Ursprünglich hatte Bulgarien bereits Anfang 2024 den Euro einführen wollen. Wegen einer damals hohen Inflationsrate von 9,5 Prozent wurde der Beitritt zur Eurozone verschoben. Inzwischen erfüllt das Land jedoch alle notwendigen Kriterien - wie Preisstabilität, solide Staatsfinanzen und stabile Wechselkurse. Das hatten die Europäische Zentralbank (EZB) und die EU-Kommission Anfang Juni bestätigt.
„Wichtig ist jetzt, dass die Bevölkerung in Bulgarien umfassend und fundiert von den Vorteilen des Euro-Beitritts informiert wird und diesen Schritt daher mit Zuversicht unterstützen kann“, teilte Angelika Winzig, ÖVP-Wirtschaftssprecherin im Europaparlament, mit. Nicht ganz ohne Grund: Denn in Bulgarien wird die Einführung der Gemeinschaftswährung von teils heftigen Protesten begleitet. Auch am Dienstag luden prorussische und nationalistische Euro-Gegner zu Protestaktionen in Sofia. Dabei werde der Beitritt Bulgariens nicht nur neue Impulse für Investitionen setzen und hochwertige Arbeitsplätze schaffen, sondern auch die wirtschaftliche Anbindung des Landes vertiefen, merkte Evelyn Regner, EU-Abgeordnete der SPÖ, an.

