Femizide
„Gewaltbekämpfung geht über Gleichstellung“
In einer Pressemitteilung fordert Julia Unterberger, Präsidentin der Autonomiegruppe im Senat, eine umfassende Strategie gegen Gewalt an Frauen: Gesetzgebung allein reiche nicht aus, es brauche auch kulturelle Veränderungen und echte Gleichstellung in allen Lebensbereichen.
Damit Kinder nicht den Namen des Mörders ihrer Mutter tragen müssen
Wie können Kinder und Angehörige die Vergangenheit hinter sich lassen, wenn der Name an den Täter erinnert? Ein neuer Vorstoß im italienischen Parlament gibt Opfern geschlechtsspezifischer Gewalt eine Möglichkeit, sich von dieser Bürde zu lösen.
Bericht: 109 Frauen wurden heuer in Italien getötet
Bis zum 3. Dezember 2023 sind in Italien 109 Frauen getötet worden, 90 von ihnen im familiären Umfeld, 58 von ihnen durch Partner oder Ex-Partner. Dies besagt der Bericht „Vorurteile und Gewalt gegen Frauen“, der aufgrund der Datenbank der Polizeidienststellen erstellt worden ist.
Turetta im selben Gefängnis wie Benno Neumair – Auto unter der Lupe
Filippo Turetta, der 22-jährige Student der Biomedizintechnik an der Universität Padua, gegen den wegen Mordes an seiner gleichaltrigen Ex-Freundin Giulia Cecchettin ermittelt wird, hat gestern in der Haftanstalt Montorio Veronese, in der sich auch der wegen des Mordes an seinen Eltern Laura Perselli und Peter Neumair befindet, seinen Anwalt Giovanni Caruso getroffen.
„Wir wollen nicht getötet werden!“
„Wir wollen nicht geschlagen, marginalisiert, oder getötet werden“, sagt Laura Volgger, Mitorganisatorin des Frauenmarsches, der am morgigen Samstag zum dritten Mal in der Landeshauptstadt stattfindet. „Die kollektive Stimme wächst, die Bewegung breitet sich weiter aus.“ Der Frauenmarsch startet am Bozner Gerichtsplatz, um 11 Uhr.
Filmfestival Venedig: Roter Teppich für die Opfer von Femiziden
Das italienische Parlament hat unlängst eine parteienübergreifende Kommission zur Bekämpfung von Femiziden eingesetzt, in der auch die Südtiroler Kammerabgeordnete Renate Gebhard vertreten ist. Anlässlich der 80. Internationalen Filmfestspiele treffen sich die Kommissionsmitglieder an diesem Wochenende in Venedig zu einer Tagung und zum gegenseitigen Austausch, „was die Bedeutung dieses Themas für unsere Gesellschaft unterstreichen soll“, betont Gebhard.
Anti-Gewalttraining für Männer: Wie es abläuft, was es bringt
Immer mehr Männer wenden sich an die Männerberatung der Caritas, um an einem Anti-Gewalttraining teilzunehmen. Guido Osthoff, Leiter der Männerberatung, erklärt, welche Gründe die Männer für ihre Gewaltbereitschaft angeben, wer wieder nach Hause geschickt wird und wie das Training abläuft.
„Fast jeden dritten Tag wird eine Frau von ihrem Partner getötet“
Es gebe Tage, an denen es schwierig werde, „unsere Arbeit zu machen, den Frauen zuzuhören, sie auf ihrem Weg aus der Gewalt zu begleiten“. Dies betont das Netzwerk „Frauen gegen Gewalt – Meran“. Fast jeden dritten Tag werde in Italien eine Frau von ihrem Partner getötet, „von dem Mann, der sagte, er liebe sie und dem sie vertraute und wir fragen uns, ob wir genug tun“.
Brixen: Rote Bänke zur Erinnerung und Warnung der Opfer der Femizide
Seit wenigen Tagen fallen den Brixnern 2 rote Bänke ins Auge, die die Gemeinde Brixen auf Vorschlag der Gemeinderäte Verena Stenico und Markus Frei della GBL/AES montiert hat, (Domplatz und Rappanlage), und dies zur Erinnerung und Warnung der Opfer der Femizide. Die rote Bank wurde zum Symbol für den Kampf gegen Femizide. Sie soll helfen, uns daran zu erinnern, dass dieser Platz in der Gesellschaft eigentlich einer Frau gehört hatte, die wegen eines Gewaltverbrechens nicht mehr hier ist.
#EineVonUns
Stopp Femizide: Teil I. NiUnaMenos, NonUnaDiMeno, NotOneLess, nichtEineweniger, nicht ein Mord an Frauen mehr. So lauteten weltweit die Slogans zum 8. März, dem Internationalen Frauentag. Und weiter: Wir wollen uns lebend/ig! Rühren sie eine an, rühren sie alle an! Jede von euch – eine von uns. + Von Heidi Hintner
Statistik des Grauens: Alle Frauenmorde in Italien auf einen Blick
Italien zählt zu jenen Ländern mit den meisten Femiziden. Von Anfang 2020 bis heute wurden in Italien 125 Frauen von Männern ermordet. In den meisten Fällen handelte es sich bei den Tätern um ihren Partner oder Ex-Partner. Mit Fatimah Zeeshan, Barbara Rauch und Silvana de Min gab es auch 3 Opfer von Femizid in Südtirol. Am heutigen Tag der Frau wollen wir an jede einzelne erinnern. Klicken Sie sich durch die interaktive Infografik, die alle Verbrechen der vergangenen 14 Monate an Frauen in Italien aufzeigt.
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