Freitag, 12. Dezember 2025

Zwischenbilanz: Gemischtes Bild im Weihnachtsgeschäft

Südtirols Einzelhändler ziehen zur Mitte des Weihnachtsgeschäfts ein gemischtes Fazit. Während manche Branchen bereits profitieren, warten andere auf die entscheidenden Last-Minute-Käufer, so der Handels- und Dienstleistungsverband (hds).

Halbzeit im Weihnachtsgeschäft. - Foto: © dpa-tmn / Daniel Bockwoldt

Nur noch weniger als zwei Wochen bleiben für die Geschenke-Suche. Laut einer Erhebung von Confcommercio wollen heuer 81 Prozent der Konsumenten etwas zu Weihnachten verschenken. Im Schnitt werden dafür pro Kopf rund 200 Euro eingeplant. Damit bewegt sich das Budget auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr.

Den vorweihnachtlichen Kaufansturm spüren bislang nicht alle Einzelhändler in Südtirol. Zwar berichten Anbieter von Lebensmittelspezialitäten und regionalen Produkten über zufriedenstellende Umsätze, doch gerade im Mode- und Textilbereich zeigt sich laut Handelsverband hds Zurückhaltung. Das habe auch damit zu tun, dass der „Black Friday“ bereits einige Käufe vorweggenommen habe, so der Verband.

Moser: „Viele sind Kurzentschlossene“

Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt: Besonders das letzte Adventswochenende sowie die Tage unmittelbar vor Heiligabend sind entscheidend für den Handel. „Viele Südtirolerinnen und Südtiroler sind Kurzentschlossene – insbesondere bei Geschenken im mittleren und höheren Preissegment oder dort, wo Beratung wichtig ist“, erklärt Moser.

Nicht zu unterschätzen ist auch, dass viele Konsumenten auf das 13. Gehalt warten, das Mitte des Monats – zwischen 10. und 15. Dezember – auf den Konten eintrifft. Gesamtstaatliche Daten zeigen, dass die 13. Gehälter wieder verstärkt in den Konsum fließen: Rund 50 Milliarden Euro, im Schnitt fast 2.000 Euro pro Familie.

ber

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