Mittwoch, 1. April 2026

50 Jahre Apple – Von der Garage zum Milliardenkonzern

Rund um den Globus besitzen schätzungsweise 2,8 Milliarden Menschen ein iPhone oder ein anderes Gerät von Apple. Auch 50 Jahre nach der Gründung des Unternehmens am 1. April 1976 ist ein Ende des Erfolgs nicht absehbar. Ein Rückblick.

Die Firma mit dem Apfel feiert 50 Jahre. - Foto: © APA/afp / JOSH EDELSON

Als Steve Jobs und Steve Wozniak ihre Karriere in der Garage von Jobs’ Elternhaus begannen, konnte kaum jemand erahnen, dass daraus einmal eines der wertvollsten Unternehmen der Welt hervorgehen würde. Dort entwickelte Wozniak den ersten Computer – den Apple I. Während er vor allem von der Technik fasziniert war, erkannte Jobs sofort das geschäftliche Potenzial.

Steven Paul Jobs (rechts) und Steve Wozniak schraubten 1976 den ersten Personal Computer zusammen: - Foto: © Apple



Die Initialzündung kam durch eine Bestellung des Computerladens „Byte Shop“ aus Mountain View. Besitzer Paul Terrell erklärte sich bereit, 50 Computer für jeweils 500 Dollar zu kaufen. Diese schriftliche Zusage über 25.000 Dollar ermöglichte es den beiden erst, die benötigten Bauteile auf Kredit zu beschaffen. Um das Geschäft professionell zu organisieren, gründeten sie am 1. April 1976 Apple Computer Company.

Erste Erfolge und Krise

Auf den Apple I folgte 1977 der Apple II, der ein großer Erfolg wurde. Später kam der Macintosh, der mit grafischer Benutzeroberfläche und Maus die Bedienung von Computern revolutionierte.

Doch der Erfolg war nicht von Dauer: Nachdem Jobs 1985 aufgrund interner Streitigkeiten die Firma verließ, geriet Apple zunehmend in eine Krise und stand zeitweise kurz vor dem Konkurs. Erst die Rückkehr von Jobs im Jahr 1997 leitete die Wende ein. Mit neuen Ideen brachte er Apple zurück auf Erfolgskurs. Produkte wie der iMac (1998) und der iPod (2001) legten den Grundstein für den späteren Boom.

Siegeslauf mit dem iPhone

Den endgültigen Durchbruch zum globalen Technologiekonzern schaffte Apple 2007 mit dem iPhone. Es vereinte Mobiltelefon, Musikplayer und Internetgerät in einem einzigen Produkt – und revolutionierte damit eine ganze Branche. Statt physischer Tastaturen setzte Apple auf ein großes Touch-Display und eine intuitive Bedienung. 2010 folgte das iPad und begründete den Markt für Tablets.

Steve Jobs präsentiert 2007 das erste iPhone. - Foto: © APA/afp / TONY AVELAR



Den vollen Umfang dieses Erfolgs erlebte Steve Jobs jedoch nicht mehr: Er starb am 5. Oktober 2011 im Alter von 56 Jahren in Palo Alto an den Folgen einer Krebserkrankung der Bauchspeicheldrüse.

Aufbau zum Tech-Giganten

Nach dem Tod des charismatischen Firmenmitbegründers Jobs prophezeiten Skeptiker eine düstere Zukunft für Apple. Sein Nachfolger Tim Cook führte jedoch Apple zur historischen Marke von vier Billionen Dollar Börsenwert. Unter seiner Ägide emanzipierte sich das Unternehmen durch die eigene Chip-Technologie (Apple Silicon) technologisch von Partnern wie Intel, schuf mit der Apple Watch und den AirPods neue Produktkategorien, in denen es dominiert, und baute das Service-Geschäft zur hochprofitablen zweiten Säule aus.

Der neue Apple-CEO Tim Cook. - Foto: © APA/AFP / ANGELA WEISS

Großes Apple-Museum in Utrecht

Pünktlich zum 50. Geburtstag hat in Utrecht ein großes Apple-Museum eröffnet. Besucher werden in mehreren im Stil der jeweiligen Zeit eingerichteten Zimmern auf die verschiedenen Epochen des Unternehmens eingestimmt. Insgesamt umfasst das Museum 2.000 Quadratmeter.

dpa

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