Donnerstag, 23. Oktober 2025

Hohe Auszeichnung für Hannes Götsch, den Chef und Gründer der BASIS

Große Ehre für den Südtiroler Unternehmer Hannes Götsch: Der Gründer von BASIS Vinschgau Venosta wurde in Mailand zum „Ashoka Fellow 2025“ ernannt. Die Auszeichnung würdigt sein Engagement für gesellschaftliche Innovation und nachhaltige Regionalentwicklung. Mit dem Titel wird Götsch Teil eines weltweiten Netzwerks von Sozialunternehmern, dem Persönlichkeiten wie Jimmy Wales (Wikipedia) oder Muhammad Yunus (Grameen Bank) angehören.

Hannes Götsch wurde als Ashoka Fellow ausgezeichnet. - Foto: © MARCO TELFSER

BASIS entstand 2016 auf Initiative von Götsch, der nach Jahren in Industrie und Kulturarbeit eine neue Verbindung zwischen Wirtschaft, Technik und Gesellschaft schaffen wollte. Im Areal der ehemaligen Drusus-Kaserne in Schlanders entstand so ein lebendiger Treffpunkt für Kreative, Unternehmen und Initiativen.

„Ich wollte die lineare Wirtschaftslogik hinter mir lassen und Kultur, Technik und Gesellschaft wieder stärker miteinander verbinden“, sagt Götsch. Heute umfasst BASIS rund 5.000 Quadratmeter Innenfläche und ist mit zehn Mitarbeitenden, über 120 Mitgliedern und tausenden Besucherinnen und Besuchern jährlich zu einem der wichtigsten Innovationshubs im Alpenraum geworden.

Neben Start-up-Förderung und Kulturprojekten setzt BASIS auf Nachhaltigkeit: Mit Unterstützung des italienischen Wiederaufbauplans (PNRR) wurde die erste große Energiegemeinschaft des Vinschgaus gegründet – ein Zusammenschluss von 13 Gemeinden zur gemeinsamen Energieproduktion.

Auch kulturell ist BASIS aktiv: Der neue Club KASINO dient als multifunktionaler Veranstaltungsraum, Studio und Treffpunkt für junge Kreative.

„Alte Grenzen überwinden“

Langfristig will BASIS Brücken schlagen – zwischen Wirtschaft und Kultur, aber auch zwischen den deutsch- und italienischsprachigen Teilen Südtirols. Götsch sieht darin eine Chance: „Wenn wir die Vielfalt unserer Region nutzen, können wir alte Grenzen überwinden und neue Perspektiven schaffen.“

Mit der Auszeichnung als Ashoka Fellow erhält nicht nur Götsch internationale Anerkennung – sondern auch ein starkes Signal, dass Innovation auch abseits der Städte entstehen kann.

stol

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