Entnahme
Staatsrat hat entschieden: Zweiter Wolf im Vinschgau bleibt am Leben
Ein herber Rückschlag für Nutztierhalter in ganz Südtirol: Der zweite Schadwolf, der für mehrere Schafsrisse auf der Furgles Alm im Obervinschgau verantwortlich ist, bleibt vorerst am Leben. Der Staatsrat hat die geplante Entnahme im Auftrag der Tierschutzorganisationen LAV, EMPA und LNDC bis auf weiteres gestoppt.
Wolfsjagd wieder ohne Abschuss – Walcher verteidigt Einsatzgruppe
Die Wolfsjagd erweist sich für das Land als äußerst harte Nuss: Denn vom 30. Juli bis zum 6. August hatte die sechs Mann starke Einsatzgruppe des Landesforstkorps immerhin sieben Nächte lang Zeit, um zwei Schadwölfe zu erlegen – ohne Erfolg jedoch. Bereits 2024 war die Einsatzgruppe im Vinschgau beim Versuch gescheitert, zwei Schadwölfe zu entnehmen.
Walcher: „Erster legaler Wolf-Abschuss 2025“
Kommt es jetzt endlich zum Durchbruch? Die EU-Kommission hat am Freitag einen weiteren Schritt gesetzt, um den Schutzstatus des Wolfes herabzustufen. Gleichzeitig gibt es auch auf staatlicher Ebene Bemühungen um eine geregelte Entnahme (wir haben berichtet), noch in diesem Monat soll die Abgeordnetenkammer über das Berggesetz abstimmen. „Wir hoffen, dass 2025 der erste legale Abschuss von Wölfen erfolgt“, zeigt sich Südtirols Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher optimistisch.
Bär M91 abgeschossen
Dritter Abschuss in 10 Monaten: Trentiner Forstbeamte haben in der Nacht von Samstag auf Sonntag einen weiteren Bären erlegt. Das Exemplar M91 war als „gefährlich“ eingestuft, Landeshauptmann Maurizio Fugatti hatte am Freitag die Abschussverordnung unterzeichnet. Während sich die Umweltschutzbehörde ISPRA positiv zur Entnahme äußerte, kommt Kritik von Tierschutzorganisationen.
Wolfsentnahmen und Weideschutz: Rekurse unverfolgbar
Die Rekurse gegen die Entnahme von insgesamt 4 Wölfen in Südtirol und die Durchführungsbestimmungen bzw. das Dekret zu den Weideschutzgebieten waren unverfolgbar: So urteilte das Verwaltungsgericht am heutigen Montag. Außerdem urteilte das Gericht aber auch, dass die Entnahme der Wölfe mangelhaft begründet war.
Geheimaktion Wolfsabschuss sorgt für Ärger
In Mühlwald gehen Forstbeamte seit Tagen immer wieder auf die Pirsch, um 2 Wölfe abzuschießen – aber wo die Beamten genau unterwegs sind, bleibt geheim und Mühlwalds Bürgermeister Paul Niederbrunner ist verärgert darüber, nicht informiert zu werden. Auch der Jagdaufseher sei zuletzt nicht in Kenntnis gesetzt worden, dass Förster „nachts den Berg beleuchten“.
Es wird ernst! In diesem Tal soll der erste Wolf erlegt werden
41 Nutztiere hat er innerhalb von wenigen Wochen gerissen, nun soll das Gewehr seinem blutigen Treiben ein definitives Ende setzen: In Südtirol wird heute der allererste Antrag auf Abschuss eines Wolfes ausgestellt. Noch in dieser Woche sollen 2 weitere Entnahme-Anträge ausgestellt werden. Welche Gemeinden dürfen auf Lösung des Problems hoffen?
Nach Wolf und Bär: Ist der Biber das nächste Problemtier?
Der Biber lässt sich beim Bau seines Reviers weder von Verkehr noch von Nähe zu Häusern und Menschen abhalten. Selbst in der Stadt fühlt er sich wohl. Über das Wiederaufleben der lange nahezu komplett verschwundenen Population freut sich nicht jeder. Von Julia Giertz
Warum Tirol und Kärnten Wölfe abschießen – und Südtirol noch diskutiert
Die Regierung des Bundeslandes Tirol hat am Mittwoch einen Wolf in Osttirol zum Abschuss frei gegeben; in Kärnten sind bereits 2 Tiere erlegt worden. Warum ist das in Südtirol nicht möglich, obwohl Wölfe mehr und mehr Schäden anrichten und langsam auch die Scheu vor den Menschen verlieren?
Wolfsrisse: „Eine Entscheidung muss her“
Die Weidesaison hat noch nicht begonnen, schon gibt es erste Wolfsrisse. Nachdem unlängst eine Hirschkuh in Kastelruth in unmittelbarer Nähe zweier Höfe totgebissen wurde, pochen die SVP-Landtagsabgeordneten und bäuerlichen Vertreter Franz Locher, Josef Noggler und Manfred Vallazza darauf, dass baldigst eine Entscheidung zur regulierten Entnahme von Problemtieren folgen muss.
Warum Kärnten einen Wolf schießt und Südtirol es nicht schafft
Bergbauern und Viehzüchter in Südtirol warten seit Jahren hart auf eine Landesverordnung, die es endlich ermöglichen würde, Wölfe abzuschießen. Ein Landesgesetz ist längst da, eine Abschussverordnung lässt auf sich warten. Anders sieht es in Kärnten aus.
So klar hat Südtirol abgestimmt: Knapp 90 Prozent für Wolfsentnahme
Wölfe sollen entnommen werden dürfen, wenn sie eine Gefahr für Mensch und Tier darstellen: Immerhin 88 Prozent der deutschsprachigen Südtiroler sind dieser Auffassung. Dies hat das Linzer Meinungsforschungsinstitut „market“ bei einer Umfrage in der ersten Oktoberhälfte erhoben. Damit ist die Ablehnung gegenüber dem Wolf im Vergleich zu einer Umfrage vor 2 Jahren noch um einiges gestiegen.
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