Auschwitz
„Promemoria Auschwitz“: 162 junge Menschen nehmen daran teil
Anfang März haben 162 Südtiroler Jugendliche in Begleitung von 18 Betreuerinnen und Betreuern sowie Projektmitarbeitern an „Promemoria Auschwitz: die Reise der Erinnerung“ teilgenommen. Die Fahrt ging nach Krakau, wo unter anderem die KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau besichtigt wurde.
Ein Rundgang zwischen bedrückend und beeindruckend
Klirrende Kälte in Krakau, die Temperaturen sind über Nacht unter den Gefrierpunkt gesunken. Sanft rieseln dicke Schneeflocken vom Himmel und befeuchten die leer stehenden Stühle. In der Luft liegt eine gespenstische Ruhe. Wir befinden uns auf dem Platz der Ghetto-Helden, dem Herzstück des ehemaligen jüdischen Ghettos von Krakau. Hier soll die heutige Reise der Gruppe E, deren Teil ich nun bin, beginnen.
Die Schatten der Vergangenheit sind nicht mehr fern
Mühsam öffne ich die Augen. Durch die Fensterscheiben fällt fahles Morgenlicht, der blaue Himmel versteckt sich hinter dunklen Wolken. Ein Vorgeschmack auf den düsteren Ort, an den wir uns begeben? Die Luft im Bus ist stickig von der langen Fahrt, die hinter uns liegt. Knapp 14 Stunden sind wir unterwegs, Krakau nicht mehr weit...Es wartet ein prägendes Erlebnis, das uns für den Rest unseres Lebens begleiten wird...
Steinhaus’ Mahnung: „Eindruck, als wäre 1933 wieder da“
„Ich habe den Eindruck, dass wir wieder ins Jahr 1933 zurückgekehrt sind“, sagte am Montag Federico Steinhaus, langjähriger Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Meran, bei der Gedenkfeier zum 80. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz im Innenhof des Ex-Balilla-Hauses.
Der Tag der Befreiung
Am Nachmittag des 27. Januar 1945 erreichten Einheiten der Roten Armee unter dem Oberbefehl von Generaloberst Pawel Kurotschkin Auschwitz, 60 Kilometer westlich von Krakau. Sie trafen auf 7650 Häftlinge, darunter 4000 Frauen, die gerettet werden konnten und fanden die Leichen von 600 Gefangenen, die noch Stunden vor der Befreiung von der SS ermordet worden waren.
PROMEMORIA AUSCHWITZ: Die Reise der Erinnerung
2022 werden sich wieder junge Menschen aus Südtirol, dem Trentino und dem Bundesland Tirol suchend und fragend auf die “Reise der Erinnerung“ begeben. Die Abfahrt der Reise nach Krakau findet nicht wie in den letzten Jahren im Winter statt, sondern wurde auf den April verschoben. 2021 fand die Reise digital statt.
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