Zwar konnte nicht jede Verzögerung verhindert werden. „Dass es an einzelnen Tagen zu Staus kommt, ist auf einer der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Europas nichts Neues“, betont HGV-Präsident Klaus Berger. „Entscheidend ist jedoch, dass die grenzüberschreitende Abstimmung der Autobahnbetreiber weiterhin funktioniert und wie bereits geschehen, auch kurzfristig und flexibel auf nicht prognostizierte Verkehrsspitzen reagiert wird, um den Verkehrsfluss und die Sicherheit zu gewährleisten.“
Bekanntlich ist seit Anfang Jänner 2025 der Verkehr auf der Luegbrücke der Brennerautobahn in Nordtirol wegen des schlechten baulichen Zustands stark eingeschränkt. Aus Sicherheitsgründen steht dort in beiden Fahrtrichtungen jeweils nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Lediglich an besonders verkehrsstarken Tagen erlaubt die Asfinag unter bestimmten Auflagen vorübergehend eine zweispurige Verkehrsführung, um Staus zu entschärfen.
Mehr Absprache im Zugverkehr gefordert
Gleichzeitig sieht der HGV beim Bahnverkehr deutlichen Verbesserungsbedarf. Während die Koordination im Straßenverkehr weitgehend funktioniere, fehle es im Bereich der Eisenbahninfrastruktur häufig an ausreichender Abstimmung. Baustellen und Einschränkungen würden oft nicht koordiniert, was regelmäßig zu massiven Beeinträchtigungen im Zugverkehr führe, kritisiert der Verband. Positiv bewertet der HGV hingegen die jüngsten Entwicklungen bei internationalen Bahnverbindungen.„Jede Investition in attraktive Zugverbindungen ist eine Investition in nachhaltige Mobilität, in den Wirtschaftsstandort Südtirol und in die Lebensqualität der Bevölkerung“, unterstreicht HGV-Direktor Raffael Mooswalder. Auch aus diesem Grund setzt der HGV gemeinsam mit dem Busunternehmen Silbernagl den Abholservice „Südtirol Transfer“ fort, der Gäste vom Bahnhof oder Flughafen zu den Unterkunftsbetrieben bringt. Dass der Service weiterhin kostendeckend angeboten werden kann, sei einer signifikanten Kofinanzierung durch den HGV zu verdanken, heißt es abschließend.

