Indien benötigt für seine wachsende Stahlindustrie und den Ausbau der Infrastruktur dringend Rohstoffe wie Eisenerz. Bei diesen Rohstoffen zählt Brasilien zu den weltweit führenden Produzenten.
Das Handelsvolumen zwischen den beiden Brics-Staaten liegt derzeit bei rund 15 Milliarden Dollar. Brasilien ist damit bereits der wichtigste Handelspartner Indiens in Lateinamerika. Lula sprach sich während seines dreitägigen Staatsbesuchs dafür aus, Geschäfte künftig verstärkt in den eigenen Landeswährungen statt in US-Dollar abzuwickeln. Spekulationen über eine gemeinsame Währung der Brics-Gruppe erteilte er jedoch eine Absage. Neben dem Rohstoffsektor wollen die beiden seit 2006 strategisch verbündeten Länder künftig auch bei Technologie, Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz (KI) und Halbleitern enger kooperieren.

