Afrika
Neun Tote, zehn Verletzte bei Waffenangriff in Südafrika
In Südafrika sind bei einem Schusswaffenangriff nahe Johannesburg mindestens neun Menschen getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, wurden bei der Attacke in der Township Bekkersdal zehn weitere Menschen verletzt. Demnach eröffneten die Angreifer aus zwei Fahrzeugen heraus das Feuer auf die Gäste einer Bar, schossen wahllos um sich und flohen vom Tatort. Weder zu einem möglichen Motiv der Tat noch zur Identität der Angreifer lagen der Polizei zufolge Informationen vor.
Putschversuch in Benin, Regierung sieht Lage unter Kontrolle
Die Regierung im westafrikanischen Benin hat nach eigenen Angaben am Sonntag einen Putschversuch vereitelt. Zuvor hatte eine Gruppe von Soldaten im nationalen Fernsehen die Machtübernahme verkündet. Außenminister Olushegun Adjadi Bakari sagte der Nachrichtenagentur Reuters, eine „kleine Gruppe“ von Soldaten habe versucht, die Regierung zu stürzen. Ein großer Teil der Armee und der Nationalgarde sei aber loyal. Sie seien dabei, die Ordnung wiederherzustellen.
Rund 700 Tote bei Unruhen nach Wahlen in Tansania
Bei den Protesten in Tansania seit den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen sind nach Angaben der Opposition mindestens rund 700 Menschen getötet worden. Allein in Daressalam, wo die Regierung ihren Sitz hat, habe es rund 350 Tote gegeben, teilte die größte Oppositionspartei Chadema am Freitag mit. In der Stadt Mwanza am Victoriasee seien mehr als 200 Menschen getötet worden, zusammen mit den Angaben aus anderen Orten ergebe sich die Gesamtzahl von „ungefähr 700 Toten“.
Polizei: Rebellen entführten mehr als 100 Zivilisten im Ostkongo
Eine Rebellengruppe hat in der Demokratischen Republik Kongo Polizeiangaben zufolge mindestens 100 Zivilisten entführt, unter ihnen Frauen und Kinder. Kämpfer der Codeco-Miliz hätten in der Nacht auf Freitag eine Gruppe von Einwohnern der östlichen Provinz Ituri angegriffen, als diese von einem Wochenmarkt in der Kleinstadt Bule heimkehrten, sagte der lokale Polizeibeamte Pascal Nyabenda der Deutschen Presse-Agentur.
Bürgerkrieg im Sudan: Die ignorierte Katastrophe
Die Vereinten Nationen sprechen von der größten humanitären Krise, die die Welt derzeit erlebt. Die Rede ist nicht von Gaza, sondern vom Sudan, wo seit April 2023 ein blutiger Bürgerkrieg zwischen der paramilitärischen Miliz Rapid Support Forces (RSF) und der sudanesischen Armee tobt. Ein Blick auf die Situation in einem der größten Länder Afrikas.
Südtiroler Volontäre bereiten Kindern unvergessliche Sommerwoche
Mit Spielen, Sport und ganz viel Herzlichkeit hat sich in Attat, Äthiopien, ein kleines Stück gelebter Nächstenliebe entfaltet: Bereits zum fünften Mal organisierten die Südtiroler Ärzte für die Welt gemeinsam mit der Diözese Emdibir ein Sommercamp für Kinder. Drei junge Volontäre aus Südtirol – Valentina, Julia und Christian – haben sich dafür auf den Weg nach Ostafrika gemacht und gemeinsam mit einem lokalen Team rund 140 Kindern im Alter von acht bis 14 Jahren zwei unvergessliche Wochen geschenkt.
„Hunger macht keine Ferien“: Bildung als Schlüssel gegen Hunger und Gewalt
In vielen afrikanischen Ländern ist Bildung nicht selbstverständlich – besonders für Mädchen und junge Frauen. Darauf macht die Caritas heuer im Rahmen ihrer Kampagne „Hunger macht keine Ferien“ aufmerksam. Ziel ist es, die Bevölkerung für die Herausforderungen in Afrika zu sensibilisieren und notwendige Spenden für die Hilfsprojekte der Caritas zu sammeln.
Kongo und M23-Rebellen ebnen den Weg für Friedensabkommen
Die Demokratische Republik Kongo und die Rebellengruppe M23 haben einen bedeutenden Schritt zur Beilegung des Konflikts im Osten des Landes unternommen. Vertreter des Staats und der Rebellen unterzeichneten in der katarischen Hauptstadt Doha eine Grundsatzerklärung, die den Weg zu einem Friedensabkommen bereiten soll.
Ungleichheit: Vier Menschen in Afrika sind reicher als die Hälfte des Kontinents
Während Millionen Menschen in Afrika kaum das Nötigste zum Leben haben, wächst das Vermögen einiger weniger Milliardäre rasant: Laut einem aktuellen Oxfam-Bericht besitzen die vier reichsten Afrikaner mehr als die ärmere Hälfte des gesamten Kontinents – ein extremes Ungleichgewicht. Die Hintergründe.
Italien: Noch nie so viele Asylanträge
Mit knapp 159.000 Asylanträgen hat Italien 2024 die höchste Zahl der vergangenen zehn Jahre erreicht, wie aus Angaben der Stiftung ISMU ETS vom Donnerstag hervorgeht. Der Wert ist gleichzeitig der dritthöchste in der EU nach Deutschland und Spanien. Damit entfallen 16 Prozent aller Anträge EU-weit auf Italien. Seit 2021 steigt die Zahl der Schutzsuchenden stetig an.
Wenig Geld und Interesse für Fluchtkrisen in Afrika
Fluchtkrisen in Afrika schneiden bei medialer Aufmerksamkeit, Hilfsgeldern und politischem Engagement besonders schlecht ab. Kamerun ist der traurige Spitzenreiter im Bericht der Hilfsorganisation Norwegian Refugee Council (NRC), die unter 34 Krisen weltweit mit Millionen Vertriebenen jährlich die am stärksten vernachlässigten Länder ermittelte.
Trump erwartet Südafrikas Präsident Ramaphosa in Washington
Inmitten angespannter Beziehungen mit den USA wird Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa am Mittwoch von US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus erwartet. Ziel des Besuchs ist laut südafrikanischer Regierung eine Neugestaltung der bilateralen Beziehungen, vor allem im Bereich Wirtschaft und Handel.
Malaria bleibt tödliche Gefahr für Kinder in Afrika: Fast 600.000 Todesfälle im Jahr
Ein Moskitostich kann schwere Folgen haben, wenn das Insekt mit dem Parasiten infiziert ist, der Malaria auslöst. Allen Fortschritten zum Trotz bleibt sie eine der tödlichsten Tropenkrankheiten. Im globalen Malariabericht der Weltgesundheitsorganisation WHO, der im Dezember veröffentlicht wurde, wurden im Jahr 2023 fast 600.000 Todesfälle in 83 Ländern auf Malaria zurückgeführt. Insgesamt gab es dem Bericht zufolge weltweit insgesamt rund 263 Millionen Krankheitsfälle.
33 Tote nach Schiffsunglück in Demokratischer Republik Kongo
Nach dem Schiffsunglück in der Demokratischen Republik Kongo vom Dienstag ist die Zahl der Toten deutlich nach unten korrigiert worden. Der Bürgermeister von Mbandaka, Yves Balo, sagte am Samstag nach einem Treffen mit Vize-Innenministerin Eugénie Tshiela, bei dem Unglück seien mindestens 33 Menschen ums Leben gekommen, 195 Menschen hätten überlebt. Tshiela war aus Kinshasa angereist, um sich in Mbandaka, der Hauptstadt der Provinz Équateur, über das Unglück zu informieren.
Bewaffnete Angreifer töten mehr als 50 Menschen in Nigeria
In Nigeria haben bewaffnete Angreifer mindestens 56 Menschen getötet. Wie die Behörden des Bundesstaates Plateau am Samstag nach einem Besuch von Gouverneur Hyacinth Alia am Angriffsort mitteilten, könnte die Opferzahl weiter steigen, da ein nach den Angriffen eingeleiteter Such- und Rettungseinsatz noch andauert.
Großbritannien unterstützt Sudan mit weiterer Millionenhilfe
Großbritannien stellt dem von einem blutigen Bürgerkrieg erschütterten Sudan eine weitere Millionensumme für humanitäre Hilfe zur Verfügung. Mit den umgerechnet knapp 140 Millionen Euro werden Nahrungsmittel und Hilfsgüter unter anderem für Kinder sowie Soforthilfen für Überlebende sexualisierter Gewalt finanziert, wie das britische Außenministerium mitteilte.
Gabi Winck aus Brixen: Auf roter Erde und ohne Müll am Weg durch Ruanda
Die mittlerweile pensionierte Mittelschullehrerin Gabi Winck (62) aus Brixen hat schon mehrfach mit der Teilnahme an extremen Radrennen aufhorchen lassen. Dieses Mal hat sich die Ultra-Sportlerin ganz allein auf den Weg gemacht und beim Race-Around-Rwanda 1000 Kilometer auf dem Gravelbike durch Ruanda zurückgelegt.
Abenteuerlich: Der Wüstentrip von 2 Südtiroler Radnomaden
Was für ein Abenteuer: Auf schwer bepackten Reiserädern sind die beiden Südtiroler Raimund Algrang und Andreas Bergmann von Agadir an der Atlantikküste Marokkos bis nach Dakar im Senegal gefahren. Heimgekommen sind sie mit vielen Erlebnissen, schönen und erschreckenden gleichermaßen.
Namibia: Der Wüste lauschen, Afrika fühlen
Von Namibias Höhepunkten zu berichten ist nahezu unmöglich. Denn das ganze westafrikanische Land ist ein einziges Spektakel. Von Norden nach Süden: Etosha, voll mit wilden Tieren; Walvis Bay, ein Industrieort inmitten von Flamingos und Pelikanen; die Kultur der San, bis zu 25.000 Jahre alt; der „Dicke Papa“ im Sossusvlei, UNESCO-Weltnaturerbe. Alles wunderbar.
Welternährungstag: „Jeder kann helfen“
Jedes Jahr am 16. Oktober findet der Welternährungstag oder Welthungertag statt. Er soll darauf aufmerksam machen, dass immer noch zu viele Menschen weltweit unter Hunger leiden. Im Jahr 2023 hungerte etwa jeder 11. Mensch. „Die Zukunft vieler Gemeinschaften liegt in unseren Händen“, ruft Caritas-Direktorin Beatrix Mairhofer zur Solidarität mit denen auf, für die Nahrung keine Selbstverständlichkeit ist.
Diözese ehrt Tamanini Dell'Eva, Fischnaller und Gurndin
Diözesanbischof Ivo Muser hat am Samstag bei der Pastoraltagung in Brixen drei herausragende Persönlichkeiten mit der Verdienstmedaille der Diözese Bozen-Brixen ausgezeichnet: Rosa Tamanini Dell'Eva, Bruder Erich Fischnaller und Priester Luis Gurndin.
Pfarrer von Toblach auf dem Dach Afrikas
Pfarrer Josef Gschnitzer ist oft und gerne in den Bergen unterwegs. Aber auf fast 6000 Metern zu stehen, das ist auch für den 67-Jährigen etwas ganz Besonderes. Anfang August stand er mit anderen Südtiroler Priestern auf dem Kilimandscharo. „Die Freude war schon sehr groß“, sagt er.
Südtiroler Priester auf dem höchsten Punkt Afrikas
Wenn der bergbegeisterte Generalvikar Eugen Runggaldier in Tansania ist, kann er den höchsten Gipfel Afrikas, den Kilimandjaro (5895 m) nicht links liegen lassen. Und so hatte der aktive Bergretter bald mehrere Südtiroler Priester und 2 Seminaristen beisammen, die mit ihm den höchsten Punkt des Kontinents erklimmen wollten. In dieser Woche gelang das Abenteuer.
„Die Situation ist dramatisch, es ist ein stilles Sterben“
An diesem Freitag, den 2. August, setzen die Kirchenglocken in ganz Südtirol um 15 Uhr zu einem besonderen Läuten an. Auf Initiative von Bischof Ivo Muser und in Unterstützung der Caritas-Kampagne „Hunger macht keine Ferien“ soll dieses außergewöhnliche Glockenläuten auf die drängende weltweite Hungerkrise aufmerksam machen. So können Sie die Caritas in ihrem Einsatz unterstützen.
Bischof zu Gast in Tansania: „Hilfe zur Selbsthilfe und Weiterarbeit“
Südtirol hilft. Auf seiner Tour durch Tansania in Ostafrika war die Südtiroler Delegation mit Diözesanbischof Ivo Muser und Generalvikar Eugen Runggaldier gestern in Pfarrer Tumaini Ngonyanis Heimatdorf Msindo zu Gast, um die Werkstatt zur Produktion von Dreirädern und Rollstühlen für Menschen mit Beeinträchtigung zu segnen.
Mit Bildung und Schulkost den Hunger bekämpfen
Bei ihrer Kampagne „Hunger macht keine Ferien“ richtet die Caritas ihren Fokus heuer auf die Schulprojekte, die sie in Afrika südlich der Sahara führt, um dringend benötigte Spenden dafür zu sammeln. „Wenn die Kinder in den Schulen auch zu essen bekommen, ist dies ein Anreiz mehr für die Familien, sie dorthin zu schicken. Schulbildung ist wichtig, damit sie sich später eine eigene Lebensgrundlage schaffen und so in ihrem Land bleiben können“, sagt Caritas-Direktorin Beatrix Mairhofer.
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