Im ersten Moment dachte ich: Typisch Grödner. Geschäftstüchtig bis zum letzten Quadratmeter. Doch beim zweiten Hinsehen war klar: Der Mann hat schlicht die Nase voll. Zu viele Wanderer, zu viel Müll, zu viele Selfies. Also griff er zur Selbsthilfe – und zur Ticketlösung. Ein Protest. Oder einfach nur konsequent.
Wir sind ein Urlaubsland. Ein beliebtes. Und in manchen Gegenden ist das Maß längst voll: Kolonnen auf den Steigen, Drohnen am Himmel, Passstraßen als Rennstrecken.
Vom Idyll bleibt mitunter nur ein Trampelpfad – und die Suche nach einem Parkplatz. So wird der See zur Eventzone, die Alm zur Erlebnisfläche. Aber das gilt nicht für das ganze Land. Einige Ecken träumen – überspitzt gesagt – noch vom ersten Gast.
Deshalb: Bitte nicht pauschal mit dem Schlagwort „Overtourism“ wedeln. Aber wo es brummt, braucht es Regeln. Und vielleicht auch Preisschilder.
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