Freitag, 25. Juli 2025

„Tourismus braucht Maß“: hds unterstützt Hotspot-Management an der Seceda

„Der für Südtirol wichtige Tourismus braucht Maß, Rücksicht und klare Lenkung – zum Wohle aller“: Philipp Moser, Präsident des Handels- und Dienstleistungsverbands Südtirol (hds), begrüßt die Überlegungen von Tourismuslandesrat Luis Walcher zur Einführung eines effektiven Hotspot-Managements an der Seceda.

„Der Aufruf zu einer Kontingentierung ist nicht nur berechtigt, sondern dringend notwendig“, meint hds-Präsident Philipp Moser zu einem möglichen Hotspot-Management an der Seceda. - Foto: © Alfred Tschager


„Übernutzung gefährdet Balance zwischen Gästen und Einheimischen“

„Der Aufruf zu einer Kontingentierung ist nicht nur berechtigt, sondern dringend notwendig“, betont Moser. „Südtirol und somit auch weite Teile des Handels, der Gastronomie und der Dienstleistungen leben vom Tourismus – aber nur dann, wenn Gäste wie Einheimische gleichermaßen von dessen Qualität profitieren. Eine Übernutzung gefährdet genau diese Balance und ist für alle Betroffenen unzumutbar geworden.“



Die Seceda sei ein Paradebeispiel für die Chancen, aber auch die Herausforderungen des touristischen Erfolgs. Der ungebremste Zustrom führe zu Belastungen für Umwelt, Infrastruktur und Lebensqualität – Probleme, die in der lokalen Wirtschaft deutlich spürbar seien.

„Beispiel Prags zeigt, dass solche Modelle funktionieren können“

„Was wir brauchen, ist ein Miteinander statt eines Zuviels. Qualität vor Quantität. Struktur statt Überforderung“, so Moser. Aktuell gehe es um Seceda – aber es müsse hier weitergedacht werden, um bei Überschreitung von Grenzen generell schnell Maßnahmen umsetzen zu können.



Der hds-Präsident unterstreicht die Wichtigkeit eines durchdachten Lenkungsmodells mit klaren Regeln und Verbindlichkeiten – etwa in Form von Vormerkungspflichten oder Besucher-Obergrenzen. „Das Beispiel Prags hat gezeigt, dass solche Modelle funktionieren können, wenn sie transparent kommuniziert und konsequent umgesetzt werden.“

Verantwortung tragen für Gäste, Bürger und kommende Generationen

Moser ruft zu einer engen Zusammenarbeit zwischen Landesverwaltung, Gemeinden, Tourismusorganisationen und den betroffenen Wirtschaftsakteuren auf: „Die Herausforderungen sind lösbar – aber nur gemeinsam. Als hds stehen wir bereit, konstruktiv mitzuarbeiten und Lösungen mitzutragen, die unsere Lebensräume und unsere wirtschaftliche Zukunft gleichermaßen sichern. Wir tragen Verantwortung: für unsere Gäste, für die Bevölkerung und für die kommenden Generationen“, schließt Moser.

stol

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