KI-Unterstützung für einen besseren Service am Gast
Obmann Paul Zimmerhofer eröffnete die Vollversammlung mit einem klaren Bekenntnis: „Bei allem, was wir tun, müssen wir immer am Gast bleiben. Denn das ist es, was Dienstleistung im Allgemeinen und speziell die Hotellerie ausmacht: der Service am Gast.“ Er betonte, dass KI den Service nicht ersetzen, sondern entlang der gesamten Customer Journey unterstützen solle.„So kann KI den Anfrage- und Buchungsprozess für den Gast erleichtern und uns vor Ort als eine Art digitaler Concierge dabei helfen, Gästewünsche besser und schneller zu erkennen und zu erfüllen“, schlussfolgerte Zimmerhofer. Sein Fazit: „Unser Ziel muss immer sein, mehr Zeit für das Wesentliche zu gewinnen – auf Hotelseite und auf Seite des Gasts.“
Zwischen Sportgeist und Zukunftstechnologie
Michael Oberhofer, einer der beiden Geschäftsführer der Kooperationsgruppe, blickte zunächst auf die bewegte Wintersaison zurück, die letzthin durch die Olympischen Winterspiele Milano-Cortina geprägt war. „Eine einmalige Erfahrung, das mitzuerleben und als Hotelierinnen und Hoteliers mitwirken zu können“, fasste er die Bedeutung des Großereignisses zusammen. Er zog eine Parallele zwischen Sportgeist und den führenden Spa-Hotels Südtirols: „Was wir mit den Athletinnen und Athleten gemein haben: den beständigen Ansporn zu Höchstleistungen und unseren starken Gemeinschaftssinn.“Zum Thema Smart Hospitality stellte er klar: „KI wird für uns in Zukunft nicht nur ein unterstützendes Tool bei täglichen Abläufen sein, sondern auch ein entscheidender Faktor für Buchungen.“ Er verwies dabei auf die Bedeutung der KI-Sichtbarkeit. SEO-Optimierung und Meta-Kampagnen allein reichten nicht mehr, es brauche gezielte GEO-Optimierung, damit die Hotels von KI-Agenten empfohlen und zitiert würden. Sein Appell: „Werden wir gemeinsam smarter, damit Belvita auch künftig die Speerspitze des Südtiroler Tourismus bleibt.“
Smart Prioritäten setzen
Alois Kronbichler, gemeinsam mit Oberhofer Geschäftsführer der Belvita Leading Wellnesshotels Südtirol, läutete seine Eröffnungsrede mit einer präzisen Definition ein: „Smart Hospitality beschreibt den Einsatz intelligenter Technologien im Hotelbetrieb mit dem Ziel, den Aufenthalt der Gäste zu individualisieren, das Serviceniveau zu erhöhen, die Mitarbeitereffizienz zu steigern und dafür zu sorgen, dass Führungskräfte mehr Zeit für das Wesentliche haben.“Er konfrontierte die Anwesenden damit, dass der Führungsalltag in der Realität oft anders aussehe: „Wusstet ihr, dass Führungskräfte häufig am Abend nicht wissen, was sie in der Früh gemacht haben? Und dass sie oft das Gefühl haben, gerade mal den Pflichtteil ihres Tagesgeschäfts erledigt zu haben?“ Deshalb machte Kronbichler umso deutlicher: „Technik kann vieles, Technik kann aber nicht für euch entscheiden, was wichtig ist.“ Als praktischen Impuls dazu empfahl er das Eisenhower-Prinzip zur Priorisierung.

