Großraubtiere
Nordtirol: Abschussverordnung erlassen und am selben Tag vollstreckt
Im Bezirk Landeck ist am Freitag ein Wolf erschossen worden. Der sogenannte „Risikowolf“ war in den vergangenen Tagen im Gemeindegebiet von Nauders wiederholt in unmittelbarer Nähe zu einem Wohngebiet nachgewiesen worden. Die Abschussverordnung wurde am Freitag erlassen und der Wolf am späten Abend erlegt, teilte das Land Tirol in einer Aussendung am Samstag mit.
Der Wolf ist nun weniger geschützt
Nachdem der römische Senat das Gesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinie verabschiedet hat, ist der Schutzstatus des Wolfes von „streng geschützt“ zu „geschützt“ herabgestuft worden: Für lokale Verwaltungen gibt es damit weniger Einschränkungen bei Maßnahmen zur Bestandsregulierung.
Wolf & Bär genauer unter die Lupe nehmen
Die Präsenz von Wolf und Bär und deren Auswirkungen auf die alpine Landwirtschaft genauer unter die Lupe nehmen: Das war das Ziel eines Expertentreffens, zu dem das Vorsitzland der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (Arge Alp), Vorarlberg, in Bregenz eingeladen hatte.
Nur zwei Wolfsabschüsse in Südtirol im Jahr? Walcher: „Inakzeptabel“
Landwirtschafts-Landesrat Luis Walcher hat auf staatlicher Ebene gegen das ISPRA-Dekret Stellung bezogen, das für Südtirol die Entnahme von zwei Wölfen vorsieht, und die Behandlung des Dekrets in der nächsten Sitzung der Kommission der Landwirtschaftslandesräte und -regionalassessoren (CPA) beantragt. „Der ISPRA-Vorschlag, nur zwei Wölfe pro Jahr zu entnehmen, ist aus unserer Sicht für Südtirol völlig inakzeptabel“, sagt Walcher.
Von italienischen Forschern besendeter Wolf in Kärnten abgeschossen
Ein von italienischen Wissenschaftern besendeter Wolf ist in der Nacht auf Montag im Bezirk Spittal an der Drau abgeschossen worden. Der Tierschutzverein „Wölfe in Österreich“ machte den Fall am Mittwoch publik, die Tierschützer orteten einen „weiteren Eskalationspunkt im Kärntner Wolfsmanagement“. Vom Land Kärnten wurde das zurückgewiesen: „Der Abschuss erfolgte verordnungskonform gemäß der Kärntner Risikowolfsverordnung.“
Abschussverordnung rettete Rind: Wolf in der Nacht auf Samstag erlegt
Rund zwei Wochen nachdem das Land Trentino einen Wolf im Regionalpark Lessinia bei Ala zum Abschuss freigegeben hat, wurde ein Exemplar erlegt. Und das, als das Beutetier im Begriff war, ein Rind anzugreifen, teilte die Landesverwaltung mit.
Val di Sole: Toter Bär im Wald, in dem Andrea Papi getötet wurde
Eine tote Bärin wurde in den Wäldern von Caldes im Val di Sole – dort, wo der 26-jährige Andrea Papi im April 2023 von einer Bärin angegriffen und getötet worden war. Die Forstbehörde des Landes Trentino hat die Untersuchungen zum Tod des Exemplars aufgenommen.
Wer hat Angst vor Wolf und Bär? So denken die Südtiroler
Wie kommt die Rückkehr von Wölfen und Bären in Südtirol an? Eine aktuelle Umfrage des Landesinstituts für Statistik (ASTAT) zeigt, wie die Bevölkerung über die großen Beutegreifer denkt. Durchgeführt wurde sie im Mai 2025 im Rahmen des Panels „So denkt Südtirol“, beauftragt vom Ressort für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Tourismus.
Wolfsentnahmen: Abschussverordnung bleibt in Kraft
Das rechtliche Tauziehen um die Entnahme zweier Schadwölfe im Obervinschgau ist um ein Kapitel reicher: Tierschutzorganisationen wollten mit einem Antrag, die vorläufige Aussetzung der Entnahmeermächtigung erwirken. Das Bozner Verwaltungsgericht hat den Antrag nun abgewiesen. Damit kann die Jagd nach dem zweiten Wolf ungehindert fortgesetzt werden.
Trentino: Tierzüchter entdeckt Überreste von Kalb – Verdacht auf Wolfsriss
Im Pejotal, einem Seitental des Val di Sole im Trentino machte ein Tierzüchter kürzlich eine traurige Entdeckung: Nahe der Alm Val di Comasine entdeckte er die Überreste von einem seiner 20 Tiere. Es besteht der Verdacht auf einen Wolfsriss.
Futterkrippen als Anziehungspunkt für Wölfe? Das sagt der Jagdverband
Die MUSE-Studie über Futterkrippen als Anziehungspunkt nicht nur für Schalenwild, sondern auch für Wölfe, ruft bei Südtirols Landwirten Besorgnis hervor. Lockt man womöglich mit der Zufütterung von Schalenwild im Winter die Rudel nach Südtirol?
Studie zeigt: Futterkrippen ziehen auch mehr Wölfe an
Wo der Tisch reich gedeckt ist, finden sich die Hungrigen zahlreich ein. Das gilt nicht nur für Rot- und Rehwild, das sich im Winter um Futterkrippen schart. Wie eine neue Studie, die das MUSE im Fassatal durchgeführt hat, belegt, hat der Standort von Futterstellen auch eine direkte Auswirkung auf die Aktivität von Wölfen.
Trentino: Bärin bei nächtlicher Kollision verletzt
Eine plötzlich auf die Fahrbahn laufende Bärin hat am vergangenen Freitagabend in der Gemeinde Spiazzo einen größeren Rettungseinsatz ausgelöst. Nachdem das Tier auf einmal auf der SS239 in der Nähe von Borzago in der Gemeinde Spiazzo stand, wurde es gegen 23 Uhr von einem fahrenden Auto erfasst.
„Immer mehr Wolfsrisse“: Bauern in Mühlwald schlagen Alarm
Die Ortsobleute von Mühlwald, Gais und Sand in Taufers im Südtiroler Bauernbund (SBB) schlagen Alarm: In den vergangenen Wochen haben Wölfe auf den Almen erhebliche Schäden verursacht. Die Bauernvertreter sprechen von mindestens 100 bis 120 gerissenen oder nicht mehr auffindbaren Schafen und Ziegen. Ihr Appell ist klar: „Es muss etwas gegen die Wolfspräsenz geschehen.“
„Bärin in Südtirol wäre große Neuheit“
Bärengebiet: Schilder mit diesem Hinweis sind bei Wanderwegen im Mendelgebiet mehrfach anzutreffen, und sie mahnen zur Vorsicht. Auch diesseits der Provinzgrenze halten sich Bären auf. Zwei Junge soll ein Wanderer neulich am Kalterer Telefonsteig gesichtet haben. Im Amt für Wildtiermanagement weiß man davon aber nichts.
Vinschgau: Zwei Wölfe dürfen geschossen werden
Im Zeitraum zwischen Mai und Juli dieses Jahres wurden auf einer Alm im Obervinschgau 31 Risse von Weidetieren verzeichnet, die von der Forstbehörde als Wolfsangriffe bestätigt und dokumentiert wurden. In derselben Gegend waren in der vorangegangenen Almsaison bereits 42 Risse verzeichnet worden.
Zwei Rinder angegriffen: Bereits 17. Wolf in Nordtirol zum Abschuss freigegeben
Die Landesregierung im Bundesland Tirol hat gestern die zweite Abschussverordnung gegen einen Wolf innerhalb von 24 Stunden unterzeichnet: In Kirchberg in Tirol (Bezirk Kitzbühel) waren zwei Rinder angegriffen und verletzt worden. Seit Jahresbeginn wurden bereits 17 Abschussverordnungen erlassen – vier Wölfe wurden bereits entnommen.
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