Erinnerung
„Ich weiß nicht, was ich sagen soll“
Von einem Tag auf den anderen ist nichts mehr wie es war: Der Tod eines geliebten Menschen hinterlässt eine unerfüllbare Lücke. „Es gibt in einer solchen Situation nicht die richtigen Worte. Aber man kann Trauernde in ihrem Schmerz wahrnehmen und sie in Alltagsdingen unterstützten“, rät der österreichische Notfallpsychologe und Buchautor Dr. Martin Prein.
Hildegard Knef wäre heute 100 Jahre alt geworden: Ihr Visagist erinnert sich
Wenn Hildegard Knef, diese große Künstlerin, ihrem Visagisten schrieb, dann ging das so. „Geliebter René, Mama braucht...“. Keine nüchterne Bitte um Ausstattung oder Kosmetikbehandlung, sondern kleine Miniaturen voller Witz und Selbstironie. „Kannst du morgen kommen? Haut und Seele hätten's nötig.“ René Koch vermisst diese Nachrichten bis heute.
Als über Jenesien die Bomber flogen
Barbara Egger Gasser war 16 Jahre alt, als der Zweite Weltkrieg zu Ende ging. Heute, achtzig Jahre später, erinnert sich die 1929 geborene Jenesierin noch gut an jene Monate voller Unsicherheit, Bombenalarm und an einen deutschen Soldaten, der sich mit einem „Muli“ aus dem Staub machte.
Bei Rettung vom Blitz getroffen: Gedenken an Polizist Walter Gamper
Quästor Giuseppe Ferrari, Vizequästor Giorgio Azzaretto und Polizeikaplan Gianni Ciorra haben am Dienstag mit Angehörigen am Grab in St. Gertraud des verstorbenen Polizisten Walter Gamper gedacht. Gamper war am 9. September 1977 im Alter von 27 Jahren im Einsatz gestorben.
Pusterer Geschichte: Wie ein Müller zum Glockengießer wurde
Glocken gehören fest zu unserem Kultur- und Glaubensleben. Einst gab es in Tirol etliche Gießereien, u.a. auch in Mühlen in Taufers. Dort wurden vor über 200 Jahren die Kirchenglocken der Pfarre Taufers gegossen. Die größte von ihnen, die 2,6 Tonnen schwere „Tauferer Große“, hängt noch heute im Kirchturm. Dabei wäre deren Guss beinahe misslungen.
9. Mai 1995: 9 Menschen – darunter 2 Kinder – sterben bei Kniepass-Tragödie
Heute vor 30 Jahren hat sich im Pustertal ein furchtbarer Busunfall ereignet: Am 9. Mai 1995 stießen auf der Hauptstraße zwischen St. Lorenzen und Kiens ein Lastwagen und ein Linienbus zusammen. Sieben Personen im Bus waren auf der Stelle tot, zwei weitere starben wenig später. Der damalige Kiener Bürgermeister Karl Pfeifhofer erinnert sich an das furchtbare Unglück.
Das Kondolenzbuch für den Papst: Südtirol nimmt Abschied von Franziskus
Regierungskommissär Vito Cusumano hat Bischof Ivo Muser ein Kondolenzbuch überreicht, das im Anschluss an den Tod von Papst Franziskus im Regierungskommissariat in Bozen auflag. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten bis Samstag, 26. April – dem Tag der Trauerfeierlichkeiten in Rom – die Gelegenheit, ihre Anteilnahme schriftlich festzuhalten.
Nach 80 Jahren: Franziskaner bleiben Zeugen der Hoffnung
Die Franziskanerprovinz Austria gedenkt der beiden Franziskaner Kapistran Pieller ofm und Angelus Steinwender ofm, die vor 80 Jahren, am 15. April 1945, in Stein an der Donau erschossen wurden. „Sie waren Wegweiser in einer angstbesetzten Welt“, sagt der österreichische Franziskanerprovinzial P. Fritz Wenigwieser ofm.
Kronplatz: Ein Skirennen, das Geschichte schreibt
Mit der Seilbahn in wenigen Minuten hinauf auf den Berg und über bestens präparierte Pisten ins Tal wedeln: So kennt man den Kronplatz. Gar einige rund um Pustertals Skiberg Nummer 1 erinnern sich aber auch noch an die Anfangsjahre des Skisports, als mit Holzskiern nach oben gestiegen und im Tiefschnee bis nach Niederolang gefahren wurde – vor 100 Jahren erstmals mit Zeitmessung.
„Das waren nicht nur Opfer, sondern Menschen mit einer Geschichte“
Heute vor 80 Jahren haben sowjetische Soldaten das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Zeitzeugen des Holocaust gibt es kaum noch, aber deren Nachkommen. Eine von ihnen ist Franca Avataneo. Im Interview erzählt sie von ihrer Spurensuche, die sie zurück nach Südtirol führte, von wo ihre Familie 1943 vertrieben und deportiert wurde.
Elisabeth aus Gröden stürzte in den Tod: So liebevoll erinnern ihre Freunde an sie
Im Juli 2023 brachen 7 junge Südtiroler Kletterer zu einer Kletterexpedition ins indische Zanskar-Tal auf. Nur 6 kehrten zurück: Elisabeth Lardschneider (20) aus St. Ulrich war bei einer Gipfeltour gegen Reiseende tödlich abgestürzt.
Sepp-Kerschbaumer-Gedenkfeier: „Vergeben, aber nicht vergessen“
Am Sonntag versammelten sich über 2000 Teilnehmer in St. Pauls, um anlässlich des 60. Todestages von Sepp Kerschbaumer dessen Verdienste sowie die der verstorbenen und lebenden Tiroler Aktivisten der 1960er Jahre zu würdigen. „Im Mittelpunkt der Feier standen der unermüdliche Einsatz für die Freiheit und Selbstbestimmung Südtirols sowie die Erinnerung an eine entscheidende Epoche in der Geschichte der Südtiroler“, schreibt der Schützenbund in einer Aussendung dazu.
Franz Xaver Mitterer: Unvergessener Visionär und Pionier
Am heutigen Dienstag vor 125 Jahren starb Franz Xaver Mitterer – ein heimattreuer Visionär und Pionier. Geboren vor 200 Jahren am Ungererhof in Laurein, hinterließ der Kurat viele Spuren am Deutschnonsberg – besonders in Proveis. Dort gedachten Proveiser und Laureiner am Seelensonntag ihres unvergessenen „Herrn Franz“.
Dieses Gipfelkreuz hält die Erinnerung an ihren Freund Ivan Hofer wach
Tragisch endete im Vorjahr die Teilnahme von Ivan Hofer am Südtirol Ultra Skyrace. Der 28-jährige Sarner wurde wenige Kilometer vor dem Ziel leblos aufgefunden. Nun haben seine Freunde im Gedenken an ihn ein Gipfelkreuz hoch über Aberstückl errichtet.
Soldaten im Dorf: Er erlebte als Kind das Inferno von Tesselberg mit
Er war damals 7 Jahre alt und kann sich noch gut an jenen 10. September 1964 erinnern, als Carabinieri und Soldaten auf der Suche nach den „Puschtra Buibm“ in Tesselberg einfielen. „Wir Kinder und die älteren Frauen wurden zu einer Schupfe getrieben und mussten dort den ganzen Tag ausharren“, erzählt Hermann Lahner, der jetzt in Gais lebt. Dass in dem kleinen Dorf heute vor genau 60 Jahren nur knapp ein Blutbad verhindert werden konnte, wurde allen erst sehr viel später bewusst.
Der vergessene Olympiasieger aus Naturns
Die Olympischen Spiele in Paris sind erfolgreich zu Ende gegangen. Wie die Namen von Siegern verblassen können, zeigt das Beispiel des ersten Südtiroler Olympiasiegers, Albert Winkler, der 1932 in Tschars geboren wurde und in Naturns aufgewachsen ist. Er gewann 1956 bei den Olympischen Spielen in Melbourne (Australien) eine Goldmedaille im Rudern (Vierer mit Steuermann).
Edith Gufler und ihre Silbermedaille bei Olympia 1984
Die Allerwenigsten dürften sich daran erinnern, dass die Meraner nach dem Erfolg einer Mitbürgerin bei den Olympischen Sommerspielen 1984 in den USA in Feierstimmung waren: Die damals 21-jährige Edith Gufler kehrte mit einer Silbermedaille heim, die sie sich beim Luftgewehrschießen über 10 Meter stehend frei geholt hatte.
Sonderausstellung zu Katakombenschule im Engelsburg in Neustift
Am morgigen Samstag wird die Sonderausstellung „Die Katakombenschule – Erinnerung und Vermächtnis“ in der Engelsburg in Neustift eröffnet. Die Ausstellung markiert den 100. Jahrestag des Inkrafttretens des „Lex Gentile“-Dekrets im Oktober 1923, welches das Verbot der deutschen Schule in Südtirol einleitete. Organisiert wird die Ausstellung vom Schützenbezirk Brixen in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Schützenbund.
#we remember: STOL-Aktion zum Holocaust-Gedenktag
Vor 82 Jahren, am 20. Jänner 1942, wurde im Rahmen der Wannsee-Konferenz in Berlin von den Nationalsozialisten die sogenannte „Endlösung“ beschlossen - die Tötung von Millionen Juden. Am 27. Jänner findet dazu jedes Jahr der Holocaust-Gedenktag statt. STOL ruft die Südtiroler dazu auf, ein Zeichen zu setzen, damit die unfassbaren Gräueltaten – die Ermordung von Millionen Juden – nicht in Vergessenheit geraten.
„Freiheitskämpfer wieder in die Heimat lassen“
Am heutigen 15. Dezember jährt sich der Todestag des Freiheitskämpfers Heinrich Oberlechner. Oberlechner starb 2006 im Exil. Er durfte erst als Toter in seine Heimat zurückkehren. Die Süd-Tiroler Freiheit nimmt diesen traurigen Jahrestag zum Anlass und fordert eine Amnestie für alle noch im Exil lebenden Freiheitskämpfer.
5 Dörfer ausradiert, 2000 Tote: „Katastrophe absichtlich hervorgerufen“
Der Abend des 9. Oktober 1963 war ein tragischer Moment in der Geschichte. Eine gigantische Mure verursachte eine Wasserkatastrophe am Vajont-Stausee und begrub den Ort Longarone im Belluno unter sich. Fast 2000 Menschen starben.
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