Drogenkonsum
„Niemand weiß genau, was wirklich in den Drogen steckt“
Das synthetische Opioid Nitazen sorgt derzeit für Aufsehen – nicht zuletzt aufgrund eines Todesfalls, der nun vor Gericht verhandelt wird. Dr. Bettina Meraner, geschäftsführende Primaria des Dienstes für Abhängigkeitserkrankungen, erklärt im Gespräch warum Nitazen so gefährlich ist, wie sich der Drogenmarkt verändert hat und welche Substanzen in Südtirol aktuell am meisten Probleme bereiten.
Drogenmissbrauch: Nicht nur gesundheitliche Risiken
Zum Internationalen Tag gegen Drogenmissbrauch am heutigen 26. Juni warnt der Verein La Strada – Der Weg vor den weitreichenden Folgen von Drogenkonsum. Dabei gehe es nicht nur um gesundheitliche Risiken für die Konsumierenden selbst, sondern auch um die oft übersehenen Belastungen für deren soziales Umfeld, insbesondere für Familie und Freundeskreis.
Der Führerschein ist weg – 0,04 Promille „drüber“
Über 9 Gramm Drogen beschlagnahmt, mehrere Fahrer unter Alkoholeinfluss gestoppt und 4 Führerscheine eingezogen: Die Carabinieri Bruneck führten in den letzten Tagen verstärkte Kontrollen gegen Alkolenker sowie gegen Drogenbesitz und -missbrauch durch.
Jugendliche im Drogenrausch: Wie EXIT euch beim Ausstieg hilft
Die Zahl der Jugendlichen, die Drogen konsumieren, steigt, das Alter der minderjährigen Konsumenten sinkt: Das geht aus einer Tagung hervor, die vom Beratungsdienst EXIT beim Verein „La Strada – der Weg“ in Bozen kürzlich organisiert wurde. Im Interview spricht die Psychologin Laura Sternbach, Koordinatorin bei EXIT, über die Arbeit der EXIT-Psychologen mit Jugendlichen und über ihre Erfahrungen.
„Die Spritzen liegen sogar im Garten“
Die Passage zwischen Vintler- und Weggensteinstraße ist eine ausgesprochene Schulzone: Täglich bewegen sich dort Hunderte Schüler, Kindergartenkinder und Heimbesucher. Zudem befindet sich hier der einzige Spielplatz in der historischen Altstadt. Doch die Zustände in dieser versteckten Ecke werden immer bedenklicher.
„Heroin verbreitete sich in Südtirol wie ein Lauffeuer“
Drogenkonsum ist in Südtirol ein großes Problem und hat sich in den vergangenen Jahren sogar verstärkt. Der heutige 26. Juni ist der „Welttag gegen Drogenmissbrauch und den illegalen Handel von Drogen“, der 1987 von den Vereinten Nationen eingeführt wurde. Dieses Datum fällt auch auf einen anderen Jahrestag: dem 45. Jahrestag der Gründung des Vereins „La Strada-Der Weg“, der 1978 in Bozen gegründet wurde, um sich mit dem Jugendproblem des Drogenkonsums zu befassen.
Bozen und das Kokain: „Wert ähnlich hoch wie in Mailand – extrem viel“
In Südtirol werden Drogen zunehmend zum Problem. Vor allem für Jugendliche sind die illegalen Substanzen gefährlich – viele werden von ihnen abhängig. „Schuld am erhöhten Konsum könnte auch die schwierige Zeit sein, die viele Jugendlichen während der Pandemie durchgemacht haben“, sagt die Primarin des Dienstes für Abhängigkeitserkrankung, Dr. Bettina Meraner. Allein in Bozen seien rund 100 Südtiroler Jugendliche in Behandlung.
Spuren von Kokain auf dem Schreibtisch des Präsidenten: Wahr oder falsch?
Im Internet machen derzeit mehrere Videos die Runde, in denen behauptet wird, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Drogenproblem habe und bei seinen Videos beeinträchtigt sei. Als sichtbarer Beweis wird auf eine Kokain-Spur auf seinem Schreibtisch verwiesen. Hier ist der Faktencheck zu den Videos!
Schizophrenie durch Cannabis-Konsum: Warum Mediziner warnen
Cannabis gilt als vergleichsweise harmlose Droge. Doch bei Jugendlichen kann der Wirkstoff schwere Schäden im Gehirn anrichten. Eine Serie blutiger Verbrechen von psychisch kranken Cannabis-Konsumenten sorgt in Deutschland für Aufsehen. + von Bernhard Sprengel
Große Abwasseruntersuchung: Kokain im Südtiroler Kanal
Die Bozner konsumieren weniger Alkohol, Nikotin, Cannabis, Amphetamin und MDMA als die Innsbrucker, aber gleich viel Kokain: Das weiß man aus Untersuchungen von Abwässern. Die Medizinische Universität Innsbruck beteiligt sich am jährlichen europaweiten Abwassermonitoring und nimmt auch eine Südtiroler Kläranlage unter die Lupe.
Drogenkonsum in der Region steigt immer mehr an
Ein Bericht des Innenministeriums über die Beschlagnahme von Drogen in der Region Trentino-Südtirol lässt aufhorchen: Demnach wurden 2019 in der Region 50 Prozent mehr Marihuana beschlagnahmt als 2018, bei Heroin liegt das Plus an beschlagnahmten Drogen sogar bei 94 Prozent. Dies berichtet das Tagblatt „Dolomiten“ in seiner aktuellen Ausgabe.
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