Gesundheitswesen
Wartezeiten für Visiten: Laut Robin hat sich Situation deutlich verschlechtert
361 Tage Wartezeit für eine nicht prioritäre Koloskopie, 291 Tage für einen Ultraschall der Schilddrüse, 194 Tage für eine urologische Visite: Der Verbraucherschutzverein Robin sieht angesichts solcher Zahlen in Sachen Wartezeiten eine „negative Trendwende“ statt Verbesserungen und konstatiert die Ausweitung der „Drei-Klassen-Medizin“.
Neues Berufsbild: Krankenpflegeassistent in Südtirol
Mit einem Beschluss vom heutigen Freitag führt die Landesregierung auf Vorschlag von Gesundheitslandesrat Hubert Messner das Berufsbild Krankenpflegeassistent auch in Südtirol ein. Grundlage ist die staatliche Vereinbarung vom 3. Oktober 2024, die nun für das Land übernommen und an die Südtiroler Gegebenheiten angepasst wurde.
Zwei Wochen nach Schock-Foto aus der Notaufnahme: Krebspatient gestorben
Mehrere Stunden lang musste ein 60-jähriger Krebspatient in einer Notaufnahme in den Marken auf dem Boden liegen – der Fall hatte in Italien vor zwei Wochen für Empörung gesorgt. In der Folge hatte der zuständige Gesundheitsbetrieb interne Untersuchungen eingeleitet – doch der 60-Jährige wird die Ergebnisse nie erfahren.
Gastroenterologie: Primar Andrea Mega ernannt
Ein neuer Name an der Spitze einer zentralen Abteilung des Krankenhauses Bozen: Mit der Ernennung von Dr. Andrea Mega übernimmt ein Mediziner mit internationaler Ausbildung, langjähriger Erfahrung im Südtiroler Sanitätsbetrieb und starkem wissenschaftlichem Profil die Verantwortung für die Gastroenterologie.
Kleinen Patienten Hoffnung schenken
Ein Symbol der Hoffnung, Nähe und Solidarität für Kinder, die medizinisch behandelt werden, und deren Familien: Seit gestern steht in der Neuen Klinik im Krankenhaus Bozen der Baum der Wünsche. Gespendet wurde er von der Stiftung Lene Thun – bei der Vorstellung am Montag überreichten die Manager des Hotels Four Points Sheraton auch einen Scheck für die Pädiatrie-Abteilung des Spitals.
Zwei Landeshaushalte, zwei Welten: Südtirol und Trentino im Vergleich
Schönes Land, fleißige Leute: Im Südtiroler wie im Trentiner Landtag werden derzeit die Landeshaushalte diskutiert. Obwohl beide autonomen Provinzen unter nahezu denselben Bedingungen arbeiten, klaffen ihre Landeshaushalte überraschend weit auseinander. Wir haben Südtirol und Trentino miteinander verglichen – und dabei frappierende Unterschiede festgestellt.
Jahrestagung der Pflegedirektion: Über 260 Fachkräfte in Bozen
Die heurige Jahrestagung für Führungskräfte aus dem Präventions-, Pflege-, sanitätstechnischen und Rehabereich des Südtiroler Sanitätsbetriebes zeichnete sich durch eine hohe Beteiligung und viel Energie aus. Die von der Pflegedirektion organisierte Veranstaltung fand vergangenen Freitag in der Messe Bozen statt.
37 Jahre im Dienst des Sanitätsbetriebs: Pierpaolo Bertoli tritt in den Ruhestand
Am kommenden Montag übernimmt Dr.in Elisabeth Montel die Funktion der stellvertretenden Sanitätsdirektorin von Dr. Pierpaolo Bertoli, der nach 37 bewegten und prägenden Jahren im Dienst des Sanitätsbetriebs in den Ruhestand tritt.
Gewalt im Gesundheitssektor: Italien zählt zu den europäischen Spitzenreitern
In Italien wächst die Aufregung um Gewalt im Gesundheitswesen. Mit über 125.000 Angriffen pro Jahr, einschließlich nicht gemeldeter Fälle, gehört Italien zu den europäischen Ländern mit der höchsten Gewaltquote gegen Pflegekräfte im Verhältnis zur Anzahl der Beschäftigten. Laut Berichten der Gewerkschaft „Nursing Up“ erlebt jeder vierte Pfleger mindestens einmal im Jahr physische oder verbale Gewalt.
Sanitätsbetrieb: Kombi-Pakete für Privatkliniken sind alle verteilt
Die Nachfrage der Südtiroler nach Gesundheitsleistungen steigt. Für ein ausreichendes Angebot setzt der Sanitätsbetrieb auf die Mithilfe der konventionierten Privatkliniken. Im zweiten Anlauf konnten nun die Leistungen für die kommenden drei Jahre (2026 bis 2028) zugeteilt und das Angebot in einigen Bereichen im Vergleich zu 2025 erhöht werden, zum Beispiel bei dermatologischen Fachvisiten (plus 2.800).
Ein Stück Krankenhausgeschichte lebt auf
Man sah es in den Blicken, hörte es in den Gesprächen: Die Jahre mögen vergangen sein, doch die Erinnerungen blieben hellwach. Beim Pensionistentreffen des Gesundheitsbezirkes Bruneck war reichlich Zeit, um auf gemeinsam erlebte Jahre zurückzublicken – und um über das Leben in der Pension zu plaudern.
Morgen: Streik im Sanitätsbetrieb – Verzögerungen möglich
Am morgigen Freitag müssen Patienten in Südtirol mit Einschränkungen im Gesundheitswesen rechnen. Der Südtiroler Sanitätsbetrieb teilt mit, dass es aufgrund eines von der Gewerkschaftsorganisation AGB/CGIL ausgerufenen Streiks zu Verzögerungen bei nicht dringenden Leistungen kommen kann.
Kompatscher verspricht: Zweisprachigkeit wird nicht aufgeweicht
Die gefälschten Sprachzertifikate haben die Diskussion über die Zweisprachigkeitspflicht neu entfacht: Die beiden Landesräte Marco Galateo und Christian Bianchi fordern, dass Sanitätsangestellte wie etwa Ärzte mehr Zeit erhalten sollen, um den Zweisprachigkeitsnachweis zu erbringen.
Studienbeihilfen für Gesundheitsberufe neu geregelt
Mit klaren und einheitlichen Regeln will die Landesregierung über Studienbeihilfen neue Anreize für junge Menschen schaffen, einen Gesundheitsberuf zu ergreifen. Auf Vorschlag von Gesundheitslandesrat Hubert Messner hat die Landesregierung am 26. August einheitliche und klare Richtlinien für Studienbeihilfen genehmigt, die die bisherigen Einzelregelungen ersetzen.
Gefahr soziale Isolation: Aufruf des Sanitätsbetriebs an alle über 60-Jährigen
Sie leben in den größeren Zentren und treiben keinen Sport: Der größte Prozentsatz an Menschen über 65 Jahren in Südtirol ist von sozialer Isolation bedroht. Der Südtiroler Sanitätsbetrieb lädt alle über 60-Jährigen ein, die vielfältigen bestehenden Möglichkeiten zu nutzen, um gemeinsam sportlich aktiv zu werden.
„Wir brauchen die jungen Leute“
Bei einer Informationsveranstaltung in Martell sprach Landesrat Hubert Messner offen über die Herausforderungen und Pläne im Südtiroler Gesundheitssystem. Der demografische Wandel, der Fachkräftemangel und nötige Reformen im Spital Schlanders standen dabei im Fokus.
Im Schneckentempo zur schnelleren Visite
Die „Wartezeiten im Schneckentempo“ bringen nun auch die Verbraucherschützer auf den Plan. So fordert der Verein „Robin“ von den Verantwortlichen im Gesundheitsassessorat und Sanitätsbetrieb „die Einhaltung der Standards“, andernfalls sei „ein Austausch der Verantwortlichen notwendig“.
Millionen für Südtirols Spitäler: Die Finanzierungen im Überblick
Die Landesregierung hat das 5-Jahres-Investitionsprogramm für Südtirols Gesundheitswesen angepasst. Millionenbeträge sollen in die Modernisierung und den Ausbau der Spitäler fließen. Hier erfahren Sie, welche Projekte in welchen Südtiroler Krankenhäusern umgesetzt werden.
5300 Rechnungen für Spitals-Ticket offen – Nun greifen Krankenhäuser durch
5300 Bürger in Südtirol haben 2023 das Krankenhausticket nicht rechtzeitig bezahlt. Säumig sind oft Patienten, denen für die Krankenhausausgaben schlicht und einfach das nötige Geld fehlt und nicht selten sind auch Bürger mit Migrationshintergrund darunter. Nun wird an den Krankenhäusern bei immer mehr Leistungen Vorabkasse verlangt, damit es erst gar nicht zu Außenständen kommt. Das bringt aber nicht nur Vorteile – und nicht wenige Bürger sind verärgert über das neue System.
Dr. Josef Widmann bleibt Sanitätsdirektor
Als Dr. Josef Widmann vor 3 Jahren Sanitätsdirektor des Gesundheitsbetriebes wurde, hieß der Landesrat noch Thomas Widmann und der Generaldirektor Florian Zerzer. Doch auch deren Nachfolger Dr. Hubert Messner und Christian Kofler scheinen große Stücke auf den ehemaligen Primar der Chirurgie am Krankenhaus Brixen zu halten – und bestätigen Dr. Widmann in seinem Amt.
Ärzte: Im Dienst am Nächsten – aber am liebsten zu Bürozeiten
Der Ärztemangel ist schon lange keine Neuigkeit mehr, doch er ist nur die halbe Wahrheit. „Es gibt Fachbereiche, die massive Nachwuchsprobleme haben. Und das sind insbesondere solche, die unattraktive Arbeitszeiten wie regelmäßige Nachtschichten und gleichzeitig viel Risiko mit sich bringen“, weiß Sanitätsdirektor Dr. Josef Widmann.
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