Was 1948 als Mustermesse auf dem Gerichtsplatz begann und 1998 in Herbstmesse umbenannt wurde, wird künftig zu „Good Life“. Die „Mutter aller Messen“ erhält eine umfassende Neuausrichtung.
Notwendig geworden sei dieser Schritt deshalb, weil die Herbstmesse im Laufe der Jahre „ausgehöhlt wurde“, erklärte Messe-Präsidentin Greti Ladurner bei der Präsentation. Zentrale Themen wie Landwirtschaft, Tourismus oder Freizeit seien in eigene Fachmessen ausgelagert worden. Eine grundlegende Neuausrichtung war daher notwendig.
Die Messe fürs gute Leben – „Biolife“ als Herzstück
„Basierend auf den alten Stärken der einstigen Mustermesse haben wir neue Ideen entwickelt“, erklärte Messe-Direktor Thomas Mur. In der Nachkriegszeit habe die Mustermesse vor allem der Gemeinschaft gedient, Austausch ermöglicht und Tradition mit Innovation verbunden – genau diesen Ansatz wolle man mit „Good Life“ wieder aufgreifen.Unter dem neuen Namen werden die bisherige Herbstmesse und die „Biolife“ zusammengeführt. Im Mittelpunkt stehen künftig die Themen Lebensmittel und Genuss, Arbeit und Wirtschaft, Familie und Gemeinschaft, Wohnen, gesundes langes Leben, Mobilität, Kultur und Mode.
Neues Konzept für die Messehallen
Auch das Messeformat wird überarbeitet: weniger dicht gereihte Stände, dafür mehr Räume für Begegnung. „Wir planen eine klarere Struktur mit breiten Alleen, Ruhezonen und Marktplätzen“, so Mur. Ziel sei es, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und den Besuchern mehr Orientierung zu bieten.Die Schirmherrschaft übernehmen die Stadt Bozen und das Land Südtirol. Zudem laufen Gespräche mit Dachverbänden und Institutionen, um die Messe auf eine breite Trägerschaft zu stellen. „Good Life“ soll sichtbar machen, dass ein gutes Leben starke öffentliche Dienste braucht. Eine bürgernahe Verwaltung erleichtert den Alltag, schafft Vertrauen und stärkt die Teilhabe“, sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher.
Die allererste Ausgabe von „Good Life“ findet vom 13. bis 15. November 2026 in der Messe Bozen statt.

