Montag, 4. August 2025

Shein muss eine Million Euro Strafe zahlen

Die italienische Wettbewerbsbehörde (AGCM) hat gegen Infinite Styles Services, das in Europa für die Verkaufsplattform Shein zuständig ist, eine Geldstrafe von einer Million Euro verhängt. Grund seien irreführende oder unvollständige Behauptungen über das Recycling ihrer Kleidung.

Der chinesische Onlinehändler Shein verkauft vor allem Fast-Fashion. - Foto: © APA/AFP / MANAN VATSYAYANA


Shein behauptet, dass bestimmte Kleidungsstücke vollständig recycelbar oder Teil eines „Kreislaufsystems“ seien – was angesichts verwendeter Materialien und aktueller Recyclingmethoden nicht zutrifft, behauptet die italienische Wettbewerbsbehörde. Die beworbene Linie „evoluSHEIN by Design“ wurde als „grün“ dargestellt, ohne konkrete Umweltvorteile über den gesamten Produktlebenszyklus aufzuzeigen. Zudem wurde nicht offengelegt, dass diese Linie nur einen kleinen Teil des Gesamtangebots ausmache.

Klimaziele widersprüchlich

Auch Sheins öffentliche Klimaziele – minus 25 Prozent Emissionen bis 2030, Null bis 2050 – wurden als ungenau und widersprüchlich bewertet, da die CO2-Emissionen des Unternehmens 2023–2024 weiter steigen. Shein trage als Akteur der stark umweltbelastenden „Fast Fashion“-Industrie eine besondere Verantwortung, kritisierte die italienische Behörde.

apa

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