Damit es für Bauunternehmen auch in Zeiten der Unsicherheit möglich ist, an öffentlichen Ausschreibungen teilzunehmen und die Auftraggeber ihrerseits auch Auftragnehmer für ihre Investitionsvorhaben finden, braucht es Planungssicherheit für alle Vertragsparteien. „Wir haben gesehen, dass sich in unserer heutigen Welt die Situation von einem auf den anderen Tag komplett verändern kann. Mit der sog. Preisrevision ist im nationalen Vergabegesetz eine Möglichkeit vorgesehen, um auf die Schwankungen der Preise zu reagieren – und zwar sowohl nach oben als auch nach unten“, so Egartner. Nun gehe es darum, die darin vorgesehenen Preisindizes endlich zu erstellen, damit die Preisrevision anwendbar wird.
„Die 20 vorgesehenen Preisindizes (sog. TOL – „tipologie omogenee di lavorazioni“) müssen von den nationalen Ministerien endlich erstellt und anschließend monatlich veröffentlicht werden, damit die Preisrevision Inkrafttreten kann. Infolgedessen herrscht für die Vertragsparteien Klarheit und entsprechend den Entwicklungen am Markt passen sich auch die Preise an. Diese können somit steigen, aber ebenso sinken.“, so Hasler.
In Zusammenarbeit mit dem Dachverband ANCE in Rom ist das Baukollegium darum bemüht, die rasche Umsetzung und Veröffentlichung der Preisindizes voranzutreiben.

