Vodafone bezeichnete die erwartete Empfehlung der Radio Spectrum Policy Group als wichtigen Schritt für Europas digitale Souveränität. Dies schaffe zusätzliche Kapazitäten für schnellere Internetverbindungen, mobile Robotik oder KI-Anwendungen. Allerdings sollte hierfür auch das restliche Spektrum des Sechs-GHz-Frequenzbandes dem Mobilfunk zugänglich gemacht werden, forderte der Telekom-Konzern.
Der deutsche Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko), der deutsche Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft sowie der deutsche Verband Kommunaler Unternehmen kritisierten die geplante Entscheidung in einer gemeinsamen Erklärung dagegen scharf. WLAN auf Sechs-GHz-Basis sei eine logische Ergänzung zum Glasfaserausbau und ermögliche schnelle Internetverbindungen in privaten Haushalten und öffentlichen Gebäuden. Die EU solle daher die Verteilung des Frequenzspektrums kritisch prüfen und vor der geplanten ITU-Konferenz eine Entscheidung treffen. „Die USA, Kanada, Südkorea und mehrere südamerikanische Staaten haben bereits gezeigt, dass die vollständige Freigabe des Sechs-GHz-Bandes für WLAN die Innovationskraft und digitale Wettbewerbsfähigkeit erheblich stärkt.“

