Millionenhöhe belegt. Das teilte die Behörde am Donnerstag in Rom mit.

Revolut ist eine der größten Digitalbanken in Italien und Europa. - Foto: © Shutterstock / shutterstock

Nach Angaben der AGCM hat Revolut „irreführende Aussagen über die angebotenen Investmentdienstleistungen verbreitet und bei der Abwicklung der Bankdienstleistungen aggressive und täuschende Methoden angewandt“.

Die Sanktionen betreffen Revolut Securities Europe UAB, die innerhalb der Gruppe Investmentdienstleistungen in Europa anbietet, sowie die Revolut Group Holdings Ltd.

Die Behörde belegte die beiden Unternehmen mit insgesamt fünf Millionen Euro Strafe wegen Verstößen gegen die Artikel 20, 21 und 22 des Verbraucherschutzgesetzes. Demnach hätten sie bereits beim ersten Werbekontakt keine klaren Informationen über zusätzliche Kosten und Einschränkungen bei provisionsfreien Investitionen gegeben.

Zudem verhängte die AGCM gegen Revolut Group Holdings Ltd. und Revolut Bank UAB eine weitere Strafe von insgesamt fünf Millionen Euro, weil sie ihre Kontoverwaltung auf aggressive Weise betrieben und relevante Informationen über Bedingungen, Einschränkungen und Sperrungen von Zahlungskonten entweder nicht oder unklar bereitgestellt hatten.

Revolut geht in Berufung

Revolut selbst widerspricht dem Urteil in einer ersten Stellungnahme und hat angekündigt, dagegen in Berufung zu gehen. „Wir sind zuversichtlich, dass unsere Kommunikation klar und transparent ist. Der Schutz unserer Millionen von Kunden hat für uns oberste Priorität“, schrieb die Neobank in einer Aussendung.

ansa

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