DNA-Test
Hundekot: Es riecht nach Aufschub
27.000 Hundehalter, die noch keinen DNA-Abstrich an ihrem Vierbeiner vorgenommen haben, werden ab Jänner wohl nicht zur Kasse gebeten. Peinlich, aber wahr: In drei Stunden konnten sich SVP und Mehrheit auf keine Linie zum Hundekot einigen. Sepp Noggler (SVP) will nahende Strafen „bis auf Widerruf“ aussetzen. Harald Stauder (SVP) will im Jänner 27.000 Vorhaltungen verschicken. Die Strafen sollen aber auf 100 Euro sinken und die Bürger mehr Zeit erhalten, bis sie diese begleichen müssen.
Die Hundesteuer kommt nicht – wie es jetzt weitergeht
Landesrat Luis Walcher ist Pragmatiker. Über die Wiedereinführung der Hundesteuer suchte er einen Ausstieg aus der Südtiroler Häufchen-Posse. Nun kam – pragmatisch – sein Rückzieher: „Im Landtag gibt es dafür keine Mehrheiten.“ Die Probleme freilich bleiben.
Bürgermeister haben keine Freude mit Walchers Hundesteuer
„Eine Hundesteuer, von der letztendlich alle befreit sind, macht keinen Sinn“, sagt Gemeindenverbandschef Dominik Oberstaller. Entsprechend hat der Rat der Gemeinden in seiner gestrigen Sitzung dem entsprechenden Vorschlag von Landesrat Luis Walcher eine Abfuhr erteilt.
Hunde-DNA: Wie es jetzt weitergeht
Auch weil das Land nicht imstande ist, Testkapazitäten bereitzustellen, hat erst ein Viertel der 40.000 Südtiroler Hundebesitzer ihren Vierbeiner zum DNA-Test gebracht. Für das Omnibusgesetz schlägt die Landesregierung nun eine Gesetzesänderung vor, die für Aufsehen sorgt.
Lieblingsprojekt des Landesrates ist bisher ein Flop
Welcher Hund hat dieses Häufchen hinterlassen? Wem gehört dieser Streuner? Diese und andere Fragen rund um die vierbeinigen Freunde werden in Südtirol bald mit dem Klick in eine Datenbank beantwortet: Dort soll die DNA aller im Land gehaltenen Hunde abgespeichert sein. So ist es zumindest geplant. Doch das Vorhaben kommt nicht vom Fleck, wie die Zahlen beweisen.
Mehr laden

