Mittwoch, 15. April 2026

Leitner&Co: Rekordjahr für HTI-Gruppe

Die Unternehmensgruppe HTI (Leitner, Prinoth, Demaclenko) wächst wieder kräftig: Der Südtiroler Konzern hat das Jahr 2025 mit einem Rekordumsatz abgeschlossen.

In Frankreich wurde mit einer urbanen Seilbahn in Ajaccio ein neues Mobilitätsprojekt umgesetzt. - Foto: © HTI


Die Unternehmensgruppe HTI ist weltweit in den Bereichen Seilbahnen (Leitner, Poma, Bartholet), Pistenfahrzeuge, Kettennutzfahrzeuge und Vegetationsmanagement (Prinoth und Jarraff), Beschneiungsanlagen und Staubbindesysteme (Demaclenko, Hkd und Wlp), Windenergie (Leitwind), Wasserkraft (Troyer) und digitalisierte Verwaltung von Skigebieten (Skadii) tätig.

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete sie mit ihren mittlerweile rund 5.000 Mitarbeitern weltweit insgesamt einen Umsatz von 1,622 Milliarden Euro – 15,8 Prozent mehr als im Vorjahr und so viel wie noch nie, wie das Unternehmen mitteilt.


Unsere Strategie hat sich erneut als erfolgreich erwiesen. Sie basiert auf drei Grundpfeilern: Diversifizierung, Internationalisierung und Innovation. Vor allem aber auf den Leistungen und der Kompetenz unserer Mitarbeitenden.
Anton Seeber, HTI-Präsident



„Das ist ein bedeutendes Ergebnis, das einmal mehr unsere unternehmerische Vision von Innovation, Internationalisierung und Diversifizierung belohnt und bestätigt“, kommentierte Präsident Anton Seeber kürzlich bei der traditionellen Jahresabschlussfeier im Prinoth-Werk in Sterzing.

Gleichzeitig hat die HTI-Gruppe rund 42,5 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung ausgegeben und 3,3 Millionen Euro in die Weiterbildung der Beschäftigten investiert.

Den Großteil ihres Umsatzes (43 Prozent) erzielt die Gruppe im Alpenraum, 26 Prozent in Nordamerika, elf Prozent in Asien und 9,5 Prozent in Mittel- und Südamerika.
Den größten Anteil nimmt dabei unverändert der Seilbahnbereich ein, der 60 Prozent des Konzernumsatzes ausmacht. Insgesamt wurden im Jahr 2025 über 80 neue Seilbahnen installiert, über 1.000 Pistenfahrzeuge und Kettennutzfahrzeuge sowie über 2.000 Schneeerzeuger verkauft.

„Unsere Strategie hat sich erneut als erfolgreich erwiesen. Sie basiert auf drei Grundpfeilern: Diversifizierung, Internationalisierung und Innovation. Vor allem aber auf den Leistungen und der Kompetenz unserer Mitarbeitenden“, kommentiert HTI-Präsident Seeber.

Starke Entwicklung im Bereich Seilbahnen

Für die Seilbahnunternehmen war 2025 ein Jahr der Superlative, wie es aus dem Unternehmen heißt. Leitner, Poma und Bartholet stellten 2025 unter anderem Anlagen in Spanien, Norwegen, Argentinien, Kolumbien, China, Japan, Vietnam, Algerien und Madagaskar fertig.

Eine besonders starke Rückkehr feierte Leitner am italienischen Markt. Dort wurden in der vergangenen Saison 18 Anlagen mit einem Modernisierungsvolumen von insgesamt 85 Millionen Euro eröffnet.


Beim traditionellen Jahresabschlussfest (von links): Michl Seeber, Seniorchef der HTI-Gruppe, Landesrat Daniel Alfreider, UVS-Präsident Alexander Rieper, Prinoth-Präsident Klaus Tonhäuser, HTI-Präsident Anton Seeber und HTI-Vorstand Martin Leitner. - Foto: © HTI


Aber auch in den anderen Bereichen fällt die Bilanz positiv aus. So lieferte HTI unter anderem im Umfeld der Olympischen Winterspiele 2026 eine Seilbahnanlage sowie Beschneiungstechnologie für die Skisprungschanze von Predazzo. Im Fahrzeugsegment brachte Prinoth ein Spezialfahrzeug für extreme Einsätze auf den Markt, das unter anderem in der Antarktis eingesetzt wird. Und in Nordamerika wurden 16 neue Seilbahnanlagen errichtet, während in Frankreich mit einer urbanen Seilbahn in Ajaccio ein neues Mobilitätsprojekt umgesetzt wurde.

Ausblick: Großprojekte und neue Technologien

Für 2026 kündigt HTI zahlreiche Projekte an. Zu den wichtigsten zählt eine rund sechs Kilometer lange Seilbahn im Skigebiet Cervino im Aostatal. International plant das Unternehmen unter anderem mehrere urbane Seilbahnen in Mexiko sowie ein Großprojekt in Indien, wo derzeit eine städtische Seilbahn für die Millionenstadt Varanasi entsteht. Am Bauprogramm der Gruppe findet sich weiterhin eine Seilbahn im Himalaya.
Auch technologisch wird die Gruppe neue Akzente setzen, unter anderem mit einem neuen Schneeerzeuger, der insbesondere bei Grenztemperaturen mehr Schnee in besserer Qualität und bei deutlich geringerem Energieverbrauch produzieren kann.

gam

Alle Meldungen zu:

Kommentare
Kommentar verfassen
Bitte melden Sie sich an um einen Kommentar zu schreiben
senden