Ratspräsident würdigte den Deal kurz vor der Unterzeichnung denn auch als politisches Signal in Zeiten wachsender globaler Spannungen. Das Abkommen sei eine „starke Botschaft zu einem Zeitpunkt, an dem das Völkerrecht bedroht ist, an dem Länder wie China unlauteren Wettbewerb im internationalen Handel betreiben und Länder wie die Vereinigten Staaten ihre Zölle erhöhen“, sagte er vor Journalisten in Rio de Janeiro.
Die Zustimmung der EU erfolgt etwa ohne Unterstützung Österreichs, aber auch bevölkerungsstärkerer Staaten wie Frankreich und Polen. Die nötige Mehrheit ging sich trotzdem aus. Das ablehnende Stimmverhalten wurde in erster Linie mit dem Schutz der eigenen Landwirtschaft argumentiert. Vor allem in Frankreich gibt es auch Bauernproteste. Doch die Industrie ist praktisch flächendeckend für den Abschluss gewesen. So könnten Autozulieferer aus Österreich profitieren, heißt es von Industrievertretern.

