Die Prüfer hätten festgestellt, dass wie im Beispiel von Griechenland auch in anderen Teilen des europäischen Marktes manchmal nicht kontrolliert würde, ohne dass dafür klare Begründungen vorlägen. Dies führt laut Rechnungshof zu Lücken im System, die sich auf die Qualität und letztlich auf das Vertrauen der Verbraucher auswirken könnten.
Unterschiedliche Gesetzesauslegung
Daneben kritisieren die Prüfer, dass EU-Staaten manche Gesetze unterschiedlich auslegten oder nicht richtig anwendeten. Die entsprechenden Regeln - etwa bei der Mischung von Ölen aus unterschiedlichen Ernten - seien nicht klar genug. Geht es hingegen um die Rückstände von Pestiziden, ist die EU demnach gut aufgestellt. Hier gebe es kaum Verstöße gegen die strengen Auflagen.Der Rechnungshof fordert in seinem Bericht von der Europäischen Kommission, Regeln klarzustellen und die Mitgliedstaaten mehr in die Pflicht zu nehmen. Die EU-Kommission stellte bereits in Aussicht, mit Experten zu beraten und von den EU-Staaten weitere Informationen zu verlangen.

