Dienstag, 5. August 2025

Sparkasse verdiente knapp 60 Millionen Euro

Die Südtiroler Sparkasse legte gute Zahlen vor: Der Reingewinn auf Gruppenebene belief sich bis Ende Juni auf 59,8 Millionen Euro – ein leichtes Plus von 0,1 Prozent gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Dies teilte die Bank mit.

Die Sparkassen-Führung (von links): Nicola Calabró (Generaldirektor), Gerhard Brandstätter (Präsident) und Carlo Costa (Vizepräsident). sparkasse - Foto: © sparkasse

„Das erste Halbjahr 2025 bestätigte die ausgezeichnete Verfassung unserer Bankengruppe“, erklärte Präsident Gerhard Brandstätter. Besonders erfreulich sei die gestärkte Kapitalbasis gewesen – ein „wichtiges Signal der Solidität“. Die harte Kernkapitalquote verbesserte sich deutlich auf 17,1 Prozent, auch die Gesamtkapitalquote legte auf 18,8 Prozent zu.

Ausleihungen und Einlagen stiegen in den ersten sechs Monaten jeweils um 1,6 Prozent auf 10 bzw. 19,6 Milliarden Euro. „Der Zuwachs dieser Posten zeigte die Fähigkeit der Gruppe Sparkasse auf, Unternehmen und Familien weiterhin mit Finanzierungen zu unterstützen und gleichzeitig eine exzellente Beratung in der Geldanlage anzubieten.“ Besonders stark entwickelte sich das Vermittlungsgeschäft, das dank hoher Neuzuflüsse um 7,2 Prozent wuchs – mit weiterhin erfreulichem Trend.

Hohe Kreditqualität

Die Kreditqualität blieb auf hohem Niveau: Die NPL-Quote netto lag bei nur 1,8 Prozent, der Deckungsgrad bei über 51 Prozent. Das bedeutete: Nur ein kleiner Teil der vergebenen Kredite galt als ausfallgefährdet – und davon war mehr als die Hälfte durch Rückstellungen abgesichert.

Der Zinsertrag kletterte um 3,4 Prozent auf 148,6 Millionen Euro, der Provisionsertrag um 4,8 Prozent auf 60 Millionen Euro.

Generaldirektor Nicola Calabrò hielt fest: „Die Gruppe Sparkasse erzielte Ergebnisse, die über die von uns gesetzten Ziele hinausgingen. Die Erträge stiegen, die Kosten sanken, die Kreditrisiken verringerten sich.“

Das wachsende Vertrauen der Anleger spiegelte sich auch in der Kursentwicklung der Aktie wider. Der Aktienkurs der Sparkasse legte deutlich zu: Von 10,40 Euro im Juli 2024 auf 13,95 Euro – ein klarer Vertrauensbeweis der Anleger.

Erste „grüne“ Anleihe

Ein Meilenstein war die erste grüne Anleihe in der Geschichte der Sparkasse: Im Juli sammelte die Bank 100 Millionen Euro bei institutionellen Investoren ein. Das Geld soll gezielt für die Finanzierung und Refinanzierung nachhaltiger Projekte verwendet werden – etwa im Bereich erneuerbare Energien, Energieeffizienz oder umweltfreundlicher Mobilität.

stol

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