Afghanistan
Kämpfe zwischen Afghanistan und Pakistan verschärfen sich
Im neu entflammten Konflikt zwischen Afghanistan und Pakistan verschärfen sich nach Angaben der Vereinten Nationen die Kämpfe. Zudem weiteten sich die Auseinandersetzungen geografisch aus, teilte das UN-Nothilfebüro (OCHA) am Mittwoch mit. Seit dem 26. Februar seien 76 Menschen in Afghanistan getötet und 213 verletzt worden.
Taliban: Pakistan bombardiert Treibstoffdepot in Kandahar
Pakistan hat nach Angaben der Taliban ein Treibstofflager in der Nähe des Flughafens von Kandahar bombardiert. Das Depot gehöre der privaten Fluggesellschaft Kam Air, die nicht nur zivile Fluggesellschaften, sondern auch Flugzeuge der Vereinten Nationen beliefere, teilte ein Sprecher der radikal-islamischen Taliban mit. Pakistan habe zudem Ziele in anderen Gebieten, auch in Kabul, angegriffen. Es seien Häuser getroffen worden. Dabei seien Frauen und Kinder getötet worden.
Pakistan erklärt Afghanistan offenen Krieg
Nach gegenseitigen Angriffen mit mehreren Toten hat die pakistanische Regierung der Taliban-Regierung in Afghanistan den „offenen Krieg“ erklärt. „Unsere Geduld ist am Ende. Jetzt herrscht offener Krieg zwischen uns und euch“, erklärte der pakistanische Verteidigungsminister Khawaja Asif am Freitag im Onlinedienst X.
Taliban lassen historisches Kino abreißen
Vier Jahre nach der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban in Afghanistan ist das Schicksal des legendären „Ariana“-Kinos in Kabul besiegelt. AFP-Journalisten dokumentierten den Abriss des Kinos. An einer Absperrung kündigte ein Schild an: „Hier wird ein modernes Einkaufszentrum gebaut.“
UNO an Taliban: Frauen-Zutrittsverbot in Büros aufheben
Die Vereinten Nationen haben die in Afghanistan herrschenden islamistischen Taliban aufgerufen, ein Zutrittsverbot für afghanische Mitarbeiterinnen in UN-Büros aufzuheben. Das seit September geltende Verbot gefährde „lebensrettende Dienste“ von UN-Organisationen in dem Land, erklärte Susan Ferguson von der UN-Behörde für Frauen in Afghanistan am Sonntag. Zudem verstoße es gegen die Menschenrechte und Gleichheitsgrundsätze.
Urlaub bei den Taliban
Eine Gruppe bärtiger, bewaffneter Männer steht hinter drei Menschen mit einem schwarzen Sack über dem Kopf. „America, we have one message for you“ („Amerika, wir haben eine Botschaft für Euch“), sagen sie in die Kamera, bevor sich einer von ihnen über einen der Knienden beugt und den Sack wegzieht. Zum Vorschein kommt ein strahlend lächelnder junger, westlicher Mann. „Welcome to Afghanistan“, sagt er in dem Video, das in sozialen Medien kursiert.
Trump will Asylverfahren für lange Zeit aussetzen
Der nach dem Schusswaffenangriff auf zwei Nationalgardisten in Washington von der US-Regierung verhängte vorläufige Stopp sämtlicher Asylverfahren wird nach Angaben von US-Präsident Donald Trump für „eine lange Zeit“ bestehen bleiben. Für die Aussetzung gebe es „kein Zeitlimit“, sagte Trump am Sonntag an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One zu Journalisten. „Wir wollen diese Leute nicht“, fügte er hinzu.
Tote bei Erdbeben der Stärke 6,3 in Afghanistan
Bei einem schweren Erdbeben im Norden Afghanistans sind mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Bachtar. Zudem seien 730 Menschen verletzt worden. Am stärksten sei die Provinz Balch betroffen. Wie ein Nachrichtensender unter Berufung auf einen Behördensprecher zudem berichtete, wurden in der Provinz Badachschan rund 800 Häuser zerstört oder beschädigt.
Afghanistan meldet Tote bei erneuten Gefechten mit Pakistan
Die Gefechte an der Grenze zwischen Afghanistan und Pakistan halten an: Am frühen Morgen gab es nach Angaben der islamistischen Taliban und des pakistanischen Militärs Schusswechsel in den Grenzprovinzen Kandahar und Baluchistan. Kabul und Islamabad machen sich gegenseitig für die Konfrontation verantwortlich.
Dutzende Tote bei Kämpfen zwischen Afghanistan und Pakistan
Pakistan hat nach schweren Gefechten mit afghanischen Truppen am Sonntag lokalen Behörden zufolge die beiden wichtigsten Grenzübergänge zum Nachbarland geschlossen. Die Regierung in Kabul teilte mit, bei den Kämpfen in der Nacht seien 58 pakistanische Soldaten getötet worden. Außerdem seien 20 eigene Soldaten gefallen oder verletzt worden.
Hilfe aus der Luft für Erdbebengebiet in Afghanistan
In Afghanistan haben die Behörden die Rettungseinsätze aus der Luft im schwer zugänglichen Erdbebengebiet im Osten des Landes verstärkt. Spezialeinheiten des Militärs wurden von Hubschraubern an Orten in der betroffenen Bergregion abgesetzt, wo eine Landung nicht möglich war, wie der Leiter der Katastrophenschutzbehörde der Provinz Kunar, Ehsanullah Ehsan, mitteilte.
Mehr als 800 Tote bei Erdbeben in Afghanistan
Bei verheerenden Erdbeben im Osten Afghanistans sind nach Angaben der herrschenden Taliban mehr als 800 Menschen ums Leben gekommen. Das gab der Sprecher der Taliban, Sabihullah Mudschahid, bei einer Pressekonferenz bekannt. Mehr als 2.800 Menschen seien zudem verletzt worden. Zahlreiche Menschen seien noch unter Trümmern gefangen. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS hatte das erste Erdbeben eine Stärke von 6,0.
Schon mehr als 620 Tote bei Erdbeben in Afghanistan
Nach einem schweren Erdbeben im Osten Afghanistans hat das Innenministerium des Landes mindestens 622 Todesopfer bestätigt. Mehr als 1.500 weitere Menschen seien verletzt worden, sagte Ministeriumssprecher Abdul Mateen Kani am Montag. Am schlimmsten betroffen sei nach Angaben der regierenden Taliban die Provinz Kunar mit mindestens 610 Toten und 1.300 Verletzten. In der angrenzenden Provinz Nangarhar seien mindestens zwölf Menschen getötet und weitere 255 verletzt worden.
Schweres Erdbeben in Afghanistan – Mindestens 250 Tote
Bei einem Erdbeben in Afghanistan sind nach ersten Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Bakhtar mindestens 250 Menschen ums Leben gekommen. Außerdem berichtete die von den regierenden Taliban kontrollierte Agentur von etwa 500 Verletzten. Genaue Opferzahlen liegen noch nicht vor. Wie die Behörden am Montag mitteilten, erschütterte ein Beben der Stärke 6,0 die gebirgige Provinz Kunar.
Das schwierige Erbe: Afghanische Ortskräfte zwischen Schutz und Abweisung
Deutschland steht vor einer heiklen Entscheidung: Nach der Aufnahme von 36.000 afghanischen Ortskräften und Aktivisten wartet eine weitere Gruppe von 2.300 Menschen in Pakistan auf Rettung. Doch die politische und gesellschaftliche Lage macht die Abwägung kompliziert.
Vier Jahre Taliban: Die trotzigen Frauen Afghanistans
Seit dem Fall Kabuls 2021 haben die Taliban Frauen aus dem öffentlichen Leben verdrängt – Bildung, Arbeit, Selbstbestimmung sind massiv eingeschränkt. Doch trotz Verboten, Drohungen und Kontrollen finden Afghaninnen Wege, weiter zu arbeiten, zu lernen und zu protestieren.
Margret Bergmann und ihr unermüdlicher Einsatz für Afghanistan
Sie sprüht – trotz ihrer mehr als 80 Jahre – eine große Begeisterung und Leidenschaft aus, wenn es um „ihre“ Menschen in Afghanistan geht. Seit 2001 ist Margret Bergmann immer wieder für die Bewohner dieses leidgeprüften Landes unterwegs, hat in mehr als 1100 Vorträgen landauf landab und über die Grenzen Südtirols hinaus auf das Schicksal dieser Menschen aufmerksam gemacht.
„Konnten in Afghanistan viel bewirken“ – Bozner Krankenpflegerin erzählt
Für die italienische Hilfsorganisation „Emergency“ betreibt die Boznerin Silvia Triantafillidis medizinische Aufbauhilfe in Afghanistan. „Es war zwar ein Sprung ins kalte Wasser, aber das hat mich nicht weiter gestört, denn ich habe diesen Schritt bewusst gemacht“, erklärt Triantifillidis ihre Entscheidung.
Ein Minderjähriger allein auf der Flucht nach Europa: Was er erlebte
„Mit den Beamten bin ich nur mit, weil sie mir 1000 Euro versprochen haben“, sagt der Migrant. Vor vielen Jahren landete er per Zufall im Alter von 16 Jahren in Südtirol – und blieb. Hier erzählt er seine Geschichte: Davon wie er als 10-Jähriger sein Zuhause in Afghanistan verließ, die Etappen, die er zurücklegte und welchen Rat er jungen Flüchtlingen heute geben würde.
Mit 14 überlebt er Höllenflucht – jetzt hilft er Flüchtlingen in Südtirol
Mit 14 Jahren strandete Alidad Shiri auf der Brixner Autobahnraststätte. Nach 4 Stunden Höllenfahrt, festgebunden mit einer Hose und den Riemen seines Rucksacks an der Achse eines Lkw und mit den Händen festgekrallt am Auflieger. Von den Carabinieri wurde er aufgegriffen und nach Meran in die Wohngemeinschaft für unbegleitete Minderjährige des Südtiroler Kinderdorfs gebracht. Seit April betreut er nun selbst unbegleitete Minderjährige in Obermais.
Fragiler Frieden, zerstörte Träume – Ein Jahr Taliban-Herrschaft
Der Abzug der Nato-Truppen aus Afghanistan hat vor einem Jahr den Weg geebnet für die erneute Errichtung der islamistischen Schreckensherrschaft der Taliban. Heute erlebt Afghanistan eine humanitäre Ktastrophe. + von Arne Bänsch und Nabila Lalee
Neuschnee in Kabul verschärft Not der Bewohner
In der afghanischen Hauptstadt Kabul hat es erstmals in diesem Winter geschneit. Die schlechten Luftwerte haben sich deutlich gebessert. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht: Die Preise für Brennholz steigen, die Not der Bewohner verschärft sich.
Baby in die Hände von US-Soldaten gegeben: Bis heute nicht mehr gesehen
Wo ist der kleine Sohail? Mirza Ali Ahmadi und seine Frau Suraya gaben im Sommer im Chaos um den Flughafen von Kabul ihren kleinen Sohn in die Hände von US-Soldaten. Die Bilder gingen damals um die Welt. Seit Monaten gibt es keine Informationen darüber, wo der kleine Bub geblieben ist. Doch die Eltern geben nicht auf und suchen von den USA aus nach ihm.
Sie bangt jeden Tag um das Leben ihrer Lieben in Afghanistan
Vor knapp 10 Jahren floh Minah mit ihren Eltern und ihrem Bruder von Afghanistan nach Südtirol. Seit der Machtübernahme durch die Taliban muss die junge Frau um das Leben vieler Verwandter in ihrer früheren Heimat fürchten – und ihr Mann steht dort auf der Todesliste der radikalen Islamisten. + von Johanna Prader
Gebhard: Frauen und Kinder in Afghanistan brauchen besonderen Schutz
Südtiroler Parlamentarierin Renate Gebhard äußert tiefe Besorgnis über die humanitäre Situation in Afghanistan. „Sicherheit und Schutz gehen vor: Wir dürfen nicht wegschauen und die Menschen in Afghanistan nicht alleine lassen“, fordert die Arbeitsgruppe „Frauen, Rechte und Chancengleichheit“.
Nur mit den Kleidern am Leib geflohen
Ärzte, Mitarbeiter einer Universität und andere gut ausgebildete Afghanen, die den italienischem Militär in Afghanistan geholfen hatten, sind mit ihren Angehörigen nun auf der Flucht. Seit einigen Wochen sind 80 von ihnen in der Quarantänestation in Gossensaß. Bei einer Impfaktion lernte der Arzt Dr. Michael Engl die Menschen und deren tragischen Schicksale auf der Flucht vor dem Taliban-Regime kennen.+ Von Evi Schmid
Mehrere Tote nach Explosionen in Kabul
Bei 2 mutmaßlichen Selbstmordanschlag außerhalb des Flughafens von Kabul hat es am Donnerstag mehrere Opfer gegeben. Der TV-Sender Al Dschasira berichtete, auch Ausländer seien unter den Opfern. Nach Auskunft eines US-Regierungsvertreters wurden Mitglieder der US-Sicherheitskräfte verletzt. Westliche Sicherheitskreise hatten zuvor vor einer erhöhten Gefährdungslage rund um den Flughafen gewarnt. Es lagen demnach Hinweise vor, dass der afghanische Ableger des Islamischen Staates (IS) Anschläge plane. Die IS-Miliz und die in Afghanistan jetzt regierenden radikalislamischen Taliban sind verfeindet.
Katholisches Forum: „Augen vor dem Leid in Afghanistan nicht verschließen“
In einer gemeinsamen Stellungnahme rufen die „Consulta delle aggregazioni laicali“ und das Katholische Forum der Diözese Bozen-Brixen dazu auf, die Augen vor dem Leid in Afghanistan nicht zu verschließen. Katholisches Forum und „Consulta“ unterstützen die Forderung nach Öffnung humanitärer Korridore und freuen sich, dass das Land Südtirol bereits die ersten Flüchtlinge aufgenommen hat.
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