Freitag, 27. Juni 2025

Südtirols stilles Potenzial: Fast 14.000 Arbeitskräfte ungenutzt

Im Südtiroler Arbeitsmarkt schlummert jede Menge Potenzial. Fast 14.000 Menschen stehen dem Arbeitsmarkt derzeit nur eingeschränkt oder gar nicht zur Verfügung, zeigt eine Astat-Studie.

In den vergangenen Jahren wurde immer besser das ungenutzte Potential an Arbeitskräften ausgeschöpft. - Foto: © 37456



Das ungenutzte Arbeitskräftepotenzial setzt sich aus drei Gruppen zusammen: 5.185 Arbeitslosen, die aktiv auf Jobsuche sind, 3.090 Teilzeitbeschäftigten, die gerne mehr arbeiten würden (Unterbeschäftigte), sowie 5.477 Personen der sogenannten „stillen Reserve“. Letztere umfasst Nicht-Erwerbstätige, die zwar gern arbeiten würden, aber derzeit nicht aktiv nach einer Arbeit suchen – etwa, weil sie aktuell keine Kinderbetreuung haben oder noch in Ausbildung sind.

Zusammengerechnet kommt das Astat auf 13.752 ungenutzte Arbeitskräfte.

Ungenutztes Potential wird immer besser ausgeschöpft

Zwischen 2021 und 2024 ist das ungenutzte Arbeitskräftepotenzial in Südtirol deutlich gesunken, und zwar um rund die Hälfte – von 27.643 auf 13.752 Personen. Das zeigt: Es ist gelungen, viele Menschen, die zuvor außen vor geblieben waren, besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Gerade die „stille Reserve“ schrumpfte deutlich: Ihr Umfang ging um mehr als 8.500 Personen zurück. Ebenfalls stark rückläufig ist die Zahl der Arbeitslosen, die von 9.904 im Jahr 2021 auf 5.185 im Jahr 2024 sank.

Bei der Verteilung nach Geschlecht zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede: Zur Gruppe der Teilzeit-Unterbeschäftigung und der „stillen Reserve“ zählen vor allem Frauen.

ber

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