Ein Standort, der Talente hält, ist ein Standort, der gewinnt
Für den hds ist Gleichstellung kein reines Image-Thema, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Wo etwa Betreuungsangebote fehlen und Lebensrealitäten dauerhaft nicht mit der Arbeitswelt zusammenpassen, entstehen Produktivitätsverluste – für Beschäftigte ebenso wie für Unternehmen. Und wo Frauen sich noch immer zwischen Familie und beruflicher Entwicklung entscheiden müssen, verliert am Ende der gesamte Standort: Betriebe, Kundinnen und Kunden, die öffentliche Hand.
„Es ist höchste Zeit, Gleichstellung so zu behandeln wie Infrastruktur: Man investiert hinein, weil es sich rechnet – gesellschaftlich und wirtschaftlich. Entscheidend sind Rahmenbedingungen, die für Betriebe umsetzbar sind und zugleich faire Chancen ermöglichen“, betonen Moser und Mayr.
Der hds will den Tag der Frau nicht mit wohlklingenden Phrasen füllen, sondern mit klaren Handlungsfeldern:
Wettbewerbsvorteile schaffen
Arbeitsmodelle müssen zur Realität von Betrieben und Beschäftigten passen. Wo möglich, können klare, faire Regelungen – etwa planbare Einsatzzeiten sowie tragfähige Teilzeit- und Rückkehrmöglichkeiten – Entwicklung fördern und die Attraktivität als Arbeitgeber stärken.
Kinderbetreuung und Pflege sind Wirtschaftsfaktoren.
Wer mehr Erwerbstätigkeit will, braucht mehr Betreuungsplätze, passende Öffnungszeiten und Entlastung für pflegende Angehörige. Das ist nicht „Privatsache“, sondern auch Aufgabe der öffentlichen Hand und Voraussetzung dafür, dass Betriebe Personal finden und halten.
Führung muss für alle erreichbar sein
Führung und Verantwortung sollen für alle erreichbar sein, die sie übernehmen können und wollen. Transparente Karrierewege, Mentoring, gezielte Weiterbildung und die konsequente und bewusste Förderung von weiblichen Talenten sind das beste Gegenmittel gegen die „gläserne Decke“ – und gegen den Verlust von Leistungsträgerinnen.
Mehr Konsequenz und Umsetzung
„Gleichstellung beginnt mit Entscheidungen – in Unternehmen, Gemeinden, Verbänden, Politik und Familien“, so Mayr. „Der Tag der Frau erinnert uns daran, dass gleiche Chancen eigentlich selbstverständlich sein sollten. Dass sie es noch nicht überall sind, ist Auftrag und Motivation zugleich: dranzubleiben – pragmatisch, lösungsorientiert und mit einem klaren Ziel.“Der hds ruft Unternehmen und Institutionen dazu auf, Gleichstellung als Teil einer modernen Standortstrategie zu verstehen: als Investition in Talente, Stabilität und Wachstum.

