Mittwoch, 15. April 2026

Weltbank stellt bis zu 100 Milliarden Dollar wegen Nahost-Krieg bereit

Die Weltbank stellt vom Nahost-Krieg schwer getroffenen Staaten in den kommenden 15 Monaten Finanzhilfen von 80 bis 100 Milliarden Dollar in Aussicht. Dies kündigte Weltbank-Präsident Ajay Banga am Dienstag am Rande der Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) an. Das mögliche Hilfspaket wäre umfangreicher als die 70 Milliarden Dollar, die während der Corona-Pandemie bereitgestellt wurden.

Die Weltwirtschaft könne sich bei einem schnellen Ende des Krieges schnell erholen, sagte IWF-Chefin Kristalina Georgieva. - Foto: © APA/afp / KENT NISHIMURA

In den kommenden Monaten könnten zunächst 20 bis 25 Milliarden Dollar fließen, erklärte Banga. Weitere 30 bis 40 Milliarden Dollar könnten in etwa sechs Monaten durch die Umschichtung bestehender Programme folgen.

Die Ankündigung unterstreicht die wachsende Sorge vor den wirtschaftlichen Folgen des Krieges. Der IWF hatte kurz zuvor seine globale Wachstumsprognose wegen der stark gestiegenen Energiepreise gesenkt. Ohne den Konflikt hätte der Fonds seine Prognose sogar leicht auf 3,4 Prozent angehoben.

Die Weltwirtschaft könne sich bei einem schnellen Ende des Krieges schnell erholen, sagte IWF-Chefin Kristalina Georgieva. Sollte er sich jedoch über den Sommer hinziehen, werde sich die Lage verschlechtern. Sowohl Banga als auch Georgieva mahnten die Länder, auf gezielte und zeitlich begrenzte Hilfen zu setzen, anstatt breite Subventionen zu gewähren, die die Inflation weiter anheizen könnten.

apa

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