Donnerstag, 22. Januar 2026

EU-Parlament will Recht auf Handgepäck bei Flügen

Fluggäste sollen ein Recht auf ein freies Handgepäckstück erhalten. Dafür hat sich eine große Mehrheit im EU-Parlament am Mittwoch ausgesprochen. Es braucht jedoch auch eine Zustimmung des Rates, in dem die EU-Mitgliedstaaten vertreten sind.

Das Europaparlament will die Fluggastrechte stärken. - Foto: © Shutterstock / shutterstock


Nach dem Willen des EU-Parlaments sollen Passagiere ohne zusätzliche Kosten einen persönlichen Gegenstand (etwa eine Handtasche oder einen Rucksack) sowie ein kleines Handgepäckstück mit an Bord nehmen dürfen. Das Handgepäckstück soll nicht mehr als sieben Kilogramm wiegen und alle drei Kantenmaße (Länge, Breite und Tiefe) zusammengerechnet nicht mehr als 100 Zentimeter lang sein.

Bisher erlauben manche Airlines als kostenloses Handgepäck nur einen sehr kleinen Gegenstand. Für alles andere muss extra gezahlt werden.

Geld für Verspätungen

Das Parlament will außerdem, dass Reisende bei Verspätungen ähnlich entschädigt werden wie bisher. Der Vorschlag sieht bei Verspätungen ab drei Stunden folgende Stufen vor:

– 300 Euro bei 1.500 Kilometer Entfernung (bisher: 250 Euro)

– 400 Euro bei bis zu 3.500 Kilometer Entfernung

– 600 Euro bei mehr als 3.500 Kilometer Entfernung

Die Mehrheit der EU-Verkehrsminister hatte sich dagegen im Juni dafür ausgesprochen, dass Fluggäste künftig erst ab vier Stunden Verspätung entschädigt werden und mit je nach Entfernung niedrigeren Beträgen.

Kompromiss muss gefunden werden

Um die Fluggastrechte zu überarbeiten, muss ein Kompromiss gefunden werden. Sowohl das EU-Parlament als auch der Rat müssen darüber abstimmen.

dpa

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