Donnerstag, 9. April 2026

Bausektor befürchtet weniger Aufträge

Der heimische Bausektor zeigt sich mit dem vergangenen Jahr zufrieden, fürchtet jedoch heuer eine deutlich schwächere Auftragslage. Dies geht aus dem Wifo-Barometer der Handelskammer hervor.

Sowohl der Tief- als auch Hochbau zeigten sich mit den Erträgen vom Vorjahr zufrieden.

Neun von zehn Unternehmen zeigen sich laut Stimmungsbarometer mit den Erträgen von 2025 zufrieden.

Im Tiefbau wurde die Nachfrage vor allem durch öffentliche Aufträge im Rahmen des Nationalen Plans für Aufbau und Resilienz (PNRR) gestützt. Bei den Investitionen war ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen.

Auch im Hochbau zog die Auftragslage an, nachdem die private Nachfrage dank sinkender Leitzinsen und günstigerer Kredite wieder eher zugenommen hatte. Im Bereich der Bauinstallation und der Fertigstellung von Gebäuden blieben die Umsätze auf dem Niveau von 2024.

Bausektor erwartet schwächere Auftragslage

Trotz solider Bilanz blicken die Unternehmen mit Sorgen in die Zukunft. Die Branche stellt sich auf eine schwächere Auftragslage ein. Als Hauptgründe nennen die Betriebe das Auslaufen der PNRR-Finanzierungen sowie die allgemeine Verunsicherung durch die Krise im Nahen Osten, die zu einer Verschiebung geplanter Bauvorhaben führen könnte.


Die heimischen Handwerkerverbände lvh und CNA-SHV sowie das Baukollegium warnen zudem vor einer gefährlichen Kostenfalle. Die anhaltend hohen Preise für Öl und Gas belasten die Branche doppelt: Einerseits verteuert die Energiekrise die Herstellung energieintensiver Baumaterialien, andererseits treibt sie die Transportkosten in die Höhe.

ber

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