EZB
EZB berät nach Ölpreisschock über Zinsen
Inflation eingedämmt, leichtes Wachstum im Euroraum: Noch vor wenigen Wochen wähnte sich die Europäische Zentralbank (EZB) in einer komfortablen Lage. Doch mit dem Krieg im Nahen Osten und dem Ölpreisschock wächst die Sorge, dass die Teuerung wieder deutlich anzieht. Nun gibt die EZB am Donnerstag (14.15 Uhr) die nächste Zinsentscheidung bekannt.
Spekulation um vorzeitigen EZB-Abgang von Lagarde
EZB-Präsidentin Christine Lagarde wird einem Medienbericht zufolge voraussichtlich vorzeitig aus dem Amt scheiden. Es werde damit gerechnet, dass sie ihre achtjährige Amtszeit nicht vollständig absolvieren werde, so die Zeitung „Financial Times“ am Mittwoch unter Berufung auf eine mit Lagardes Überlegungen vertraute Person. Lagarde wolle ihren Posten vor der im April 2027 geplanten französischen Präsidentschaftswahl räumen. Laut EZB ist aber noch keine Entscheidung getroffen.
Lagarde: Europa kann Zölle mit Reformen abfedern
EZB-Präsidentin Christine Lagarde fordert angesichts des angespannten Welthandels den Abbau von Hürden im europäischen Binnenmarkt. Damit könne Europa die Belastungen durch die höheren US-Zölle kompensieren, sagte sie beim „Frankfurt European Banking Congress“.
EZB-Vizepräsident für vorsichtigen Kurs bei Zinsen
EZB-Vizepräsident Luis de Guindos plädiert für einen vorsichtigen geldpolitischen Kurs. Die Europäische Zentralbank müsse „sehr umsichtig und vorsichtig“ beim Festlegen der Leitzinsen vorgehen, sagte er der portugiesischen Zeitung „Diário de Notícias“ in einem am Montag veröffentlichten Interview. Dies gelte, auch wenn der Grad der Unsicherheit insbesondere nach dem Handelsdeal der EU mit den USA in den vergangenen sechs Monaten nachgelassen habe.
Draghi zeichnet düstere Zukunft für EU-Wirtschaft
Der ehemalige italienische Regierungs- und EZB-Chef Mario Draghi zeichnet ein düsteres Zukunftsbild für Europas Wirtschaft. „Unser Wachstumsmodell verliert an Bedeutung, die Schwachstellen nehmen zu, und es gibt keinen klaren Weg, um die erforderlichen Investitionen zu finanzieren“, sagte Draghi bei einer Rede in Brüssel. Die Energiepreise seien weiter zu hoch, zu wenige Unternehmen arbeiteten mit künstlicher Intelligenz und es gebe Nachholbedarf bei der Mikrochipproduktion.
EZB berät über Zinsen in der Eurozone
Die Europäische Zentralbank (EZB) berät am Donnerstag über die Zinsen in der Eurozone. Ökonomen und Investoren rechnen damit, dass die EZB bei ihrer Sitzung am Donnerstag den für Sparer und Banken relevanten Einlagenzins unverändert bei 2,0 Prozent belassen wird. Die Entscheidung des EZB-Rates wird am Nachmittag (14.15 Uhr) bekanntgegeben.
Lagarde: EU-Binnenmarkt stärken als Antwort auf Trump
Eine Antwort auf die Zollpolitik der USA ist aus Sicht von EZB-Präsidentin Christine Lagarde eine Stärkung des EU-Binnenmarktes. „Klar, die USA sind groß, ein wichtiger Ort, auch ein wichtiger Handelspartner für uns. Aber was wir machen müssen, ist, dass wir hier zu Hause unseren Garten bestellen“, sagte die Notenbankchefin.
EZB senkt Zinsen um 0,25 Prozentpunkte
Die Europäische Zentralbank (EZB) nähert sich nach Einschätzung der Präsidentin Christine Lagarde dem Ende des aktuellen Zinssenkungszyklus. „Die EZB kommt beim Zinssenkungszyklus zum Ende“, sagte Lagarde am Donnerstag auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Zinsentscheidung. Zudem sei die Notenbank mit dem aktuellen Leitzins schon gut positioniert.
Europas geldpolitische Überlastungsfalle
Nach einer Reihe drastischer Zinserhöhungen durch die US-Notenbank und die Europäische Zentralbank geht die Gesamtinflation in den USA und im Euroraum rasch zurück. Die geldpolitischen Entscheidungsträger auf beiden Seiten des Atlantiks haben jedoch deutlich gemacht, dass sie noch nicht am Ziel sind. Werden sie zu weit gehen?
„Wie oft werden die Leitzinsen noch angehoben, Herr Tappeiner?“
Im Kampf gegen die hohe Inflation hat die Europäische Zentralbank (EZB) bereits 8 Mal die Leitzinsen erhöht, doch die Teuerungsrate ließ sich davon bislang nicht wirklich beeindrucken. Wie lange werden die Leitzinsen noch steigen? Und wie schlimm ist es, wenn Italien dadurch in eine Rezession rutscht? Gottfried Tappeiner, Wirtschaftsprofessor an der Uni Innsbruck hat die Antworten.
Das Versagen und die Versäumnisse der Zentralbanken
Die Inflationsraten in den westlichen Volkswirtschaften werden sinken. Dafür sprechen in erster Linie technische Gründe infolge des Basiseffekts und vorläufig niedrigere Energiepreise. Aber die Preissteigerungsraten werden auf inakzeptabel hohem Niveau verharren, so dass wir noch lange von Preisniveaustabilität entfernt bleiben. + von Jürgen Stark
Die Europäische Zentralbank: Zwischen Pest und Cholera
Seit bald 25 Jahren gibt es die Europäische Zentralbank (EZB). Und seit in Europa die Inflation immer mehr ausufert, sind die Augen zunehmend auf die Währungshüter in Frankfurt gerichtet: Was werden sie tun? Und was können sie noch tun? + Von Alexander Brenner-Knoll
Höherer Leitzins: So schützen Sie sich vor höheren Raten
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins im Euroraum kräftig erhöht – um 0,75 Punkte auf 2 Prozent. Wer einen Kredit bei variablen Zinssätzen hat, muss jetzt bei der Rückzahlung tiefer in die Tasche greifen. s+ rechnet durch, wie viel Sie künftig bei den Raten drauflegen müssen.
Bringen Italiens Turbulenzen Europa an den Rand des Abgrunds?
Der Rücktritt von Mario Draghi (ehemals Präsident der Europäischen Zentralbank) als italienischer Ministerpräsident hat erneut ein Schlaglicht auf die dysfunktionale Politik und die prekäre Schuldenposition des Landes geworfen. Doch welche Auswirkungen haben die Probleme Italiens und Draghis Abgang auf die Eurozone? + Paola Subacchi
Die Zinswende: Das sagt der Experte
Sparer hoffen, Kreditnehmer bangen: Europas Währungshüter leiten angesichts der Rekordinflation einen Kurswechsel ein. Die milliardenschweren Netto-Anleihenkäufe laufen mit 1. Juli aus, bei der Sitzung am 21. Juli will die Europäische Zentralbank (EZB) dann die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte anheben. Es ist die erste Zinserhöhung im Euroraum seit genau 11 Jahren.
Die EZB und die fiskalpolitische Vereinnahmung
Seit dem zweiten Quartal 2021 hat die Inflation im Vereinigten Königreich, in den Vereinigten Staaten und in der Eurozone das 2 Prozent-Ziel der jeweiligen Zentralbanken weit überschritten. Dieser Anstieg ließe sich durchaus mit der unerwarteten Schwere und Dauer der Covid-19-Pandemie, den Auswirkungen des russischen Krieges in der Ukraine und wiederholten Fehleinschätzungen der Bank of England, der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank (EZB) erklären. + von Willem H. Buiter
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