Journalisten im Streik gegen Übernahme
Die Übernahme der beiden renommierten Zeitungen ist umstritten. Die Redaktionen von „La Repubblica“ und „La Stampa“ hatten dagegen in den vergangenen Monaten mehrmals gestreikt. (STOL hat berichtet)Die Zeitung aus Rom feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Die Geschichte von „La Stampa“ aus der norditalienischen Metropole Turin reicht bis 1867. Wie in vielen anderen Ländern verliert auch Italiens Tagespresse seit Jahren massiv an Auflage.
Mit dem Verkauf zieht sich die Familie Agnelli-Elkann aus dem Mediengeschäft in ihrem Heimatland zurück. Ihre Anteile am einflussreichen Wochenmagazin „The Economist“ aus London behält sie. Der Agnelli-Erbe und Chef der Familien-Holding John Elkann versicherte, dass sich an der journalistischen Freiheit der beiden Blätter nichts ändern werde. „La Repubblica“ verfolgt einen kritischen Kurs gegen die rechte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. „La Stampa“ ist in der Mitte angesiedelt.

