Dienstag, 1. Juli 2025

Kampf gegen Geldwäsche: Neue EU-Behörde gegründet

Kriminalität, Korruption, Schwarzarbeit: Jährlich werden Milliardenbeträge aus illegalen Quellen in Europa in die reguläre Wirtschaft geschleust. Jetzt soll eine neue EU-Behörde in Frankfurt Geldwäsche effektiver bekämpfen.

Die EU sagt der Geldwäsche den Kampf an. - Foto: © APA / HARALD SCHNEIDER

Dazu hat die EU eine neue Instanz geschaffen – die „Anti-Money Laundering Authority“ (Amla). Nun nimmt sie ihre Arbeit auf. Der Sitz liegt im Frankfurter Messeturm.

Aufgabe der Amla ist es, rund 40 grenzüberschreitend tätige Banken mit hohen Geldwäscherisiken direkt zu beaufsichtigen, einschließlich Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen. Zudem soll die EU-Behörde die nationalen Aufsichtsbehörden koordinieren und unterstützen.

„Wir haben aktuell 27 verschiedene Systeme in ganz Europa, mit denen Geldwäsche bekämpft werden soll“, sagte Amla-Chefin Bruna Szego. Das System müsse einheitlich werden. „Es darf keine Lücken darin geben, die Kriminelle nutzen können.“ Die Amla werde dazu beitragen, schwere Verbrechen wie organisierte Kriminalität, Drogen- oder Menschenhandel und Terrorismus zu reduzieren.

dpa

Alle Meldungen zu:

Kommentare
Kommentar verfassen
Bitte melden Sie sich an um einen Kommentar zu schreiben
senden