Donnerstag, 5. Juni 2025

„Watschn“ mit Ansage für den Arbeitsmarkt

„Ob es gelingt, Fachkräfte anzuwerben und zu halten, hängt davon ab, wie attraktiv die Rahmenbedingungen sind.“ Ein Kommentar von „Dolomiten“-Redakteur Josef Bertignoll.

Laut Prognosen werden in den nächsten 15 Jahren in Südtirol 70.000 Arbeitskräfte in Pension gehen. - Foto: © 37456

Der demografische Wandel wird auch Südtirol treffen – wie eine „Watschn“, nur mit Ansage. Laut Prognosen werden in den nächsten 15 Jahren 70.000 Arbeitskräfte in Pension gehen (Hier lesen Sie mehr dazu).

Doch auf der Suche nach Fachkräften öffnet sich für Südtirol gerade ein Gelegenheitsfenster: Während Deutschland und Österreich wirtschaftlich zwischen Stagnation und Rezession taumeln und Konzerne wie VW, Bosch & Co. Stellen abbauen, bietet sich die Chance, lang ersehnte Talente hierher zu locken.

Ob es gelingt, Fachkräfte anzuwerben und zu halten, hängt davon ab, wie attraktiv die Rahmenbedingungen sind.
Josef Bertignoll


Ob es gelingt, Fachkräfte anzuwerben und zu halten, hängt davon ab, wie attraktiv die Rahmenbedingungen sind.

Wer schon nicht mit dem wichtigsten Köder – dem Gehalt – im österreichischen und deutschen Teich fischen kann, weil die Löhne hier nicht mithalten können, muss etwa mit leistbarem Wohnraum, besserer Vereinbarkeit von Familie und Beruf und einem attraktiven Bildungsangebot punkten.

Gerade Letzteres ist ein Hoffnungsträger: Die Universität Bozen erkennt den Nerv der Zeit – etwa mit der Einführung von Teilzeitstudien.

josef.bertignoll@athesia.it

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stol