Bauern
Bauern fordern mehr Geld, weniger Bürokratie – und Chancen für die Höfe
Auf seiner traditionellen Klausur in Terlan hat der Südtiroler Bauernbund die agrarpolitischen Leitlinien der kommenden Jahre abgesteckt. Im Zentrum stehen die Reform der EU-Agrarpolitik, der Umgang mit Großraubwild, der Pflanzenschutz im Obstbau sowie neue Einnahmequellen durch Direktvermarktung und erneuerbare Energien. Bauernbund-Obmann Daniel Gasser schlägt dabei einen selbstbewussten Ton an – und kündigt politischen Druck an.
Südtiroler Bäuerinnen in Klausur: Fachliche Kompetenz im Mittelpunkt
Die Funktionärinnen der Südtiroler Bäuerinnenorganisation (SBO) trafen sich vergangenen Freitag zu ihrer Klausurtagung an der Uni in Brixen. Neben Statutenanpassungen sowie Tätigkeits- und Kassaberichten stand ein fachlicher Austausch zu aktuellen agrarischen, rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Themen auf dem Programm – und ein deutliches Sichtbarmachen der zentralen Rolle der Bäuerinnen in Südtirol.
High-Tech auf dem Acker: Wie KI Südtirols Landwirtschaft revolutioniert
Drohnen, Sensoren und virtuelle Zäune: Die Digitalisierung hält Einzug in Südtirols Bauernhöfe. Eine aktuelle Seminarreihe des Bauernbundes zeigt auf, wie moderne Technologien den Arbeitsalltag erleichtern und Ressourcen schonen können – ohne den Menschen zu ersetzen.
Feuer und Tränengas: Tausende Bauern bei Protest in Brüssel
Tausende Landwirte haben – teils gewaltsam – im Brüsseler Europaviertel gegen das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den südamerikanischen Mercosur-Staaten protestiert und für Chaos gesorgt. Die Polizei setzte Wasserwerfer gegen Demonstranten ein, die versuchten, Absperrungen zu durchbrechen, wie die Polizei auf Nachfrage der dpa bestätigte. Während die Veranstalter von rund 10.000 Demonstranten sprachen, zählte die Polizei etwa 7.300 Personen und hunderte Traktoren.
Junge bäuerliche Familie ausgezeichnet
Die deutsche Volksgruppe in ihrer Tradition und Identität stärken: Dieses Ziel verfolgt die „Stiftung Frick – Heimat Südtirol“. In Partnerschaft mit der Südtiroler Bauernjugend wurde einer jungen bäuerlichen Familie auf der Agrialp 2025 zum achten Mal der „Jungbauernpreis zur Förderung der Südtiroler Identität“ verliehen. Er ging an die Familie Thomas Lampacher und Elisabeth Pfeifhofer vom Außergattererhof in Sexten.
Rekordernte bei Kartoffeln lässt Bauern bangen
In Europa wurde heuer eine Rekordernte bei Kartoffeln eingefahren. Freude darüber kommt jedoch kaum auf. Denn der Überschuss drückt den Absatz und lässt die Preise purzeln. Auch im Pustertal fiel die Ernte groß aus. Die Situation ist hier zwar etwas entspannter, da sich die Pusterer Bergkartoffeln in einer Nische halten können. Hanspeter Felder, Direktor der Pustertaler Saatbaugenossenschaft, hat dennoch Sorgen.
„Hier jammert keiner“ – Grödner Pensionist hilft Bergbauern bei der Arbeit
Steile Hänge, harte Handarbeit, lange und heiße Tage: Auf 1.700 Metern Höhe hilft der pensionierte Walter Weithaler aus Gröden bei der Heuernte am Schroflhof im Schnalstal mit. Er ist einer von 120 Freiwilligenhelfer, die den Südtiroler Bergbauern in ihrer Freizeit unter die Arme greifen. Warum er seine Pension lieber in der Natur verbringt, als auf der Couch – und weshalb Bergbauern seinen größten Respekt haben.
Südtirols Bauern schlagen Alarm: „Es braucht Lösungen“
Müll, zertrampeltes Gras kurz vor der Heuernte, niedergetretene Zäune und widerrechtliches Zelten: Besonders in der Hochsaison läuft in einigen Gebieten der Tourismusansturm aus dem Ruder – angeheizt auch von den sozialen Medien. Damit es nicht auch anderswo zu Protesten wie auf der Seceda kommt, ruft der Südtiroler Bauernbund alle Beteiligten auf, sich an einen Tisch zu setzen und nach Lösungen zu suchen.
Natura2000-Gebiete: Neuer Stunk um alte Gülle
Bürgermeister Michael Epp hat gestern die halbe Landesregierung aus ihren Sitzungen geklingelt: „Dass diese heute die überarbeiteten Ziele und Maßnahmen für die Natura2000-Gebiete verabschieden will, erfahren wir von Journalisten“, ärgert sich Epp. Ein Schritt, der laut Landesrat Peter Brunner aufgrund einer „erneuten Mahnung aus Rom“ erfolgt. „Für die Umsetzung der Düngepläne braucht es weitere Treffen mit den Betroffenen“, so Brunner.
Ideen, die bewegen: SBJ sucht die innovativsten Jungbauern
Jung, innovativ, mutig: Wer zeigt, was in Südtirols Landwirtschaft steckt? Die Südtiroler Bauernjugend (SBJ) ruft alle jungen Bäuerinnen und Bauern dazu auf, ihre innovativen Projekte beim Innovationspreis „IM.PULS“ einzureichen. Mit insgesamt 5.000 Euro an Einkaufsgutscheinen bei der Landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft winken attraktive Preise für die kreativsten und mutigsten Ideen. Die Bewerbungsfrist endet am 11. September.
Scharfe Kritik am Wasserzins: Der Unmut bleibt
Ein Gesetz mit Schlupflöchern: Viele – aber nicht alle – Landwirte müssen seit 2022 Wassergebühren zahlen. Jetzt wurde im III. Gesetzgebungsausschuss erneut über eine Änderung des Gesetzes diskutiert: „Entweder wir schaffen den Wasserzins ganz ab, oder wir fördern mit den Einnahmen endlich, wie vom Gesetz vorgesehen, wassersparende Maßnahmen“, fordert der Freie Landtagsabgeordnete Andreas Leiter Reber.
Er hat das Selbstbewusstsein der Bauern gestärkt
Als Mitbegründer des Tiroler Bauernbundes und Präsident des Landeskulturrates hat sich Josef Schraffl als eine der bedeutendsten politischen Persönlichkeiten Tirols vor über hundert Jahren für das bäuerliche Leben und die Rechte der Bauern vorbildlich und mit Energie eingesetzt.
„Die Bauern sind auch Umweltschützer“
Knapp 40 Kilometer von der Grenze zu Südtirol entfernt liegt der Heimatort von Norbert Totschnig, des im Amt bestätigten österreichischen Landwirtschaftsministers. Der 50-jährige ÖVP-Politiker ist auf einem Bauernhof in Tristach in Osttirol aufgewachsen. Warum er eine tiefe Verbundenheit zu Südtirol empfindet und wie der digitale Wandel die Landwirtschaft verändert, verrät er im Interview.
4 Menschen, 4 Perspektiven: Welche Zukunft hat die Kuh-Zunft?
Ein Biologe, eine Bergbäuerin aus dem Sarntal, eine Sozialanthropologin und eine Landwirtin aus dem Allgäu: 4 Menschen aus verschiedenen Bereichen ergeben 4 unterschiedlich geartete Perspektiven im Hinblick auf die Bewirtschaftung von Weiden und Bergwiesen.
Das sind die Hauptproblemfelder der Obstbauern
Eine Fachtagung in St. Michael an der Etsch (San Michele all’Adige) hat die zunehmenden Herausforderungen im Obstbau aufgezeigt. Neben der Ausbreitung der Pilzkrankheiten „Bitterfäule“ und „Glomerella Leaf Spot“ sorgen auch die steigende Apfeltriebsucht und die Marmorierte Baumwanze für Besorgnis.
Bauern stinksauer: „So geht man mit uns nicht um!“
Der Ärger bei den Pustertaler Bauern ist groß. Grund ist der Beschluss der Landesregierung zu den Natura-2000-Gebieten. Diesen lehnt der Bezirksbauernrat vehement ab. Kritisiert wird nicht nur der Inhalt des Papieres, sondern auch die Vorgehensweise. „Man hat den Eindruck, dass die Bäuerinnen und Bauern in diesem Land nicht mehr erwünscht sind“, sagte Bezirksobmann Manfred Vallazza.
Verpflichtende Kurse für Tierhalter: Gesundheit und Wohl der Tiere im Fokus
Tierhalter müssen künftig Kurse zu Tiergesundheit und zum Tierwohl absolvieren. Die Landesregierung hat eine EU- und Staatsverordnung übernommen. Für ein Jahr gilt eine Übergangsregelung. Südtirols Besonderheiten wurden berücksichtigt.
„Brauchen auch in Zukunft flächendeckend bewirtschaftete Almen“
Die Almwirtschaft sei für die Gesellschaft von großer Bedeutung, stehe aber immer mehr unter Druck, schreibt der Südtiroler Bauernbund (SBB) in einer Aussendung. Auf der 31. Internationalen Almwirtschaftstagung im Forum in Brixen diskutierten über 300 Bauern über die Zukunft der Almwirtschaft. Es ging auch um das Thema Wolf.
Rekordregen gefährdet Heuernte
Fast kein Tag ohne Regen – und das seit Wochen. Seit Jahresbeginn hat es im gesamten Pustertal um bis zu 80 Prozent mehr Niederschlag gegeben als im Durchschnitt. Was den meisten nur auf die Nerven geht, wird für viele Viehbauern zum handfesten wirtschaftlichen Schaden.
Chance auf (klimafreundlichen) Zuverdienst für Südtiroler Bauern?
Um bis 2040 klimaneutral zu werden, braucht Südtirol 6 Mal so viel erneuerbare Energie aus Fotovoltaik wie derzeit. Mit Anlagen auf Dächern, Fassaden, Balkonen und Parkplätzen wird der Bedarf nicht zu decken sein. Unter Landesrätin Maria Kuenzer bremste das Land bei der Agri-Fotovoltaik.
Dürfen Südtiroler Bauern bald mehr Tiere für den Eigenbedarf schlachten?
Von Ex-Landesrat Schuler auf eine Großvieheinheit (GVE) reduziert, sollen Bauern wieder 1,4 bis 1,6 Großvieheinheiten für den Eigenbedarf schlachten dürfen,die Gemeinden fordern sogar noch mehr. Der mehrheitlich von Bauern besetzte Gesetzgebungsausschuss tendiert auch dazu.
Über Grenzbauern und -bäuerinnen zwischen Trient und Bozen
Der Dokumentarfilmer und Ethnograf Michele Trentini erzählt die Geschichte der Bauerngemeinschaften, die in den Grenzgebieten zwischen den Provinzen Trient und Bozen leben. Auf dem Trento Film Festival präsentierte er einen eindrucksvollen Dokumentarfilm mit dem Titel „Contadini di Confine. Grenzbauern“.
Bauern: „EU-Entwaldungsverordnung gefährdet unsere Waldbewirtschaftung“
Der Südtiroler Bauernbund warnt eindringlich vor der sogenannten Entwaldungsverordnung der EU, weil sie sich bei näherem Hinsehen als ein „Bürokratiemonster“ entpuppe. Deshalb ruft er dazu auf, die Online-Petition des Waldverbandes Österreich zu unterstützen.
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