Unter der Marke „Südtirol“ dürfen sich der Südtiroler Wein DOC, der Südtiroler Speck g.g.A., der Apfel g.g.A., das Schüttelbrot g.g.A. sowie der Stilfser Käse g.U. an allen Veranstaltungsorten der Spiele präsentieren (mit Ausnahme von Orten mit Exklusivrechten). Bedeutet: Südtiroler Produkte dürfen an jeder Wettkampfstätte verkauft und verabreicht werden.
Das Catering ist angehalten, vor allem regionale Produkte mit geschützter Ursprungsbezeichnung zu bevorzugen. „Vor allem in Antholz sollen Wein, Äpfel, Speck, Schüttelbrot und Stilfser Käse vorrangig verwendet werden“, betont Thomas Fill, Agrardirektor bei der IDM. „Wenn die Welt bei uns zu Gast ist, dann ist es wichtig, dass wir auch unsere Produkte in den Vordergrund stellen.“
Milch als Sonderfall
Auch Südtiroler Milch darf in Antholz verwendet werden, obwohl sie nicht explizit im Vertrag berücksichtigt ist. Die Verhandlungen dazu waren zäh. Der Grund: ein Exklusivvertrag des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) mit Coca-Cola, das sich umfassende Rechte auf Milch- und Molkereiprodukte an den Austragungsorten gesichert hat.Marketingchance mit hohem Wert
Zwar dürfen die einzelnen Produzenten selbst nicht mit dem offiziellen Olympia-Logo werben, doch die Dachmarke „Südtirol“ sehr wohl. „Dieses Recht ist vom IOC sehr streng und detailliert geregelt, denn es hat einen sehr hohen werblichen Wert“, erklärt IDM-Präsident Hansi Pichler.Die Kosten für die Werberechte tragen das Land und die beteiligten Konsortien. Für Pichler eine lohnende Investition: „Wir nutzen dieses Recht für umfangreiche Marketingaktivitäten, die wir als IDM umsetzen, von der Kommunikationskampagne für den italienischen Markt, die im Herbst starten wird, über Influencer-Marketing bis zur Erstellung von Werbemitteln und Südtirol-Gadgets.“ Wie hoch das Sponsoring-Volumen ist, bleibt aus Gründen der Vertraulichkeit geheim, heißt es von Seiten der IDM.

