Freitag, 12. Dezember 2025

So läuft das Weihnachtsgeschäft in Südtirol

„Wer jetzt vor Ort einkauft, macht auch unseren lebendigen Dörfern und Städten ein Geschenk“, sagt Philipp Moser, Präsident des Handels- und Dienstleistungsverbands Südtirol (hds) und blickt auf ein verhalten optimistisches Bild: In den Städten und Orten ist sehr viel los, die Plätze und Straßen weisen gute Frequenzen auf – in den Geschäften selbst ist die Lage jedoch deutlich differenzierter.

„Wer jetzt vor Ort einkauft, macht auch unseren lebendigen Dörfern und Städten ein Geschenk.“ - Foto: © Friso Gentsch/dpa / Friso Gentsch


Zu den Christkindlmärkten meint hds-Präsident Philipp Moser: „Sie sind ein starkes Aushängeschild für Südtirol. Die Märkte sind bestens besucht und sie bringen Tourismus, Gastronomie und Hotellerie wichtige Impulse. Viele Gäste kommen jedes Jahr wieder – das stärkt langfristig auch den Handel.“

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Non-Food-Fachhandel berichtet von vielen „Schau-Kunden“

Im bisherigen Verlauf des Weihnachtsgeschäfts zeigt sich im Einzelhandel eine differenzierte Lage: Branchen wie Lebensmittel-Spezialitäten, regionale Produkte, Spielwaren, Elektronik und Kleingeräte sowie Kosmetik und Parfümerie melden zumeist zufriedenstellende Umsätze. Mode, Textil und Teile des klassischen Non-Food-Fachhandels berichten hingegen von Zurückhaltung und vielen „Schau-Kunden“ – hier hat der Black Friday bereits einiges an Käufen vorweggenommen, vor allem im Modebereich.

Wer jetzt in Südtirol einkauft, investiert in Arbeitsplätze, Lehrstellen und die Lebendigkeit unserer Dörfer und Städte.“, so der Appell von hds-Präsident Philipp Moser. - Foto: © Alfred Tschager


Letztes Adventswochenende und Tage vor Weihnachten entscheidend

Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt: Das letzte Adventswochenende und die Tage direkt vor Weihnachten bleiben entscheidend. „Viele Südtirolerinnen und Südtiroler sind Kurzentschlossene – insbesondere bei Geschenken im mittleren und höheren Preissegment oder dort, wo Beratung wichtig ist“, erklärt Moser. Der Handel erwartet deshalb deutlich mehr Frequenz in den Innenstädten und Ortszentren, sobald die Menschen ihre konkrete Geschenkeliste in der Hand haben. Auch das Wetter spielt mit: Gutes Wetter bringt mehr Bummel, schlechtes eher gezielte Einkaufstrips.

Italiener geben im Schnitt 211 Euro pro Kopf für Weihnachtsgeschenke aus

Laut den Erhebungen des gesamtstaatlichen Dachverbandes Confommercio geben die Menschen in Italien im Schnitt rund 211 Euro pro Kopf für Weihnachtsgeschenke aus, insgesamt etwas über 10 Milliarden Euro – und deutlich mehr Menschen als im Vorjahr möchten wieder schenken. Trotz aller Veränderungen im Konsumverhalten bleibt Weihnachten eine emotionale und wirtschaftlich bedeutende Zeit. Die gesamtstaatlichen Daten zeigen, dass die 13. Gehälter wieder verstärkt in den Konsum fließen – im Dezember sind es knapp 50 Milliarden Euro, im Schnitt fast 2.000 Euro pro Familie.

„Ich wünsche mir, dass wir heuer nicht nur schöne Geschenke machen, sondern auch unserem lokalen Handel ein Geschenk machen – indem wir ganz bewusst vor Ort einkaufen. Wer jetzt in Südtirol einkauft, investiert in Arbeitsplätze, Lehrstellen und die Lebendigkeit unserer Dörfer und Städte.“, so der abschließende Appell von hds-Präsident Philipp Moser.

stol

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