Das von Rom angestrebte Defizit von 3,0 Prozent hätte einen Weg aus dem Defizitverfahren der Brüsseler Behörde noch in diesem Jahr ebnen können, ein Jahr früher als geplant. Dies hätte der Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni vor der Wahl 2027 mehr Spielraum bei den Ausgaben verschafft. Noch in der vergangenen Woche hatte Meloni erklärt, sie erwarte für 2025 ein Defizit von „unter drei Prozent“. Für das laufende Jahr 2026 peilt Italien 2,8 Prozent an.
Die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone wuchs 2025 um 0,5 Prozent, wie die Statistikbehörde weiter mitteilte. Dies entsprach dem zuletzt nach unten korrigierten Ziel der Regierung. Für dieses Jahr prognostiziert die Regierung in Rom 0,7 Prozent. Trotz europäischer Mittel für Investitionen aus den EU-Aufbaufonds nach der Corona-Pandemie wäre dies das vierte Jahr in Folge mit einem Wachstum von unter einem Prozent.

