Brasilien
Acht Tote bei Einsturz von Pflegeheim in Brasilien
Beim Einsturz eines Pflegeheims in Brasilien sind acht Menschen ums Leben gekommen. Die Feuerwehr suchte am Donnerstag (Ortszeit) nach vier Vermissten, die unter den Trümmern in der südbrasilianischen Stadt Belo Horizonte vermutet wurden. Zum Zeitpunkt des Einsturzes waren nach Feuerwehrangaben 29 Menschen in dem vierstöckigen Gebäude, in dem sich auch Wohnungen und eine Schönheitsklinik befanden.
Brasilien ratifiziert Mercosur-Freihandelsabkommen
Brasilien hat am Mittwoch nach Argentinien und Uruguay als drittes Land das Mercosur-Freihandelsabkommen mit der EU ratifiziert. Nach dem brasilianischen Abgeordnetenhaus hat nun auch der Senat zugestimmt. In Paraguay muss das Abkommen noch im Unterhaus des Kongresses verabschiedet werden. Die Zustimmung der Parlamente der südamerikanischen Mercosur-Mitglieder - Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay - ist notwendig, damit das Handelsabkommen in Kraft treten kann.
Überschwemmungen in Brasilien fordern über 50 Menschenleben
Nach den verheerenden Überschwemmungen im Südosten Brasiliens hat sich die Zahl der Todesopfer auf 54 erhöht. In der Großstadt Juiz de Fora wurden nach Angaben der Stadtverwaltung 48 Tote und 13 Vermisste registriert. In der rund 100 Kilometer entfernten Stadt Ubá kamen sechs weitere Menschen ums Leben, zwei gelten dort als vermisst.
Mindestens 20 Tote nach Überschwemmungen in Brasilien
Durch Überschwemmungen und Erdrutsche infolge heftiger Regenfälle sind im Südosten Brasiliens mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Rettungskräfte und Behörden mitteilten, wurden am Dienstag Dutzende Menschen noch vermisst. Mehr als 400 Menschen hätten wegen der Unwetter ihre Häuser verlassen müssen. Die heftigen Regenfälle hatten den Fluss Paraibuna über die Ufer treten lassen.
Karneval in Rio im Sambodrom eröffnet
Heiße Rhythmen, Tausende Kostümierte und lautstarke Samba-Klänge: In Rio de Janeiro hat am Wochenende der weltberühmte Karneval mit Umzügen im Sambodrom begonnen. Mehrere Sambaschulen zogen unter sternenklarem Nachthimmel bei knapp 30 Grad mit bunten Wagen und Konfetti durch die von Tribünen gesäumte Straße.
Karneval in Rio offiziell eröffnet
Der weltberühmte Karneval in Brasiliens Millionenmetropole Rio de Janeiro ist offiziell eröffnet. Bürgermeister Eduardo Paes übergab im Stadtpalast den Stadtschlüssel an „König Momo“, die Symbolfigur des Karnevals, und läutete damit das bunte Treiben am Zuckerhut ein. „Rio de Janeiro ist ein Lebensgefühl, eine Stimmung und nichts repräsentiert den Geist dieser Stadt besser als der Karneval von Rio. Habt Spaß, aber seid verantwortungsbewusst“, sagte Paes.
Brasiliens Ex-Präsident Bolsonaro in größere Zelle verlegt
Brasiliens inhaftierter Ex-Präsident Jair Bolsonaro ist auf richterliche Anordnung hin aus seiner bisherigen Zelle in einen rund 65 Quadratmeter großen Sondertrakt verlegt worden. Das Oberste Gericht führte für die Verlegung des wegen eines Putschversuchs inhaftierten 70-Jährigen gesundheitliche Gründe an, wie es in der Entscheidung hieß, die unter anderem das brasilianische Nachrichtenmagazin „Veja“ veröffentlichte.
Rio de Janeiro für größte Silvesterparty aller Zeiten geehrt
Mit der größten Silvesterparty aller Zeiten hat es die brasilianische Metropole Rio de Janeiro ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Bürgermeister Eduardo Paes nahm am Dienstag die Auszeichnung für die Feier zum Jahreswechsel im vergangenen Jahr entgegen, bei der sich 2,5 Millionen Menschen zu einem Gratis-Konzert an der Copacabana versammelt hatten.
Bolsonaro wird wegen chronischen Schluckaufs operiert
Der an und für sich wegen eines Putschversuchs inhaftierte brasilianische Ex-Präsident Jair Bolsonaro ist wegen chronischen Schluckaufs am Zwerchfell operiert worden. Der Eingriff sei gut verlaufen, sagte der behandelnde Arzt, Mateus Saldanha, am Samstag vor Journalisten. Am Montag solle eine zweiten Stelle am Zwerchfellnerv behandelt werden, um die Beschwerden zu lindern. Bolsonaro war erst am Donnerstag an der Leiste operiert worden und kam dazu aus dem Gefängnis frei.
Tausende protestierten gegen Strafverkürzung für Bolsonaro
In Brasilien haben tausende Menschen gegen eine Verkürzung der Haftstrafe von Ex-Präsident Jair Bolsonaro demonstriert. Allein in Rio de Janeiro versammelten sich am Sonntag fast 19.000 Menschen an der Copacabana. Auf Protestplakaten stand „Keine Amnestie“ oder „Kongress, Feind des Volkes“. Auf einer Bühne traten der Sänger Caetano Veloso und andere Musiker auf. Proteste gab es auch in São Paulo und der Hauptstadt Brasília.
Brasiliens Ex-Präsident Bolsonaro muss 27 Jahre in Haft
Brasiliens Ex-Präsident Jair Bolsonaro hat dem Obersten Gericht des Landes zufolge alle Rechtsmittel im Fall seiner Verurteilung wegen eines geplanten Umsturzes ausgeschöpft. Der ultra-rechte frühere Staatschef müsse deshalb die gesamte 27-jährige Haftstrafe verbüßen, erklärte das Gericht am Dienstag. Bolsonaro war am Samstag nach der Beschädigung seiner elektronischen Fußfessel wegen „erhöhter Fluchtgefahr“ aus dem Hausarrest ins Gefängnis verlegt worden.
Bolsonaro beschädigte Fußfessel mit Lötkolben „aus Neugier“
Brasiliens Ex-Präsident Jair Bolsonaro hat eigenen Angaben zufolge in der Nacht vor seiner Festnahme seine elektronische Fußfessel mit einem Lötkolben beschädigt. „Ich habe da heißes Eisen draufgehalten. Aus Neugier“, sagte Bolsonaro einer Beamtin bei der Kontrolle des Geräts, wie auf einem vom Obersten Gerichtshof veröffentlichten Video zu sehen ist. Auf Nachfrage, ob es sich um ein Bügeleisen gehandelt habe, antwortete Bolsonaro: „Nein, ein Lötkolben.“
Brasiliens Ex-Präsident Bolsonaro präventiv festgenommen
In Brasilien ist der unter Hausarrest stehende Ex-Präsident Jair Bolsonaro in Haft genommen worden. Dies teilte sein Anwalt am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters mit. Einen Grund dafür nannte der Anwalt nicht. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme im Zusammenhang mit den Auflagen des Hausarrests, verlautete aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen.
Verhandlungen bei Weltklimakonferenz dauern an
Bei der Weltklimakonferenz im brasilianischen Belém dauern die Verhandlungen an. In der Nacht auf Samstag berieten die Delegierten weiter intensiv, um doch noch eine Einigung auf eine Abschlusserklärung zu ermöglichen. Wegen des Streits um den künftigen Umgang mit fossilen Energieträgern droht ein Scheitern des Gipfels. EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra schloss ein Konferenz-Ende ohne eine Abschlusserklärung nicht aus.
Weltklimakonferenz geht in die Verlängerung
Die Weltklimakonferenz in Brasilien geht in die Verlängerung. Bis zum geplanten Ende um 18.00 Uhr Ortszeit (22.00 Uhr MEZ) konnten sich die rund 200 Staaten in strittigen Fragen nicht einigen. Die Verhandlungen gehen weiter. Besonders heftig wird darum gerungen, ob ein Plan zum Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas erarbeitet werden soll. Mehr als 80 Staaten werben dafür, doch die Widerstände etwa bei den Ölstaaten sind groß.
Zweifel an gemeinsamer Abschlusserklärung bei COP30
Zur Halbzeit der UNO-Klimakonferenz COP30 in Brasilien ringen die Teilnehmerstaaten um eine gemeinsame Linie für eine Abschlusserklärung. Bei Delegierten mehrten sich Zweifel, ob man zu einer substanziellen Einigung der 195 teilnehmenden Staaten kommen werde. „Wenn wir auf diesem Kurs bleiben, wird es ein sehr, sehr schwaches Ergebnis geben“, sagte Andrew Wilson von der Internationalen Handelskammer. Begleitet wurde der Gipfel am Freitag von Protesten indigener Gruppen.
30. UNO-Klimakonferenz startet in Amazonas-Stadt Belem
Mit dem Start des globalen Waldschutz-Fonds TFFF haben die Klimaverhandlungen in Brasilien mit einem konkreten Erfolg begonnen. Doch nach dem Gipfel am Donnerstag und Freitag stehen ab Montag bei der eigentlichen UNO-Klimakonferenz COP30 schwierige Verhandlungen über Themen wie die viel zu hohen Treibhausgas-Emissionen und die Klimafinanzierung an. Und die geopolitischen Voraussetzungen für die zweiwöchigen Beratungen in der Amazonas-Stadt Belem sind nicht günstig.
Klimawandel hat Millionen in die Flucht getrieben
Die Folgen des Klimawandels treiben Millionen Menschen weltweit in die Flucht. In den vergangenen zehn Jahren hätten rund 250 Millionen Menschen wegen Wetterkatastrophen aus ihren Dörfern und Städten fliehen müssen - rechnerisch seien das 70.000 Menschen pro Tag, berichtet das UNO-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR vor Beginn der Weltklimakonferenz in Brasilien. Die Organisation spricht von einem Teufelskreis aus Konflikten und Klimakrisen.
Erde steuert in Richtung katastrophaler Erwärmung
Die Erde steuert den Vereinten Nationen zufolge mit der aktuellen weltweiten Klimapolitik bis zum Ende des Jahrhunderts auf 2,8 Grad Erwärmung gegenüber der vorindustriellen Zeit zu. Sehr wahrscheinlich werde das international vereinbarte 1,5-Grad-Ziel schon innerhalb des nächsten Jahrzehnts überschritten, teilte das UNO-Umweltprogramm (UNEP) mit Sitz in Nairobi mit. Die Weltgemeinschaft will die Erderwärmung eigentlich bei 1,5 Grad begrenzen.
64 Tote bei Anti-Drogen-Polizeieinsatz in Rio de Janeiro
Bei stundenlangen Feuergefechten zwischen Sicherheitskräften und Kriminellen sind in Rio de Janeiro mindestens 64 Menschen ums Leben gekommen. Spezialeinsatzkommandos der Kriminal- und Militärpolizei rückten in einem Großeinsatz gegen das Verbrechersyndikat Comando Vermelho (Rotes Kommando) in Mannschaftsstärke in die Favela Alemão und das Viertel Penha im Norden der brasilianischen Küstenmetropole ein.
UNO: Fast 900 Millionen Menschen in Armut sind Klimarisiken ausgesetzt
Fast 80 Prozent der ärmsten Menschen auf der Welt sind laut UNO den durch die Erderwärmung verstärkten Klimarisiken direkt ausgesetzt. Diese etwa 900 Millionen Menschen trügen eine „doppelte und zutiefst ungleiche Last“, erklärte das UNO-Entwicklungsprogramm UNDP am Freitag.
Ex-Präsident Bolsonaro zu mehr als 27 Jahren Haft verurteilt
Das Oberste Gericht Brasiliens hat Ex-Präsident Jair Bolsonaro wegen eines Putschversuchs zu 27 Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Die Richter verkündeten das Strafmaß am Donnerstag, nachdem sie den 70-Jährigen mehrheitlich für schuldig befunden hatten. Es war das erste Mal, dass sich ein ehemaliger Staatschef in Brasilien wegen eines versuchten Staatsstreichs vor Gericht verantworten musste.
Brasilien vor historischem Urteil gegen Bolsonaro
Brasiliens Oberstes Gericht beginnt an diesem Dienstag mit der Urteilsfindung gegen den früheren Präsidenten Jair Bolsonaro. Ihm und sieben Mitangeklagten wird ein versuchter Staatsstreich nach der Wahl 2022 vorgeworfen. Es ist das erste Mal in der Geschichte des südamerikanischen Landes, dass ein Ex-Präsident wegen eines mutmaßlichen Umsturzversuchs verurteilt werden könnte. Ein Urteil wird in der kommenden Woche erwartet.
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