Alpinismus
Großglockner-Prozess geht nach Berufung in die zweite Instanz
Nach der nicht rechtskräftigen Verurteilung eines 37-Jährigen vor dem Landesgericht Innsbruck infolge des Erfrierungstodes seiner 33-jährigen Freundin am Großglockner im Jänner 2025 geht der Prozess in die zweite Instanz. Verteidigung und Staatsanwaltschaft meldeten Berufung wegen Nichtigkeit, Schuld und Strafe an, hieß es am Dienstag. Der Mann wurde vergangenen Donnerstag zu fünf Monaten bedingter Haft und einer unbedingten Geldstrafe in Höhe von 9.600 Euro verurteilt.
Nordtirol: 18-jähriger Freerider stirbt nach Sturz
Ein 18-jähriger Freerider ist Dienstagmittag in St. Anton am Arlberg (Bezirk Landeck) infolge eines Sturzes im freien Gelände im Krankenhaus gestorben. Der gut ausgerüstete Wintersportler war mit zwei Freunden als letzter in eine Rinne gefahren und mit dem Kopf voraus gestürzt. Er blieb im Tiefschnee stecken und konnte sich nicht mehr selbst befreien. Zwei Skiguides schafften es zur Unfallstelle und gruben den Verunglückten aus. Er wurde vom Hubschrauber geborgen.
Lawine mit Verletzten in Vorarlberg: Polizei sucht Skifahrer
Nach einem Lawinenabgang im Bereich der Maroiköpfe in Kösterle in Vorarlberg (Bezirk Bludenz) am frühen Samstagnachmittag sucht die Polizei nach zwei unbekannten Skifahrern. Diese dürften nämlich das Schneebrett ausgelöst haben, worauf zwei Abfahrtsspuren oberhalb des Lawinenanrisses hindeuten. Drei Skitourengeher waren unter der Lawine begraben und teils schwer verletzt worden.
150 Meter mitgerissen: Frau (70) bei Lawinenabgang in Vorarlberg verletzt
Eine Frau ist am Donnerstag im Gemeindegebiet von Tschagguns (Montafon) bei einem Lawinenabgang verletzt worden. Die 70-Jährige konnte sich an der Oberfläche der Schneemassen halten, erlitt aber eine Beinverletzung. Sie wurde per Notarzthubschrauber geborgen, teilte die Vorarlberger Polizei am Freitag mit. Zu dem Unfall kam es im freien Skiraum im Bereich des Skigebiets Golm.
Lawinenabgänge in Nordtirol fordern Verletzte
In Nordtirol haben sich am Sonntag mehrere Lawinenabgänge ereignet. Bei zwei Ereignissen in St. Anton am Arlberg (Bezirk Landeck) wurden zwei Personen leicht verletzt, hieß es von der Leitstelle Tirol zur APA. Eine Suchaktion nach weiteren Verschütteten wurde mittlerweile eingestellt. Im Bereich der Rofanspitze im Gemeindegebiet von Münster (Bezirk Kufstein) wurde ein Wintersportler zwar verschüttet, er überstand den Lawinenabgang aber unverletzt.
Studenten aus alpiner Notlage in der Obersteiermark gerettet
Im Bezirk Leoben sind am Sonntagabend sechs Bergwanderer in einem nächtlichen Einsatz aus einer alpinen Notlage gerettet worden. Es handelte sich um eine Gruppe von Studenten im Alter zwischen 21 und 24 Jahren. Zwei von ihnen mussten in der Dunkelheit mit einer Bergetrage vom Gößeck wieder ins Tal gebracht werden, teilte die Polizei am Montag mit.
Staralpinist Simone Moro nach Schwächeanfall im Himalaya im Spital
Der Staralpinist Simone Moro hat einen Schwächeanfall am Himalaya erlitten. Der weltweit bekannte Bergsteiger - die einzige Person in der Geschichte, der vier absolute Erstbegehungen eines Achttausenders im Winter gelungen sind - liegt im Krankenhaus in Kathmandu in Nepal.
Lawinenabgang in Nordtirol: Alpinist lebensgefährlich verletzt
Ein Alpinist ist Samstagvormittag bei einem Lawinenabgang im Bereich des Klettersteigs „Stopselzieher“ zwischen der Zugspitze und der Wiener Neustädter Hütte im Gemeindegebiet von Ehrwald in Tirol (Bezirk Reutte) lebensgefährlich verletzt worden. Dies sagte eine Polizeisprecherin zur APA. Der Mann war auf dem Klettersteig unterwegs, als er von dem Schneebrett erfasst, über steiles, felsiges Gelände mitgerissen und verschüttet wurde. Rettungskräfte bargen ihn letztlich.
Frau (33) starb am Großglockner: Freund (36) wegen fahrlässiger Tötung angeklagt
Ein 36-Jähriger ist nach dem Tod seiner 33-jährigen Freundin am Großglockner im Jänner von der Staatsanwaltschaft Innsbruck angeklagt worden. Die Behörde warf dem Mann vor, dass er als „verantwortlicher Führer“ der Tour seine Bergkameradin „schutzlos, entkräftet, unterkühlt und desorientiert circa 50 Meter“ unter dem Gipfel zurückgelassen habe. Die Bergsteigerin erfror schließlich.
Lawine vermutlich von Variantenfahrer ausgelöst – Vier Leichtverletzte
Bei einem Lawinenabgang im freien Skiraum am Stubaier Gletscher im Bundesland Tirol (Bezirk Innsbruck-Land) sind Donnerstagvormittag insgesamt acht Wintersportler teilverschüttet worden. Vier davon wurden leicht verletzt, teilten die Stubaier Gletscherbahnen mit. Zwei der Verletzten wurden in das Krankenhaus Hall geflogen. Die Betroffenen waren im Zuge einer groß angelegten Suchaktion aus den Schneemassen befreit worden.
Lawinenabgang am Stubaier Gletscher: Neun Verschüttete lebend befreit
Bei einem Lawinenabgang am Stubaier Gletscher in Nordtirol sind Donnerstagvormittag mehrere Wintersportler verschüttet worden. Das Schneebrett war im freien Skiraum im Bereich der Daunscharte abgegangen. In Teilen erreichten die Schneemassen auch den unteren Abschnitt einer Piste. Dort wurden sechs Teilverschüttete von den Einsatzkräften befreit. Wenig später bargen die Helfer – offenbar im freien Skiraum – weitere drei Personen lebend.
Tag der Kinderrechte: AVS setzt sich für Umweltschutz ein, viele Aktionen für Kinder
Kinder haben das Recht, in einer sauberen, gesunden und nachhaltigen Umwelt aufzuwachsen – auch in Südtirol. „Es sollte daher das Anliegen der gesamten Gesellschaft sein, die Umwelt – im Besonderen noch intakte Lebensräume im alpinen Gebiet – zu schützen“, sagt AVS-Präsident Georg Simeoni zum Tag der Kinderrechte, der am morgigen Donnerstag stattfindet.
Alpenverein warnt vor „unterschätzten Gefahren“ am Berg neben Lawinen
Der Winter rückt immer näher, die Skisaison steht in den Startlöchern: Passend dazu warnt der Österreichische Alpenverein (ÖAV) vor „unterschätzten Gefahren“ für Skifahrer und Tourengeher im alpinen Gelände. Demnach werden vor allem „Stürze und Abstürze“ in ihrer Gefährlichkeit oftmals falsch wahrgenommen.
Sesvennahütte: Arbeiten abgeschlossen, neue Pächter bereit für Wintersaison
Alles neu macht der Herbst: Die Sanierung der Sesvennahütte auf 2.256 Metern ist abgeschlossen, die Unterschriften unter den Pachtvertrag sind gesetzt, nun können die Vorbereitungen für die Wintersaison beginnen. „Ab Februar ist die Hütte wieder in Betrieb, die Reservierungen können bereits vorgenommen werden“, heißt es in einer Aussendung des Südtiroler Alpenvereins (AVS).
Als Solleder und Wiessner an der Furchetta Geschichte schrieben
Im August 1925 bezwangen die Alpinisten Emil Solleder und Fritz Wiessner erstmals die Furchetta-Nordwand. Der Vortrag zum Jubiläum „100 Jahre Erstbegehung der Furchetta-Nordwand“, gehalten vom Alpinhistoriker und Bergführer Ivo Rabanser, stieß am Wochenende auf großes Interesse.
Alle Wanderer am Mount Everest gerettet
Nach dem schweren Schneesturm in der Nähe des Osthangs des Mount Everest in Tibet sind alle zuvor eingeschlossenen Wanderer in Sicherheit gebracht worden. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf örtliche Behörden. Demnach konnten 580 Wanderer sowie mehr als 300 einheimische Begleiter, darunter Führer und Yak-Treiber, wohlbehalten zurückkehren.
1000 Menschen sitzen am Mount Everest wegen Schneesturm fest
Auf der tibetischen Seite des Mount Everest sind chinesischen Staatsmedien zufolge fast 1.000 Menschen in Bergsteigerlagern von einem Schneesturm eingeschlossen worden. Am Sonntag sei ein Rettungseinsatz angelaufen, hieß es in den Berichten. Schneemassen blockierten die Zufahrtsstraßen und Wege zu den Zeltlagern in dem auf über 4.900 Metern Höhe gelegenen Gebiet. Rettungsmannschaften und Hunderte Dorfbewohner seien im Einsatz, um die Wege freizuräumen.
Neues Gesetz: Zusätzliche Sicherheit für Berufe am Berg
Ein neues Berggesetz bringt Klarheit: Erstmals wird in Italien der Begriff „Berg“ gesetzlich definiert. Besonders erfreut zeigt sich Südtirols Bergführer-Präsident Thomas Zelger, der das Gesetz als wichtigen Schritt für die Anerkennung von Berufen am Berg und die eigenverantwortliche Nutzung von Wegen und Steigen bezeichnet.
Simon Gietl und Davide Prandini durchsteigen erstmals Dolomitenroute „Identität“
Der Südtiroler Alpinist Simon Gietl und sein langjähriger Kletterpartner Davide Prandini haben erstmals die Route „Identität“ am Mittleren Zwölferkofel in den Sextner Dolomiten rotpunkt durchklettert. Gietl hatte die Linie bereits im Sommer 2023 innerhalb von sechs Tagen im Alleingang eröffnet.
Nach Tragödie von Kirgistan: „Solche Gefahren sind auch in den Alpen möglich“
Zwölf Tage lang saß Natalia Nagowizyna mit gebrochenem Bein auf rund 7.200 Metern Höhe am Pik Pobeda in Kirgistan fest. Am Samstag gaben die Retter auf, die Alpinistin wurde für tot erklärt. „Die Alpen sind zwar nicht so hoch, doch auch hierzulande kann es zu solchen Gefahrensituationen kommen“, weiß Dr. Hermann Brugger, langjähriger Leiter des Eurac-Instituts für alpine Notfallmedizin.
Todesdrama im Tian-Shan-Gebirge: Rettungsmission abgesagt
Der Leichnam des lombardischen Alpinisten Luca Sinigaglia, der vergangene Woche bei der Rettungsaktion einer russischen Alpinistin in Kirgisistan tödlich verunglückt ist, wird nicht nach Italien zurückkehren. Sinigaglia wird am Pobeda Peak bleiben.
Nordtirol: Leichen in den Bergen gefunden – Tote vermutlich Deutsche
Bei zwei jüngst in den Nordtiroler Bergen gefundenen verunglückten Alpinisten dürfte es sich um deutsche Staatsbürger handeln. Eine am Sonntag am Fuße einer Felswand in den Lechtaler Alpen in Tarrenz entdeckte Frau sei wohl als 38-jährige Deutsche identifiziert worden, sagte ein Polizeisprecher der APA. Ein am Montag unterhalb der Hammerspitze in den Stubaier Alpen in Trins gefundener Mann sei wahrscheinlich ein 71-jähriger Deutscher.
Alpenverein mit Knigge gegen Rücksichtslosigkeit auf Hütten
Der Österreichische Alpenverein (ÖAV) ortet eine zunehmende „Rücksichtslosigkeit“ auf seinen Hütten. Daher wurde gemeinsam mit den Partnerorganisationen aus Deutschland und Südtirol (AVS) ein aktualisierter „Hüttenknigge“ mit zehn Regeln veröffentlicht. Dieser soll Gäste für ein respekt- sowie verantwortungsvolles Verhalten am Berg sensibilisieren und insbesondere in Hinblick auf problematische Trends wie Doppelreservierungen oder hohen Ressourcenverbrauch informieren.
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