Mittwoch, 4. März 2026

Dieses Start-up will Wellness-Buchungen radikal vereinfachen

Den Wellnessurlaub oder einen Day-Spa-Besuch zu planen, ist oft mühsam, die passenden Hotels zu finden, alles andere als einfach. Ein Südtiroler Start-up will Abhilfe schaffen, und zwar mit einer eigenen Plattform.

Das junge dreiköpfige Team von MyWellness (von links): Alexander Kofler, Magdalena Vontavon und Armin Kousminscki. - Foto: © MyWellness/Vontavon / Armin Huber

In der Rubrik „Start-up-Stage“ stellen Gründer ihre innovativen Ideen vor.

1. Was ist unser innovatives Produkt und welches Kundenproblem löst es?

Alle Wellnessadressen Südtirols auf einer Plattform übersichtlich zu bündeln – das ist das Ziel des neuen Online-Portals MyWellness Südtirol, das vor wenigen Wochen an den Start gegangen ist und sich nun im hart umkämpften Online-Reisemarkt behaupten will.

Doch was unterscheidet sie von großen Konkurrenz-Portalen? „Die Suche geht hier deutlich tiefer“, erklärt Magdalena Vontavon, Teammitglied von MyWellness. „Gäste können Hotels gezielt über Wellness-Merkmale filtern, zum Beispiel Naturbadeteich, Saunaaufgüsse, Whirlpool im Zimmer oder ähnliche Kriterien, statt jede Hotelwebsite einzeln durchsuchen zu müssen.“

Über das Portal können Nutzer direkte Anfragen an die Unterkunft senden. Das Hotel unterbreitet dann das Angebot.

2. Wie sind wir auf diese Geschäftsidee gekommen?
„Wir sind selbst regelmäßige Wellness-Gäste und hatten immer wieder dasselbe Problem: Die gewünschten Merkmale waren auf den Hotelseiten schwer zu finden und ein echter Vergleich war nur mit viel Aufwand möglich“, erklärt Vontavon.

Aus dieser Erfahrung heraus entstand die Idee: Ein Angebot speziell für Wellnesskunden.


3. Was waren unsere größten Herausforderungen und was haben wir daraus gelernt?
Gerade technisch stellte das Projekt das Team vor Herausforderungen: „Ein Portal mit vielen Filtern, sauberen Hotelprofilen und klarer Struktur bringt deutlich mehr Aufwand als anfangs erwartet“, erklärt Vontavon. „Wichtig war uns jedoch, eine einfache und sehr übersichtliche Webseite zu erstellen.“

Eine weitere Hürde sei die Gewinnung von Partnerbetrieben gewesen – insbesondere, solange das Portal noch nicht online war. „Umso wichtiger war es, den Nutzen klar zu kommunizieren und Hotels von Anfang an Transparenz bei Ergebnissen zu bieten.

4. Was ist der derzeitige Status quo?
MyWellness Südtirol ist Mitte Jänner 2026 gestartet und befindet sich derzeit im weiteren Aufbau. Das Angebot an Hotels wird laufend erweitert. Betrieben wird das Projekt von einem dreiköpfigen Team. „Die Plattform ist komplett dreisprachig (Deutsch, Italienisch, Englisch) und richtet sich an Gäste aus dem DACH-Raum und Italien, aber auch international.“ Allein im DACH-Raum werden durchschnittlich rund 68.880 Wellness-Suchanfragen pro Monat verzeichnet. Je nach Saison schwankt das Suchvolumen deutlich – entsprechend will das Team seine Google-Ads-Strategie ausrichten.

Für heuer hat sich das Team zudem ein weiteres Ziel gesetzt: Die Einführung eines eigenen Filters für Day-Spa-Angebote. „Das ist vor allem für den heimischen Markt interessant, haben uns auch unsere Partnerbetriebe bestätigt“, sagt Alexander Kofler.

5. Wo sehen wir uns in drei Jahren?

Das Ziel des Start-ups ist klar definiert: „In drei Jahren wollen wir die erste Anlaufstelle für Wellness in Südtirol sein, mit einer vollständigen und klar kuratierten Übersicht der relevanten Wellnesshotels.“

Inhaltlich soll das Portal wachsen und weitere Suchfilter entwickeln. „International wollen wir unsere dreisprachige Basis nutzen, um neben DACH und Italien auch weitere Märkte gezielt anzusprechen“, so Vontavon.

Haben auch Sie ein Start-up mit einer innovativen Idee? Dann melden Sie sich per Mail an josef.bertignoll@athesia.it

ber

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