Montag, 8. September 2025

Deutsche Exporte in die USA brechen ein

Die aggressive Zollpolitik der US-Regierung wird zunehmend zur Belastung für die Exportnation Deutschland. Im Juli fielen die Ausfuhren „Made in Germany“ in die USA auf den tiefsten Stand seit Dezember 2021, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.

Gerade der deutsche Außenhandel ist stark von den USA abhängig. - Foto: © Shutterstock / shutterstock


Mit einem Warenwert von 11,1 Milliarden Euro waren die Exporte in die USA im Juli kalender- und saisonbereinigt 7,9 Prozent niedriger als im Juni 2025 und 14,1 Prozent geringer als ein Jahr zuvor.

„Der vierte Rückgang in Folge mit unserem wichtigsten Handelspartner zeigt, wie sehr die US-Handelspolitik unsere Exporteure schmerzt“, ordnete der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Dirk Jandura, ein. „Wir müssen es schaffen, neue Märkte zu erschließen und unsere Absatzwege weiter zu diversifizieren. Sonst werden wir im globalen Wettbewerb weiter an Boden verlieren.“

Seit dem 7. August gelten für die meisten Importe aus der EU in die USA Zölle von 15 Prozent. Die Zölle für Stahl und Aluminium hatte US-Präsident Trump Anfang Juni auf 50 Prozent hochgeschraubt.

US-Zölle belasten nicht nur Deutschland

Der Handelsstreit macht auch China zu schaffen: Chinas Exporte in die USA brachen im August im Jahresvergleich um rund 33 Prozent ein, wie die Zollverwaltung in Peking mitteilte.

dpa

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