„Übernutzung gefährdet Balance zwischen Gästen und Einheimischen“
„Der Aufruf zu einer Kontingentierung ist nicht nur berechtigt, sondern dringend notwendig“, betont Moser. „Südtirol und somit auch weite Teile des Handels, der Gastronomie und der Dienstleistungen leben vom Tourismus – aber nur dann, wenn Gäste wie Einheimische gleichermaßen von dessen Qualität profitieren. Eine Übernutzung gefährdet genau diese Balance und ist für alle Betroffenen unzumutbar geworden.“Die Seceda sei ein Paradebeispiel für die Chancen, aber auch die Herausforderungen des touristischen Erfolgs. Der ungebremste Zustrom führe zu Belastungen für Umwelt, Infrastruktur und Lebensqualität – Probleme, die in der lokalen Wirtschaft deutlich spürbar seien.
„Beispiel Prags zeigt, dass solche Modelle funktionieren können“
„Was wir brauchen, ist ein Miteinander statt eines Zuviels. Qualität vor Quantität. Struktur statt Überforderung“, so Moser. Aktuell gehe es um Seceda – aber es müsse hier weitergedacht werden, um bei Überschreitung von Grenzen generell schnell Maßnahmen umsetzen zu können.Der hds-Präsident unterstreicht die Wichtigkeit eines durchdachten Lenkungsmodells mit klaren Regeln und Verbindlichkeiten – etwa in Form von Vormerkungspflichten oder Besucher-Obergrenzen. „Das Beispiel Prags hat gezeigt, dass solche Modelle funktionieren können, wenn sie transparent kommuniziert und konsequent umgesetzt werden.“

