Abschieds-Interview
„Habe den Weg sofort freigemacht“
Nach drei Jahrzehnten in der Gemeindepolitik hat Gothard Gufler das Amt des Mooser Bürgermeisters in die Hände seines ehemaligen Stellvertreters Stefan Ilmer gelegt – mit Erleichterung statt mit Wehmut. Im Interview spricht der 60-Jährige über politische Herausforderungen, Erfolge und darüber, warum das Skigebiet Pfelders trotz finanzieller Schwierigkeiten eine Zukunft hat.
„Nein, Wehmut ist keine dabei“
Nach elf Jahren an der Spitze der Gemeinde Tisens hat Christoph Matscher (52) bei der Gemeinderatswahl auf eine erneute Kandidatur als Bürgermeister verzichtet. Ohne Wehmut, aber mit Stolz auf das gemeinsam Erreichte, blickt er auf bewegte Jahre zurück, spricht über offene Baustellen, starke Frauen im neu gewählten Gemeinderat – und erklärt, warum ihm künftig sicher nicht langweilig wird.
„Die größten Herausforderungen waren Sturm Vaia und die Pandemie“
Seit 25 Jahren gestaltet Markus Dejori die Welschnofner Gemeindepolitik mit – zehn Jahre als Referent, 15 Jahre federführend als Bürgermeister. Am 4. Mai stellt er sich nicht mehr der Wahl. „Es war anstrengend und intensiv und nicht immer einfach, aber es war mir eine Ehre, für Welschnofen arbeiten zu dürfen“, sagt er im Rückblick.
„Je länger man im Amt ist, desto mehr muss man Nein sagen“
Nach neun Jahren endet mit der Gemeinderatswahl am 4. Mai die Ära von Bürgermeister Renzo Caramaschi. Der vormalige Spitzenbeamte, Buchautor und große Musikliebhaber, der klassische Musik, Jazz und Rod Stewart hört und Bozen im Jahr 2023 zur UNESCO-Musikstadt etabliert hat, spricht in seinem Abschiedsinterview über das Bozen von gestern und heute, über zwei Menschen, die ihn besonders beeindruckt haben, über seine Pläne als Rentner und über Orte, in die er sich verliebt hat.
„Es ist gelungen, bei Entscheidungen den Weitblick nicht zu verlieren“
Am kommenden Samstag endet Robert Rottonaras Zeit als Bürgermeister von Corvara. „Ich habe erkannt, dass ich mehr auf meine Gesundheit achten muss“, sagt Rottonara zum Ende seiner 35 Jahre langen politischen Tätigkeit, davon 15 Jahre als Bürgermeister.
„Ich blicke mit Genugtuung auf viele Projekte zurück“
Seit nunmehr 25 Jahren ist Roland Danay in der Gemeindepolitik in Andrian tätig – zuerst fünf Jahre als einfaches Gemeinderatsmitglied, dann fünf Jahre als Vizebürgermeister und seit 15 Jahren als Bürgermeister. Bei der Wahl am 4. Mai verzichtet er auf eine Wiederkandidatur.
„Es war mir eine Ehre, Bürgermeister sein zu dürfen“
Es sind nur mehr wenige Tage, bis Giacomo Frenademetz sein Bürgermeisterbüro im Rathaus von Badia/Abtei für immer schließt. Nach 16 Jahren kandidiert er nicht mehr für das höchste politische Amt in seiner Gemeinde. Frenademetz' politische Tätigkeit begann 1990, zunächst zehn Jahre lang als Gemeinderat, neun Jahre als Referent unter Bürgermeister Ugo Dorigo und dann eben 16 Jahre als Bürgermeister.
„Ich finde, es ist nun Zeit, neue Wege einzuschlagen“
Für Andreas Falkensteiner (65) wäre noch eine dritte Amtszeit als Bürgermeister der Gemeinde Kiens möglich gewesen. Gemeinsam mit seiner Familie hat er aber den Entschluss gefasst, nach zehn Bürgermeisterjahren und insgesamt 15 Jahren in der Gemeindepolitik den Platz für Jüngere frei zu machen.
Lintner: „Ich hatte einige schlaflose Nächte“
Der Rechtsanwalt Paul Lintner stieg 2010 neu in die Rittner Gemeindepolitik ein und zwar gleich als Bürgermeister. Aufgrund der Mandatsbeschränkung ist jetzt Schluss. Was ihn freute, was besonders forderte und welche Eigenschaften es in diesem Amt braucht, verriet er in einem Gespräch mit uns.
„Die Zeit für diesen Schritt war reif“
In wenigen Tagen ist die Amtszeit von Christian Gartner als Bürgermeister von Gais zu Ende. Nach 10 Jahren kandidiert er nicht mehr für das höchste politische Amt in seiner Gemeinde. Gartners politische Tätigkeit geht bis ins Jahr 1998 zurück. Zwischendurch erlebte er, wie es ist, wenn man als amtierender Referent nicht mehr in den Gemeinderat, aber auch, wie 2015 geschehen, wenn man als Alternative zur amtierenden Amtsinhaberin zum Bürgermeister gewählt wird.
Kalterns Bürgermeisterin Gertrud Benin: „Es fällt mir nicht leicht“
Die amtierende Bürgermeisterin von Kaltern, Gertrud Benin Bernard, kandidiert nach 15 Jahren nicht mehr für das höchste politische Amt in ihrer Gemeinde. Seit dem Jahre 1974 – beeindruckende 51 Jahre – ist sie in der Gemeindeverwaltung tätig. Und nun? Was sind ihre Pläne? Genießt sie ihren Ruhestand, oder hat sie neue Projekte in Sicht? Wir haben mit ihr gesprochen.
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