Gemeindewahlen
Der Kommissar geht um: In diesen Gemeinden gibt es bei der Wahl am 4. Mai auch ein Risiko
„Dreh dich nicht um, schau, schau, der Kommissar geht um“, lautet der Refrain eines bekannten Falco-Lieds. Kommissarisch verwaltet könnten auch 29 Südtiroler Gemeinden werden, wo nur eine Liste antritt. Sie müssen nämlich das Wahlbeteiligungsquorum von 40 Prozent erreichen. Deshalb können sich dort auch konkurrenzlose Bürgermeisterkandidaten ihres Amtes nicht sicher sein.
Gemeindewahl: 389.130 Bürger am Zug
In 10 Tagen werden in 111 Gemeinden die Bürgermeister und Gemeinderäte neu bestellt – und jetzt liegt die Zahl der Wahlberechtigten vor: 389.130 Bürger können am 4. Mai ihre Stimme abgeben. Das sind 24.559 weniger als vor fünf Jahren, wo man allerdings in 113 Gemeinden zur Urne schritt.
„Auf vielen Hochzeiten tanzen geht bei der SVP nicht“
Wer als SVP-Mitglied bei diesen Gemeindewahlen auf einer konkurrierenden Liste kandidiert, der verliert automatisch die Mitgliedschaft: Dies betonte SVP-Obmann Dieter Steger gestern bei der Sitzung der SVP-Leitung. „Auf vielen Hochzeiten tanzen kann man vielleicht auf einer Freien Liste – aber nicht bei der SVP, der Sammelpartei der Südtiroler“, stellte Steger klar.
Jetzt ist es fix: Am 4. Mai finden die Gemeinderatswahlen statt
Der Termin für die Gemeinderatswahl 2025 in der Region Trentino-Südtirol und für eine eventuelle Stichwahl ist nun offiziell. In seiner Funktion als Präsident der Region Trentino-Südtirol und als Südtiroler Landeshauptmann hat Arno Kompatscher das entsprechende Dekret unterzeichnet: Die Gemeindewahlen werden demnach am Sonntag, 4. Mai 2025, von 7 bis 22 Uhr stattfinden.
Bürgermeisterin Tröger: „Percha ist hoffentlich nicht überall“
Verena Tröger ist Bürgermeisterin von Laas im Vinschgau und gleichzeitig SVP-Vizeobfrau und damit ein gutes Vorbild für Frauen in der (Gemeinde-)Politik. Doch für die Gemeinderatswahlen genügend Frauen für die Listen zu finden, „wird sicherlich eine Herausforderung werden“, sagt sie.
Frauenquote: Schwierige Kandidatinnensuche für Gemeinden
Im Mai wird gewählt, doch in manchen Gemeinden herrscht jetzt schon Krisenstimmung. Der Grund: Es fehlt an Kandidatinnen. „Wir haben damit im gesamten Bezirk Schwierigkeiten“, sagt Meinhard Durnwalder, SVP-Bezirksobmann Pustertal. Er findet: Über die Quote hätte besser diskutiert werden sollen.
„Andere Koalition 2025 vorstellbar? Ja, auf jeden Fall“
Seit Freitag letzter Woche ist es offiziell, dass Vizebürgermeisterin Katharina Zeller im Mai 2025 bei der Gemeindewahl für die SVP als Bürgermeisterkandidatin ins Rennen geht – soweit keine Überraschung. Aber aufhorchen lässt ihre Ansage, dass sie nicht unbedingt an der derzeitigen Koalition hängt.
68-jähriger Rentner ungewollt zum Bürgermeister gewählt
Sandro Gerardi, ein ehemaliger venezianischer Bankier, hatte sich bei den Gemeindewahlen bereit erklärt, eine Liste anzuführen, um Bürgermeister Mattia Gosetti zu unterstützen und das Quorum von 40 Prozent an Wählerstimmen zu erreichen. Doch dann kam alles anders...
SVP erleidet in Sand in Taufers Debakel – Josef Nöckler bleibt Bürgermeister
Die Entscheidung ist gefallen: Josef Nöckler bleibt Bürgermeister von Sand in Taufers. Bei der Gemeinderatswahl erhielt der Kandidat der Bürgerliste Taufers 2010 65,4 Prozent der Stimmen, sein Gegenkandidat Siegfried Stocker von der SVP kam auf 34,6 Prozent. Auch im Gemeinderat bekam die Bürgerliste eine deutliche Mehrheit, die SVP wurde abgewatscht.
Kommunalwahlen in Italien: Mitte-Rechts erfolgreich
Bei den Kommunalwahlen in fast 800 italienischen Gemeinden, zu denen am Sonntag und Montag 6,3 Millionen Wähler aufgerufen waren, haben sich die Mitte-rechts-Bürgermeisterkandidaten in mehreren Städten behauptet, oder sich den Zugang zu den Stichwahlen in 2 Wochen gesichert.
SVP-Frauen: „Harte Quote“ ist Schritt in die richtige Richtung
Der Regionalrat hat beschlossen, dass künftig ein Drittel der Listenplätze bei Gemeindewahlen tatsächlich mit Frauen besetzt sein müssen. „Mit dieser neuen Regelung greift die Quote nun endlich“, freut sich Landesfrauenreferentin Renate Gebhard.
Süd-Tiroler Freiheit bereit für Neustart in Meran
Bei den Gemeinderatswahlen im Herbst wird die Süd-Tiroler Freiheit erneut mit einer eigenen Liste in Meran antreten. „Wir können auf ein engagiertes Kernteam bauen und arbeiten daran, ein anspruchsvolles Programm für einen Neustart in Meran auszuarbeiten“, betont Alexander Leitner, Ortssprecher der Süd-Tiroler Freiheit. Christoph Mitterhofer wird hingegen zusätzlich als unabhängiger Kandidat der Süd-Tiroler Freiheit auf der Liste der SVP für die Landwirtschaft antreten.
In diesen Gemeinden wird im Herbst gewählt – Gesetzentwurf erarbeitet
In den Südtiroler Gemeinden Meran, Nals und Glurns sowie in den Trentiner Gemeinden Bondone, Brentonico und Terragnolo werden im Herbst den Gemeinderat und den Bürgermeister neu wählen. Der entsprechende Gesetzentwurf wurde von der Regionalregierung gutgeheißen.
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